Ein bisschen mehr Wedding bei Nextbike bitte!

Praktisch und im Moment kostenlos für die Nutzer: Das öffentlich geförderte Fahrradverleihsystem Nextbike mit seinen silber-blauen Rädern stellt eine Alternative zum Auto, zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem eigenen Fahrrad dar. Es könnte so schön sein. Nur: Im Wedding gibt es überhaupt kein flächendeckendes Stationsnetz, und die Lage der Stationen ist fast durchgängig ziemlich ungünstig. Da sollte gerade jetzt dringend nachgebessert werden!

Das neue ElisaBeet am Friedhofsrand

St Elisabeth Friedhof
Eingang zum Friedhof St. Elisabeht in der Wollankstraße. Foto Andrei Schnell

Es wird konkreter mit dem Gartenprojekt auf der Friedhofsfläche des St. Elisabeth-Kirchhofs zwischen Wollank- und Steegerstraße. Der naheliegende Name „ElisaBeet“ wurde von den Teilnehmenden der ersten Infoveranstaltung am 26. Februar gekürt. Jetzt wurde ein Fahrplan vorgestellt, wie es mit dem neuen Garten weitergehen soll.

Himmelbeet auf Friedhofserden

Friedhof
Friedhof. Foto Weddingweiser

19.02.2020 Vorsicht Fehlschluss: diese Meldung gehört nicht in die Reihe von Berichten, wonach das Himmelbeet einen neuen Standort braucht (zuletzt Weddinger Allgemeine Zeitung). Dennoch ist es eine gute Nachricht für die Gemeinschaftsgärtner, dass die evangelische Kirche sie als Ratgeber und praktische Helfer für die Friedhofsnachnutzung St. Elisabeth II in der Wollankstraße beauftragt hat. Jonathan Kuhlberger und Romain Elleboudt vom Himmelbeet suchen am Mittwoch, 26. Februar, in der Carl-Kraemer-Grundschule Mitstreiter.

St. Paul – Friedhof mit Zukunft

Friedhof St. Paul
(C) HORTEC Esther Bertele

Auf dem Friedhof St. Paul an der Seestraße sollen im Rahmen des Berliner Förderprogramms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) auf einer rund 1,2 Hektar großen Teilfläche neue grüne Nutzungen entstehen. Gemeinsam mit Anwohnern, Friedhofsbesuchern, Kitas, Schulen, sozialen und kulturellen Einrichtungen, dem NABU, Künstlerinnen und Künstlern aus der Umgebung sollen die Bereiche Umweltbildung und Naturschutz, Kunst und Kultur auf dem Friedhof entwickelt und neue Angebote und Aufenthaltsqualitäten geschaffen werden. Dazu findet am Samstag, den 22.Februar von 11 bis 12 Uhr eine Infoveranstaltung an der Seestraße 124 statt.

Was wir über die neue S 21 zum Hauptbahnhof wissen

Lassen wir mal alle Probleme beim Bau der als S 21 / City-S-Bahn bezeichneten neuen S-Bahn-Linie außen vor, die zu Planungsänderungen, Bauzeitverlängerungen und provisorischen Zwischenlösungen geführt haben. Der Bau schreitet jetzt jedenfalls weiter voran und wir können uns auf eine neue S-Bahn-Verbindung zwischen Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof freuen. Diese wird am Ende eine gute Milliarde Euro gekostet haben und frühestens Mitte 2021 eröffnet werden.

Stadtteilvertretung: „Sicherer Radverkehr jetzt!“

Die Stadtteilvertretung mensch.müller setzt sich für eine rasche Verbesserung der gefährlichen Verkehrssituation auf der Müllerstraße ein, beißt bei Senat und Bezirk bislang allerdings auf Granit, wenn es um eine sofortige Gefahrenentschärfung geht. Mit der Forderung nach Sofortmaßnahmen prescht das Bürgergremium jetzt vor.

Rad ab? Im Wedding kein Problem…

Liste der Fahrradläden und Fahrradwerkstätten in Wedding

aktualisiert im Januar 2020

Fahrradläden

Antonkiez/Nettelbeckplatz:

El Guiri Bikes, Gerichtstr. 52, Mo-Sa 10-13.30, 15-20 Ihr

Brüsseler Kiez:

RAD-CORE, Brüsseler Str. 46, Tel.: 3 96 52 83,  Website

Sprengelkiez:

Brennstoffhandel und Fahrradservice, Kiautschoustraße 18, Mo.-Fr. 15-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr, Artikel

Afrikanisches/Englisches Viertel: 

Francis‘ Fahrradservice, Seestr. 103-104 (nahe Togostraße), Spezialgebiet: Aufarbeitung gebrauchter Fahrräder, Telefon: 25323323, Fax: 25323322, Website

Fahrrad Köhler, Müllerstr. 58a  Ecke Barfusstr. (U-Bhf Rehberge) Di-Sa

Gesundbrunnen:

Pank Bike, Pankstr. 27, Website

Repariererei, Fahrradwerkstatt mit Café Hochstr. 20, 0163 0000551, Artikel

Little John Bikes, Grüntaler Str. 2, Website

Fahrrad City, Gerichtstr. 84, Telefon 030 46065440

Dodaj Fahrrad Laden&Service, Wollankstr. 74

StadtRad, Brunnenstr. 100

Rückblick auf zehn Jahre im Wedding

Zehn Jahre Rückblick Wir schauen zehn Jahre zurück. Die Älteren werden sich noch erinnern: Noch im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war der Wedding für Menschen außerhalb des Wedding so attraktiv wie – sagen wir – Nordkorea. Das hatte auch Vorteile. Die Weddinger konnten die schönen Ecken ihres von Auswärtigen gemiedenen Stadtteils unter sich genießen, bei niedrigen Mieten und mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Nur wenn es ans Ausgehen ging, musste man wohl oder übel auch schon einmal den Wedding verlassen, meistens jedenfalls.

Aus und vorbei – dank des ungebremsten Zuzugs neuer Berliner aus dem In- und Ausland ist auch der Wedding mit seiner zentralen Lage in den Strudel des Immobilienmarktes geraten. Erst hatten wir kein Glück (selbst hier wurden die Wohnungen knapp), dann kam auch noch Pech dazu (die Mieten und auch die Immobilienpreise stiegen). Alteingessene Bewohner der Kieze können sich die Mieten im Wedding nicht mehr leisten. Statt von einem Lottogewinn träumt man im Wedding heute von einer bezahlbaren Wohnung. Wer umziehen muss, für den heißt es: an den Stadtrand oder weg aus Berlin. Dafür sind ganz neue Nachbarn in die Kieze gezogen, die früher einen großen Bogen um den einstigen Arbeiterbezirk Wedding gemacht hätten. Ein Trostpflaster dieser Entwicklung: Für schicke Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants müssen sie jetzt nicht mehr in den Prenzlauer Berg fahren.