Was, wann, wo Wedding (4. Woche)

Cover Mutter Krausens Fahrt ins Glück
Grafik Wedding Bücher

Ein Weddinger Film im City Kino Wedding! Heute um 19.00 Uhr wird „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ aus dem Jahr 1929 gezeigt. In einer Rezension heißt es: „Der Film hätte eigentlich Wedding heißen müssen, denn der Hauptdarsteller dieses Films ist nicht eine einzelne Person, sondern – Wedding.“ Vor dem Film gibt es eine Einführung und Vorstellung des gleichnamigen Buches, das unter Herausgeberschaft von Walter Frey entstanden ist, der auch die Einführung halten wird.

Demnächst im Centre Francais: Lukas Meister mit seinem Album „Leuchten“

Lukas Meister by Timmy Hargesheimer
Lukas Meister by Timmy Hargesheimer

Der 33-jährige Liedermacher Lukas Meister betritt am 30. 1. 2020 im Centre Francais  um 20.00 Uhr abermals die Bühne, bereit, mit seinem neuesten Album „Leuchten“ das Publikum zu begeistern. Zusätzlich zu älteren Songs werden auch die neuesten, unveröffentlichten Songs als Premiere gespielt!

Rückblick auf zehn Jahre im Wedding

Zehn Jahre Rückblick Wir schauen zehn Jahre zurück. Die Älteren werden sich noch erinnern: Noch im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war der Wedding für Menschen außerhalb des Wedding so attraktiv wie – sagen wir – Nordkorea. Das hatte auch Vorteile. Die Weddinger konnten die schönen Ecken ihres von Auswärtigen gemiedenen Stadtteils unter sich genießen, bei niedrigen Mieten und mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Nur wenn es ans Ausgehen ging, musste man wohl oder übel auch schon einmal den Wedding verlassen, meistens jedenfalls.

Aus und vorbei – dank des ungebremsten Zuzugs neuer Berliner aus dem In- und Ausland ist auch der Wedding mit seiner zentralen Lage in den Strudel des Immobilienmarktes geraten. Erst hatten wir kein Glück (selbst hier wurden die Wohnungen knapp), dann kam auch noch Pech dazu (die Mieten und auch die Immobilienpreise stiegen). Alteingessene Bewohner der Kieze können sich die Mieten im Wedding nicht mehr leisten. Statt von einem Lottogewinn träumt man im Wedding heute von einer bezahlbaren Wohnung. Wer umziehen muss, für den heißt es: an den Stadtrand oder weg aus Berlin. Dafür sind ganz neue Nachbarn in die Kieze gezogen, die früher einen großen Bogen um den einstigen Arbeiterbezirk Wedding gemacht hätten. Ein Trostpflaster dieser Entwicklung: Für schicke Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants müssen sie jetzt nicht mehr in den Prenzlauer Berg fahren.