Baukulturelles Erbe – Schmuckausstattung in Weddinger Mietshäusern

  Der Wed­ding wird zumeist mit Ver­wahr­lo­sung und sozia­len Pro­ble­men gleich­ge­setzt. Die­ses Stig­ma ver­deckt den Blick auf das bau­kul­tu­rel­le Erbe des Miet­woh­nungs­baus, das es zu doku­men­tie­ren, zu erfor­schen und zu erhal­ten gilt. Unse­re Autorin hat sich umgesehen.

Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappCoro­na, Coro­na!  Eini­ge beson­ders gelieb­te Türen im Wed­ding soll­ten in der kom­men­den Woche eigent­lich wie­der öff­nen… Nun hat der neu­er­li­che Lock­down die­se Plä­ne ver­ei­telt . Was geschah bis zu den neu­en Maß­nah­men, was kommt nun? Wer die Wed­ding-News gele­sen hat, der weiß, wo was los war und dem­nächst (online) sein wird. Hier kommt der Wed­ding-Sta­tus in 22 Meldungen.

7 Tage Wedding (30.10. – 5.11.)

Was tun in die­sen Zei­ten? Am 1. Novem­ber öff­net das Eri­ka-Heß-Eis­sta­di­on, teilt das Bezirks­amt mit. Ab 2.11. wer­den Frei­zeit- und Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen jedoch schon wie­der für 4 Wochen aus­ge­setzt. Bit­te ach­tet bei allen Ver­an­stal­tun­gen auf Abstand, die Ein­hal­tung von Hygie­ne­re­geln und die Maskenpflicht. 

Viel Platz für Kunst, Kochen und Kommunikation

artloft.berlin
Blick ins artloft.berlin. Im Hin­ter­grund hängt eine Arbeit des Malers Tho­mas Bo Hen­riks­son. Foto: Hensel

Rich­tig gro­ße Räu­me sind prak­tisch. Sie bie­ten viel Platz für alle mög­li­chen Nut­zun­gen. Sie sind gefragt für Hoch­zeits­fei­ern, für Fir­menevents, für Ver­an­stal­tun­gen aller Art. Wo gibt es im Wed­ding einen Ort, an dem min­des­tens x Men­schen unter­ge­bracht wer­den kön­nen? Die­se Fra­ge wird auch auf der Wed­ding­wei­ser Pinn­wand bei Face­book öfter gestellt. Je mehr Men­schen Platz fin­den sol­len, des­to schwie­ri­ger ist es, eine pas­sen­den Loca­ti­on zu fin­den – vor allem in Cono­na­zei­ten wo Abstand gebo­ten ist. Auch im Wed­ding gibt es wirk­lich gro­ße Räu­me. Einer davon befin­det sich in der Gerichts­stra­ße 23: das artloft.berlin.

Wie auf’m Dorf: Alte Straßennamen im Wedding

Foto: Samuel Orsenne bearbeitet: WeddingweiserEs gibt nur weni­ge Stra­ßen­na­men, die schon seit Mit­te des 19. Jahr­hun­derts bekannt sind. Dazu zäh­len See‑, Bad‑, Brun­nen- und Mül­ler­stra­ße, aber auch die Acker‑, Wiesen‑, Trift‑, Feld- oder Gar­ten­stra­ße. Sol­che Namen fin­det man auch auf jedem Dorf? Kein Wun­der: Der Wed­ding war ursprüng­lich eine Bau­ern­sied­lung, dann ein land­wirt­schaft­li­ches Gut, und lag immer vor den Toren der Stadt Ber­lin. Erst 1861 wur­de der Wed­ding auch offi­zi­ell Teil Ber­lins. Vie­le Namen sind jedoch schon viel älter.

Wohnen im Wedding: Die Mies van der Rohe-Häuser

Kon­trast in der Sambesistraße

Ber­lin ist bekannt für sei­ne nach dem Ers­ten Welt­krieg gebau­ten Wohn­an­la­gen. Am nord­west­li­chen Rand der Grün­der­zeit­be­bau­ung des Wed­ding, ent­lang der 1906 ange­leg­ten Afri­ka­ni­schen Stra­ße, wur­de eines der frü­he­ren Woh­nungs­bau­vor­ha­ben der Wei­ma­rer Repu­blik rea­li­siert. 1919 wur­den die schma­len Quer­stra­ßen Tanga‑, Uganda‑, Dua­la- und Sam­be­si­stra­ße von den Archi­tek­ten Mebes und Emme­rich mit nied­ri­gen Dop­pel­häu­sern bebaut.

Versteckt im Wedding (Teil 4)

Malplaquetstraße, Osramtor
Foto: Elsa G.

Über­sicht­lich in ein paar Kieze ein­ge­teilt, mit­ten­drin ver­steckt ein paar Parks und Plät­ze: der Wed­ding –  ein gro­ßer, grü­ner Dschun­gel vol­ler gro­ßer und klei­ner Beson­der­hei­ten. Die Klein­ode und höchst bemer­kens­wer­ten Schät­ze erschlie­ßen sich aber nicht jedem ober­fläch­li­chen Betrach­ter. Des­halb hel­fen wir mit unse­rer Serie ein biss­chen dabei, sie auf­zu­spü­ren. Dies­mal kom­men die Tipps von unse­rer Lese­rin Elsa.