Wo Weddinger ihre Pflanzen kaufen

Echte Weddinger Gewächse sind ja unter den Bewohnern dieses Stadtteils eine Rarität geworden. Aber immerhin sorgen viele Tausend alte und neue Weddinger Einwohner dafür, dass wenigstens Gärten und Balkone immer wieder neu bepflanzt sowie sorgsam gehegt und gepflegt werden. Nur: Wo kaufen die Weddinger mit dem grünen Daumen eigentlich ihre Pflanzen? Schnell wird klar: Für eine große Auswahl muss man auch schon mal den Wedding verlassen …

Zu Besuch in der fremden Mitte von Berlin

In der Friedrichstraße. Foto: Hensel
Runde Ecken. Foto: Hensel

Kolumne Neulich war ich mal wieder in Mitte zu Gast. Das klingt vielleicht merkwürdig, denn ich wohne ja offiziell in Mitte. Genauer gesagt wohne ich, weil es ein Mensch hinter einem Schreibtisch vor fast 20 Jahren so wollte, im Ortsteil Gesundbrunnen. Doch Gesundbrunnen ist nicht meine Heimat, genauso wenig wie Mitte. Ich bin Weddingerin. Warum ich niemals sage, dass ich in Mitte wohne, fiel mir neulich bei meinem Besuch „in der Stadt“ wieder ein.

Kutschi: Einflugschneise in den nördlichen Wedding

Dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt liegt zwar nicht im Wedding, aber so dermaßen haarscharf an der Bezirksgrenze, dass auch viele Weddinger dort umsteigen, einkaufen oder essen gehen. Klar, dass wir vom Weddingweiser den Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf nicht ignorieren können. Seit jeher verkürzen die Berliner seinen sperrigen Namen zu Kutschi. Klingt ein bisschen schnoddrig und ein wenig lieblos. Aber es sagt bereits alles darüber, wie dieser Platz wahrgenommen wird.

Mein TXL. Warum ich den Flughafen Tegel liebe

Flughafen Tegel. Foto: Michael F. Mehnert/ CC BY-SA 3.0
Flughafen Tegel. Foto: Michael F. Mehnert/ CC BY-SA 3.0

Meinung „Natürlich liebe ich Tegel – ich wohne im Wedding“. Dieser Satz hat schon viele Freunde und Bekannte in der Nachbarschaft in Aufruhr versetzt. Denn dort, wo die Flieger häufiger über die Dächer düsen, gibt es einige, die sich auf eine Schließung des Flughafens freuen. Doch ich gehöre nicht dazu, ganz im Gegenteil!

Erntedank in den Bornholmer Gärten

Ein Weg in der Kleingartenanlage Bornholm 1. Foto: Hensel
Ein Weg in der Kleingartenanlage Bornholm 1. Foto: Hensel

Das Warten auf den Sommer kann man nun getrost aufgeben. Er kommt nicht mehr. Ein sicheres Zeichen dafür ist, dass jetzt schon die Zeit der Erntedankfeste beginnt. Am Wochenende (2./3.9.) schauen wir ganz am Rand unseres Stadtteils neugierig über den Gartenzaun, gehen nur ein paar Schritte in die Kleingärten der Vereine Bornholm 1 und Bornholm 2 an der Bösebrücke zum Kiez- und Erntedankfest.