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Mit Hase: Karstadt am Leopoldplatz in der Müllerstraße Ostern 2018. Foto: Hensel
Mit Hase: Karstadt am Leopoldplatz Foto: Hensel

Heute startet das Himmelbeet mit einem Fest in die Gartensaison. Von 13.00 – 21.00 Uhr gibt es, auch bei Schneeregen, ein umfangreiches Programm, u.a.: Saatgut-Börse, Workshops, Musik von Matondo, offene Bühne. Zeitgleich hat natürlich das Café geöffnet und macht diesen Ort noch mehr zur Oase, als er es ohnehin schon ist. Gleich umme Ecke wacht schon der Traditionshase auf dem Karstadt-Dach und will uns sagen:  Ostern ist nicht mehr weit!

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Quelle: instagram.com/ernst.berlin

Wir wissen zwar nicht, wie es dort schmeckt, aber das Weddinger Restaurant „Ernst“, Gerichtstraße 54, hat diese Woche einen Michelin-Stern bekommen. Statt Essen auf die Hand müssen hier im Vorfeld Tickets erworben werden. Für 185€. Ohne Getränke. Mit Getränken sind es 105€ on top.  Und bitte nich mit „Bei Ernst“ verwechseln, das war eine andere Liga.

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Sonnenuntergang letzten Montag

Obdachlosigkeit ist, kein Wunder bei dieser ersten großen Kältewelle, ein großes Thema. Der Bezirksbürgermeister steht wegen des Vorgehens bei der Räumung eines Obdachlosencamps in Moabit in der Kritik, und der erste Kältetote dieses Winters wurde im Humboldthain gefunden. Erinnert ihr euch? Auch der Gewinnerfilm unseres Videowettbewerbs beschäftigte sich auf sehr eindringliche Art mit diesem Thema.

„Der Wedding ist da, aber ich bin weg“

Steigende Mieten, fehlender (sozialer) Wohnraum und Verdrängungsdruck. Kaum ein Thema beschäftigt die Berliner Stadtgesellschaft aktuell so sehr wie der überlastete Wohnungsmarkt sowie die Hürden und Schikanen beim Finden und Behalten einer Wohnung. Obwohl davon unterdessen weite Teile der Bevölkerung betroffen sind, ist der Zugang zu Wohnraum trotzdem nicht für alle gleich. Für einen Stadtrundgang namens „Der Wedding ist da, aber ich bin weg“ hat sich das Projekt „grenzgänger I berlin“ mit dem Thema Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt auseinandergesetzt. Wen betrifft sie besonders, welche Mechanismen stecken dahinter und was können Betroffene eigentlich dagegen unternehmen?

Interview: Vorkaufsrecht nach Münchner Vorbild

Amma65
Geht es nach den Grünen, dann soll der Bezirk künftig beim Vorkauf dem Münchner Modell folgen. Foto: Toni Karge

Die Grünen in Mitte wollen Mietern beistehen und fordern deshalb beim Vorkaufsrecht und speziell bei der Abwendungsvereinbarung einen energischer verhandelnden Bezirk (Was ist eine Abwendungsvereinbarung?) Sie verlangen in einem Antrag, dass Mitte dem Münchner Modell folgt. Frank Bertermann (Grüne) erklärt im Interview, worum es geht. (#WohnenImWedding)

Zur Demo gegen Mietsteigerungen

Ein Plakat am ExRotaprint. Foto: D. Hensel
Genau das Thema: Ein Plakat am ExRotaprint. Foto: D. Hensel

Meinung Das sagen wir wirklich selten, aber jetzt muss es sein: Geht mal raus aus dem Wedding! Am Samstag findet eine Demonstration gegen Mietsteigerungen am Potsdamer Platz statt. Denn die Mieten steigen auch bei uns, viele Menschen haben Angst, irgendwann finanziell nicht mehr mithalten zu können. Auch im traditionell armen Wedding sorgen sich inzwischen immer mehr Mieter, Vereine, Kreative. Am Samstag werden auch viele Initiativen von hier dem Aufruf folgen und mit dem Marsch unter dem Motto „Mietenwahnsinn widersetzen“ ein Zeichen setzen.

Kommentar: Baugesetz kein Ersatz für Mietenpolitik

Umgezogen
Wenn der Umzug zur Drohung wird. Foto: AndreiSchnell

Woran liegt es, dass die Politik sich eifrig bemüht, dem Wunsch der Wähler nach gedämpften Mieten nachzukommen und diese einfach keine Bremswirkung wahrnehmen? Nicht wenige Menschen glauben, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sie nicht nur ihren Kiez, sondern die überhaupt die Berliner Innenstadt verlassen müssen. Die Vorstellung, einmal umziehen zu müssen, wirkt auf sie wie eine Bedrohung. Die Politik tut ihr Bestes, doch die Menschen sind enttäuscht. Das liegt daran, dass die Menschen wieder politische Entscheidungen erwarten. Nur haben die Politiker, groß geworden in den Jahren der Sparsamkeit, noch nicht erkannt, dass politische Enthaltsamkeit nicht mehr das ist, was Schlimmeres verhindert.

Weddingmelder-Wochenschau #4/18

Foto Luise Graeff

Es heißt im Wedding nur „das Rattenhaus„, das Haus Kameruner Str. 5 im Afrikanischen Viertel. Jahrelang hat sich der Eigentümer nicht darum gekümmert, und jetzt soll’s der Bezirk richten?

Es ist ganz normal, dass man sich in einer Stadt wie Berlin auf ständigen Wechsel einstellen muss. Doch wenn das Simit Evi auf dem noch immer namenlosen Rathausvorplatz Ende März aus seinem baufälligen Flachbau ausziehen müsste, wäre das ein herber Verlust für die Gegend am Leopoldplatz. Die Stadtteilvertretung fordert den Bezirk als Eigentümer auf, jetzt kurzfristig zu handeln, aber auch die langfristige Perspektive für ein Café an der Schiller-Bibliothek im Auge zu behalten. Außerdem wurde eine Petition gestartet.