Dreimal Falafel: Die Besten im Wedding

Zwei weiße Teller, jeweils mit Falafel, Halloumi und Salat. Im Hintergrund rundes arabisches Brot und eine Flasche Fritzcola.
Fala­fel, Hallo­u­mi und Maka­li Tel­ler bei Dar4 Foto: Samu­el Orsenne

Zuge­ge­ben, wirk­lich neu und über­ra­schend kann eine Hom­mage an die run­den Kicher­erb­sen­bäll­chen gar nicht mehr sein. Die Fala­fel gehört mitt­ler­wei­le genau so sehr zur Ber­li­ner Ess­kul­tur, wie es der Döner schon seit den 70er Jah­ren – die Cur­ry­wurst sogar seit 1949 – tut. Als Sand­wich in der Mit­tags­pau­se, aus­führ­li­ches Abend­brot, Mit­ter­nachts­s­nack oder spä­tes Kater­früh­stück. In all ihren Varia­tio­nen ver­führt sie gro­ße und klei­ne Weddinger:innen an fast jeder Ecke. Doch wo schmeckt sie am bes­ten? Natür­lich im eige­nen Kiez! Eine  köst­li­che Aus­wahl der ver­meint­lich bes­ten Läden rund um den Bad­stra­ßen­kiez, den Net­tel­beck­platz und U‑Bahnhof Wed­ding soll euch nicht vor­ent­hal­ten bleiben.

Butterweiche Falafel al Amin

Eine Rolle dünnes arabisches Brot, gefüllt mit Salat, eine Peperoni obendrauf.In der Trift­stra­ße 6 ver­steckt sich hin­ter neo­no­ran­gen Leucht­schil­dern ein augen­schein­lich unauf­ge­reg­tes Ange­bot an Sand­wichs und Tel­lern. Bei Fala­fel al Amin erwar­tet euch die Mischung aus Maka­li, Hallo­u­mi, Fala­fel und Scha­war­ma – und doch ist nichts so, wie es scheint. Statt der typisch kross frit­tier­ten Fala­fel gibt es hier täg­lich frisch zube­rei­te­te Kicher­erb­sen­ku­geln, die, von außen leicht knusp­rig und innen zart, wirk­lich für einen über­ra­schen­den Gau­men­schmaus sor­gen. Seid gewarnt: mit Knob­lauch wird bei der Rezep­tur jeden­falls nicht gespart! Je nach Hun­ger kann sich zwi­schen klei­nem und gro­ßem Sand­wich ent­schie­den wer­den. Außer­dem über­zeugt die haus­ge­mach­te Man­go­sauce neben der her­kömm­li­chen Wahl an Sesam, Knob­lauch und Scharf. Für 2,50 Euro stimmt hier in jedem Fall vieles.

Sudanesisch bei Dar4

Innenraum des Dar4 Bistros. Zu sehen sind schwarze Stühle an beiden Seiten, Getränkekisten in der Mitte vor einer Theke. Davor steht eine Frau beim bestellen, Jeans und grünes Langarmshirt.
Foto: Samu­el Orsenne

Ähn­li­ches Ange­bot, glei­ches Spiel? Nein, denn bei Dar4 macht vor allem die Erd­nuss den Unter­schied. Wer es ger­ne def­tig und nus­sig mag, wird von der suda­ne­si­schen Vari­an­te des klas­si­schen Fala­fel­an­ge­bots begeis­tert sein. Die Erd­nuss­sauce ver­fei­nert – je nach arbei­ten­den Per­so­nal viel­leicht eher: bestimmt – hier sowohl die gefüll­ten Brottaschen als auch die Tel­ler. Auch unse­re Mit­glie­der der Wed­ding­wei­ser Pinn­wand sind sich einig und lob­prei­sen die Qua­li­tät der Spei­sen ans “obe­re Ende der Ber­li­ner Falafellandschaft.”

Durch die gan­ze Stadt zu fah­ren, um Fala­fel mit Erd­nuss­sauce zu ver­spei­sen, ist adé! Ab jetzt reicht der Weg in der Rei­ni­cken­dor­fer­stra­ße 95. Und auch der Preis macht der Kreuz­ber­ger Kon­kur­renz ordent­lich zu schaf­fen. Für 2,50 Euro gibt es hier ein Sand­wich auf die Hand! Beson­ders wohl füh­len sich hier auch vegan und vege­ta­risch Leben­de, die auf der Kar­te nicht ver­nach­läs­sigt wer­den und aus vie­len ver­schie­de­nen Kom­bi­na­tio­nen aus­wäh­len kön­nen. Und ja, auch die Erd­nuss­sause ist rein pflanz­lich. Außer­dem: hier gibt es eine Ram­pe, die Roll­stuhl­fah­ren­den den klei­nen Laden zugäng­lich macht.

Der Klassiker im Nezha Bistro

Das Logo vom Nezha Bistro zeigt Grillgabel, Schawarmaspieß und Pfannenwender sowie den arabischen Schriftzug des Namens.Bei Mut­ti schmeckt’s am Bes­ten! Jeden­falls fühlt sich der Besuch bei Nezha in der Bad­stra­ße 57 ziem­lich fami­li­är an. Hier habe ich mein ers­tes liba­ne­si­sches Fala­fel-Sand­wich geges­sen – und das mit gutem Grund! Oft bekommt die war­ten­de Kund­schaft schon eine Kost­pro­be vor­weg: eine rie­si­ge kross­brau­ne Fala­fel, die mit viel Peter­si­lie, Kreuz­küm­mel und Knob­lauch zube­rei­tet die klas­si­sche liba­ne­si­sche Vari­an­te ver­kör­pert. Beson­ders hier: ein­ge­koch­ter, herz­haft gewürz­ter Spi­nat sowie die Wahl der Sau­cen, die neben einer süß­fruch­ti­gen Man­go­sauce auch Avo­ca­do bereithält.

Auch in die­sem Bis­tro sind den wil­des­ten Kom­bi­na­tio­nen kei­ne Gren­zen gesetzt. Ich erin­ne­re mich an einen Freund, der sich nicht ent­schei­den könn­te und des­halb ein­fach ein “Fala­fel-Hallo­u­mi-Maka­li-Spi­nat-Sand­wich” bestell­te. Ins­ge­samt wickel­ten sich, damals noch dank Mo hin­ter dem Tre­sen, vier Stück vom ara­bi­schen Fla­den­brot Chubz um die Fül­lung, bevor es zur Voll­endung  in den Kon­takt­grill kam. Das Ergeb­nis war enorm – in Geschmack und Größe.

Fala­fel al Amin, Triff­t­stra­ße 6, 13353 Berlin
Dar4, Rei­ni­cken­dor­fer Str 95, 13357 Berlin
Nezha Bis­tro, Badstr.57, 13357 Berlin

Wo schmeckt euch die Fala­fel am Bes­ten im Wed­ding? Und was macht sie aus?
Hin­ter­lasst uns ger­ne Kommentare!


1 Kommentar
  1. im Bus des Fala­fel Dream 2010 soll­te zu den ers­ten 3 gehören

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