Das müsst ihr zur S-Bahn-Sperrung wissen

Bauarbeiten auf einer Schiene
S-Bahn-Bauarbeiten. Foto: Andrei Schnell

Für S-Bahn-Fahrgäste kommt es dicke: Zwischen Schönhauser Allee und Greifswalder Straße werden die Gleise ausgetauscht. Das bedeutet umfangreiche Einschränkungen für die Dauer von sechs Wochen, die sich auch auf Gesundbrunnen und Bornholmer Straße auswirken. Es gibt einen Ersatzverkehr mit Bussen. Trotzdem dürfte sich für die meisten, die sonst am Bahnhof Wedding und in Gesundbrunnen in Richtung Osten zusteigen, eine weiträumige Umfahrung der Baustelle lohnen.

Ach, Reinickendorf!

Reinickendorf! Du fängst an, wo der Wedding aufhört. Und bis zur Berliner Landesgrenze kommst nur du. Auch wenn der 1920 gebildete Bezirk in Wirklichkeit aus vielen früheren Dörfern wie Tegel, Heiligensee, Hermsdorf oder Wittenau besteht. Du heißt als Bezirk so wie das Dorf, das als einziges direkt an die Stadt Berlin grenzte. Später hatten wir Weddinger sogar etwas gemeinsam mit Dir: Wir bildeten den französischen Sektor und standen beide für den eher uninteressanten Teil West-Berlins. Bei uns wohnten eben die Arbeiter (Wedding) und bei Dir die Vorstadtspießer (Reinickendorf).

Navi an die Ostsee: Tipps für die Fahrt

Die Ostsee ist in Europa das „nördliche Mittelmeer“. Vom Wedding aus ist es zwar nicht gerade nur ein Katzensprung , die Küste liegt aber auch keine halbe Weltreise entfernt. Für manch einen hat die „Badewanne der Berliner“ auch im Winter ein Wochenende lang ihren Reiz, andere buchen jetzt ihren Sommerurlaub. Hier zeigen wir euch Wege und Alternativwege ans Meer.

Wo Weddinger ihre Pflanzen kaufen

Echte Weddinger Gewächse sind ja unter den Bewohnern dieses Stadtteils eine Rarität geworden. Aber immerhin sorgen viele Tausend alte und neue Weddinger Einwohner dafür, dass wenigstens Gärten und Balkone immer wieder neu bepflanzt sowie sorgsam gehegt und gepflegt werden. Nur: Wo kaufen die Weddinger mit dem grünen Daumen eigentlich ihre Pflanzen? Schnell wird klar: Für eine große Auswahl muss man auch schon mal den Wedding verlassen …

Zu Besuch in der fremden Mitte von Berlin

In der Friedrichstraße. Foto: Hensel
Runde Ecken. Foto: Hensel

Kolumne Neulich war ich mal wieder in Mitte zu Gast. Das klingt vielleicht merkwürdig, denn ich wohne ja offiziell in Mitte. Genauer gesagt wohne ich, weil es ein Mensch hinter einem Schreibtisch vor fast 20 Jahren so wollte, im Ortsteil Gesundbrunnen. Doch Gesundbrunnen ist nicht meine Heimat, genauso wenig wie Mitte. Ich bin Weddingerin. Warum ich niemals sage, dass ich in Mitte wohne, fiel mir neulich bei meinem Besuch „in der Stadt“ wieder ein.

Kutschi: Einflugschneise in den nördlichen Wedding

Dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt liegt zwar nicht im Wedding, aber so dermaßen haarscharf an der Bezirksgrenze, dass auch viele Weddinger dort umsteigen, einkaufen oder essen gehen. Klar, dass wir vom Weddingweiser den Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf nicht ignorieren können. Seit jeher verkürzen die Berliner seinen sperrigen Namen zu Kutschi. Klingt ein bisschen schnoddrig und ein wenig lieblos. Aber es sagt bereits alles darüber, wie dieser Platz wahrgenommen wird.