Kultur pur: „2 Tage Wedding“ zum Dritten!

Konzert vorm Kakadu in der Soldiner Straße. Foto: Patrick Albertini
Konzert vorm Kakadu in der Soldiner Straße. Foto: Patrick Albertini

Das Kulturfestival 2 Tage Wedding, eine unabhängige Kultur – und Gewerbeinitiative, geht in sein drittes Jahr. Über 40 Aktive tragen am Wochenende (8./9.9.) dazu bei, einen Kontrapunkt zur bezirklich gesteuerten Kulturpolitik zu setzen und zeigen, dass Vernetzung und Eigeninitiative keine leeren Worte sein müssen. 

Wedding braucht beides: Safe Hub und Himmelbeet!

Ein Motiv aus dem Himmelbeet, das derzeit bei der Freiluftausstellung in der Müllerstraße gezeigt wird. Foto: Hensel
Lieber Freiraum … Ein Motiv aus dem Himmelbeet, das derzeit bei der Freiluftausstellung in der Müllerstraße gezeigt wird. Foto: Hensel

Meinung Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Im Wedding entsteht mit dem Safe Hub ein besonderes Projekt, das es so bis jetzt nur in Südafrika gibt. Der Bezirk verpachtet ein Grundstück für 30 Jahre, der Träger Amandla betreibt gemeinnützig ein Bildungszentrum für benachteiligte Kinder mit drei Fußballplätzen, auf denen auch Schulen und Vereine trainieren können. Der Haken: Dummerweise ist das betroffene Grundstück die Fläche des Gartenprojekts Himmelbeet. Gut, dass jetzt der Bezirksbürgermeister bei der Suche nach einem Ersatzstandort helfen will.

Wedding 2033: Wird Klein-Pauline im Wedding bleiben?

Kinder auf Laufrädern. Foto: Andreas Oertel
Zwei Kleinkinder auf Laufrädern Foto: Andreas Oertel

In jungen Jahren fiel es mir nicht leicht zu sagen: „Ich wohne im Wedding!“ Bei manchen Menschen entstand eine unangenehme Sprechpause. Andere versuchten erfolglos etwas Positives über den Stadtteil zu sagen: Da sei es ja so schön multikulti oder im Wedding sind die Mieten noch niedrig. Wenn mir ein Unternehmen eine Absage erteilte, vermutete ich, dass es meine proletarische Herkunft anhand der Postleitzahl erkannt hat. Für mich stand fest: Wenn ich groß bin, ziehe ich weg! Nun bin ich hier geblieben. 

Pflegeleichter Minigarten aus dem Wedding

Die Schulgartenbox gewann einen 3. Preis beim Umweltpreis Mitte 2018. Foto: Hensel
Die Schulgartenbox gewann einen 3. Preis beim Umweltpreis Mitte 2018. Foto: Hensel

Sie ist handlich, extrem günstig und sehr praktisch. Die Schulgartenbox wurde im Wedding entwickelt und ist für Schulklassen, Kindergartengruppen und gießfaule Balkongärtner mit wenig Platz perfekt geeignet. Wer sich an die Vorschläge von Nicole Thode hält, kann bald einen pflegeleichten Minigarten sein Eigen nennen.

Sonnenschein mit Streuseln bei Pingolino Eis

Logo vom Eisladen Pingolino (c) Foto von Susanne Haun
Logo des Eisladens. Foto: Susanne Haun

Der Kindergutschein vom Eisladen Pingolino in der Malplaquetstraße 42 ist bei den Weddinger „Gören“ gut bekannt. Mit dem Gutschein gibt es Dienstag von 14 bis 18 Uhr eine Kugel Eis, sogar mit Streuseln, gratis. Der Gutschein ist eine Zugabe zur Eistüte, die im Laufe der restlichen Woche von den Kindern oder ihren Eltern gekauft wird.

Weddinger Schüler brauchen gut ausgebildete Lehrkräfte!

Carl-Kraemer-Grundschule, Foto: Dominique Hensel
Ist das gerecht? Ausgerechnet an der Carl-Kraemer-Grundschule im armen Soldiner Kiez helfen besonders viele Quereinsteiger aus. Foto: D. Hensel

Warum müssen ausgerechnet Schulen in Kiezen mit vielen armen Menschen um gute Lehrer kämpfen – und gehen dabei oft leer aus? Das fragt die bildungspolitische Sprecherin der SPD im Abgeordnetenhaus Maja Lasić in einem Beitrag im Tagesspiegel. Im Interview mit dem Weddingweiser erklärt Maja Lasić, wie sich Quereinsteiger gerechter verteilen lassen.