Jenseits der Natur – Volksherrschaft im Garten

Ausgang mit Schild
Foto: Sulamith Sallmann

Was heißt hier Demokratie für alle? „Jenseits der Natur – Volksherrschaft im Garten“ ist ein Kunstprojekt, das ein Ökosystem als Demokratie behauptet, in der alle Lebewesen eine Stimme haben. Das Bild von Natur als stummer Ressource und kränkelnder Schutzbefohlener wird durch eine politische Gemeinschaft aller Lebewesen ersetzt. Die erste Organismen-Demokratie in Deutschland ist seit 2019 eine Grünfläche zwischen Osloer Str. 107 und 108 in Berlin. Im Mai 2020 beginnt eine neue Regierungsperiode mit dem 2. Parlament der Lebewesen: In Vertretung von 200 Spezies, von Bakterien bis zu Bäumen, entscheiden 15 Parlamentsmitglieder über die Entwicklung der Gemeinschaft. Aufgrund der Covid-19-Situation tagt das Parlament am 9. Mai 2020 digital und kann im Onlinestream mitverfolgt und kommentiert werden.

Free the Cucumber! Die unnötigsten Verpackungsärgernisse der Weddinger

Doppelverpackungen, Obst und Gemüse in Plastikfolie, Mini-Größen eingeschweißt. Über so manche Produkte kann man sich beim Einkauf einfach nur ärgern. Das sehen auch unsere Leserinnen und Leser so. Wir haben euch in unserem Newsletter gefragt, welche Verpackungen ihr als besonders unnötig empfindet. Hier die Liste der Verpackungsärgernisse:

Himmelbeet – Aktivität – Solidarität

Foto: Himmelbeet

Save the Date! Am 1. Mai startet der erste Pflanzenverkauf von 11-19 Uhr im Eingangsbereich vom himmelbeet. Wenn ihr noch auf der Suche nach Pflanzen für den Balkon oder das eigene Beet seid, solltet Ihr die zwei Termine diese Woche nicht verpassen. Wer am Freitag keine Zeit hat, kann sich auch den Sonntag, 3. Mai von 11- 19 Uhr vormerken. Zu den Abstands- und Hygieneregeln wird es Infos zum genauen Ablauf am Gartentor geben. Und auch sonst gibt es Neuigkeiten zum Himmelbeet in Corona-Zeiten.

Nur mal kurz in den Baumarkt?

Warteschlange vor dem Baumarkt

Draußen im Park liegen oder stundenlang die Sonne genießen ist im Moment etwas schwierig – Zeit also, den Balkon aus dem Winterschlaf zu holen. Baumärkte dürfen noch geöffnet haben, sie gehören in Berlin zu den systemrelevanten Betrieben. Was wäre der Deutsche auch ohne seinen Baumarkt? Wenn man sich die teilweise mehrere hundert Meter langen Schlangen vor Bauhaus, OBI, Hellweg und Co. anschaut, wird klar: Die Menschen brauchen in Zeiten der Ausgangsbeschärnkungen Beschäftigungen oder haben vielerorts Projekte in Angriff genommen, für die sie auch mal willens sind, stundenlang anzustehen.

Ein bisschen mehr Wedding bei Nextbike bitte!

Praktisch und im Moment kostenlos für die Nutzer: Das öffentlich geförderte Fahrradverleihsystem Nextbike mit seinen silber-blauen Rädern stellt eine Alternative zum Auto, zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem eigenen Fahrrad dar. Es könnte so schön sein. Nur: Im Wedding gibt es überhaupt kein flächendeckendes Stationsnetz, und die Lage der Stationen ist fast durchgängig ziemlich ungünstig. Da sollte gerade jetzt dringend nachgebessert werden!

Das neue ElisaBeet am Friedhofsrand

St Elisabeth Friedhof
Eingang zum Friedhof St. Elisabeht in der Wollankstraße. Foto Andrei Schnell

Es wird konkreter mit dem Gartenprojekt auf der Friedhofsfläche des St. Elisabeth-Kirchhofs zwischen Wollank- und Steegerstraße. Der naheliegende Name „ElisaBeet“ wurde von den Teilnehmenden der ersten Infoveranstaltung am 26. Februar gekürt. Jetzt wurde ein Fahrplan vorgestellt, wie es mit dem neuen Garten weitergehen soll.

Himmelbeet auf Friedhofserden

Friedhof
Friedhof. Foto Weddingweiser

19.02.2020 Vorsicht Fehlschluss: diese Meldung gehört nicht in die Reihe von Berichten, wonach das Himmelbeet einen neuen Standort braucht (zuletzt Weddinger Allgemeine Zeitung). Dennoch ist es eine gute Nachricht für die Gemeinschaftsgärtner, dass die evangelische Kirche sie als Ratgeber und praktische Helfer für die Friedhofsnachnutzung St. Elisabeth II in der Wollankstraße beauftragt hat. Jonathan Kuhlberger und Romain Elleboudt vom Himmelbeet suchen am Mittwoch, 26. Februar, in der Carl-Kraemer-Grundschule Mitstreiter.

St. Paul – Friedhof mit Zukunft

Friedhof St. Paul
(C) HORTEC Esther Bertele

Auf dem Friedhof St. Paul an der Seestraße sollen im Rahmen des Berliner Förderprogramms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) auf einer rund 1,2 Hektar großen Teilfläche neue grüne Nutzungen entstehen. Gemeinsam mit Anwohnern, Friedhofsbesuchern, Kitas, Schulen, sozialen und kulturellen Einrichtungen, dem NABU, Künstlerinnen und Künstlern aus der Umgebung sollen die Bereiche Umweltbildung und Naturschutz, Kunst und Kultur auf dem Friedhof entwickelt und neue Angebote und Aufenthaltsqualitäten geschaffen werden. Dazu findet am Samstag, den 22.Februar von 11 bis 12 Uhr eine Infoveranstaltung an der Seestraße 124 statt.

Was wir über die neue S 21 zum Hauptbahnhof wissen

Lassen wir mal alle Probleme beim Bau der als S 21 / City-S-Bahn bezeichneten neuen S-Bahn-Linie außen vor, die zu Planungsänderungen, Bauzeitverlängerungen und provisorischen Zwischenlösungen geführt haben. Der Bau schreitet jetzt jedenfalls weiter voran und wir können uns auf eine neue S-Bahn-Verbindung zwischen Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof freuen. Diese wird am Ende eine gute Milliarde Euro gekostet haben und frühestens Mitte 2021 eröffnet werden.