Eine eigene Finca im Wedding

Gartenzwerg in der Kolonie Sandkrug. Foto: Andreas Oertel
Gartenzwerg in der Kolonie Sandkrug. Foto: Andreas Oertel

Es ist Samstagvormittag. Ich öffne die Tür, laufe an den Brombeersträuchern vorbei und setzte mich mit einem Kaffee auf die Terrasse. Nun würde man vermuten, die Szenerie spielt sich in einer Einfamilienhaus-Siedlung in Heiligensee oder im Villenviertel Grunewalds statt. Aber nein – ich befinde mich zwischen der Bornholmer Brücke und dem Gesundbrunnencenter – mitten im Wedding. Willkommen in der Kolonie Sandkrug!

10 Tipps fürs Gärtnern in der Stadt

Usedomer Straße: Hier gärtnert nicht das Grünflächenamt, hier sind die Nachbarn aktiv. Foto: Hensel
Usedomer Straße: Hier gärtnert nicht das Grünflächenamt, hier sind die Nachbarn aktiv. Foto: Hensel

Immer mehr Weddinger werden zu Stadtgärtnern. Sie bepflanzen, verschönern und pflegen Hochbeete und Kübel, aber auch Baumscheiben vor ihrer Haustür. Darf man das überhaupt? Muss man das Amt vorher fragen und was ist beim Gärtnern im öffentlichen Raum zu beachten? Hier sind zehn Tipps für  Stadtgärtner und alle, die es werden wollen.

Projektstart für Gemeinschaftsgarten am Centre Français

Centre francais GrünflächeWas in ganz Deutschland im Trend liegt und mit dem Himmelbeet am Leopoldplatz gut funktioniert, könnte doch auch im beschaulichen Norden des Wedding ein Erfolg werden, hat sich das deutsch-französische Team vom Centre Français gedacht. Rund um das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1961 gibt es genügend offene Freiflächen für einen Gemeinschaftsgarten. Mit der Nutzung auf dem öffentlichen Gelände hat es zwar nicht geklappt, doch bleibt noch genug Platz auf dem Privatgrund des Centre. Habt ihr Lust darauf, die Hände in die Erde zu stecken? Pflanzen zu pflegen, vieles über ökologischen Gartenbau zu lernen und zusammen mit den Nachbarn etwas Schönes und Umweltfreundliches für den Kiez zu tun? Am Freitag, den 26. August startet das Projekt ganz offiziell – natürlich mit einem Gartenfest…

Himmlisch in den Gartenfrühling – am 9. April

Im Himmelbeet. Foto: D. Hensel
Im Himmelbeet. Foto: D. Hensel

Es lässt sich nicht mehr leugnen, der Frühling ist ausgebrochen. Und wie schon in den drei vergangenen Jahren trägt der Stadtgarten „Himmelbeet“ dazu bei, den Wedding noch ein bisschen grüner und lebenswerter zu machen. Mit einem umfangreichen Programm von Festen, Kursreihen und Selbstpflückaktionen zieht das Gartenprojekt in der schönen Jahreszeit immer wieder neue Besucher an die frühere Brache an der Schulstraße Ecke Ruheplatzstraße. Das architektonisch interessante Gartencafé aus Europaletten und Stampflehm ist dann ebenfalls wieder geöffnet.

Den Saisonstart feiern die vielen Aktiven vom Himmelbeet am 9. April ab 11 Uhr mit einem Frühlingsfest.

Kein Gemeinschaftsgarten auf öffentlicher Grünfläche

Centre francais GrünflächeDas Centre Français de Berlin (CFB) ist ein kultureller Leuchtturm an der oberen Müllerstraße – und dank City Kino Wedding auch über den Kiez hinaus ein Begriff. Dem Geschäftsführer des Centre Français, Florian Fangmann, ist aber auch die Verankerung im direkten Umfeld ein wichtiges Anliegen. Ein interkultureller Gemeinschaftsgarten, so die Idee, könnte die Nachbarschaft und das ehemalige französische Kulturzentrum einander näherbringen. Doch das Bezirksamt hat den Gemeinschaftsgarten zumindest auf der öffentlichen Fläche nicht genehmigt.

„Himmelbeet“: Verpackungsarmer Cafébetrieb

Ausgezeichnet: Das verpackungsarme Café im Himmelbeet.
Ausgezeichnet: Das verpackungsarme Café im Himmelbeet.

Getränkekartons, Plastikverpackungen von diversen Lebensmitteln, Honig, Kaffeesahne u.a. in Portionspackungen – in vielen Cafés entstehen täglich große Mengen Verpackungsmüll. Diese Abfälle belasten die Mülltonnen und unsere Umwelt. Im Rahmen eines Projekts namens “Verpackungsarmes Café” wurden Lösungsvorschläge zur Einsparung von Verpackungsmüll im Cafébetrieb erarbeitet.

MÄDEA hat einen kleinen Hof mit Garten bekommen

Mädea 2015, Foto (c) Sulamith SallmannDas interkulturelle Zentrum für Mädchen und junge Frauen „MÄDEA“ hat einen Außenbereich gestaltet bekommen.
Es gibt nun Fahrradständer, Sitzbänke und eine Tischtennisplatte im Hinterhof.

Seit Ende 2012 findet man das Mädchenzentrum in  der Grüntaler Str. 21, in dem sich auch ein Seniorentreff und eine Stelle des Jugendamtes befinden.
Davor war es seit 1997 im „Haus der Volksbildung“ in der Badstraße untergebracht.

MÄDEA hat montags bs freitags von 14 – 19 Uhr geöffnet.
Neben Hausaufgabenhilfe werden unterschiedliche Projekte angeboten, die die Mädchen aktiv mitgestalten können.

www.maedea.stiftung-spi.de
maedea@stiftung-spi.de

Himmelbeet: Her mit euren grünen Däumchen!

 

(C) H.L. Linsmaier
(C) H.L. Linsmaier

Es lässt sich nicht mehr leugnen, der Frühling kommt näher. Und wie schon in den beiden vergangenen Jahren trägt der Stadtgarten „Himmelbeet“ dazu bei, den Wedding noch ein bisschen grüner und lebenswerter zu machen. Mit einem umfangreichen Programm von Festen, Kursreihen und Selbstpflückaktionen zieht das Gartenprojekt in der schönen Jahreszeit immer wieder neue Besucher an die frühere Brache an der Schulstraße Ecke Ruheplatzstraße.

Pflanzenpatenaktion noch vor Saisonbeginn

Doch damit es auf den Hochbeeten auch wirklich schon im Frühling grünt und blüht, sind die Bewohnerinnen und Bewohner des Wedding gefordert. „Her mit euren grünen Däumchen!“ – so spornen die Aktiven vom „Himmelbeet“ alle Weddinger vor dem Beginn der Gartensaison zur Mithilfe an. Denn auch in diesem Frühjahr werden Pflanzpaten gesucht, die sich Sämlinge abholen und zu Hause auf dem Fensterbrett aufziehen. Die Sämlinge können am Freitag, den 20. März von 10 bis 20 Uhr auf dem Himmelbeet-Stand auf dem Markt am Leopoldplatz abgeholt werden. „Am 2. Mai könnt ihr eure Pflanzenkinder in ihr neues Zuhause im Himmelbeet umziehen“, versprechen die Himmelbeetler. Dann wird die Saison mit dem ersten Gartenfest eröffnet….

Alle Beiträge zum Himmelbeet

20. März, Leopoldplatz, 10 – 20 Uhr

Website des Himmelbeet