Taverna Hellas: Der Grieche im Wedding

Eine Art Gaststätte steht wie kaum eine andere für die Achtziger im Westen: Griechische Spezialitätenrestaurants, noch vor 25 Jahren dutzendfach im Wedding vertreten, sind heute selten geworden. Das Taverna Hellas an der Ecke Turiner / Utrechter Straße hat als einziges im Wedding die Jahrzehnte überdauert- und das schon seit 1985. In der aktuell Krisensituation musste der Traditionsbetrieb schnell umstellen: auf Essen zum Mitnehmen und einen eigenen Lieferdienst.

Home Sweet Home: Systemrelevant

Serie Da kam heute Konrad vom Dienst nach Hause – drei Tage pro Woche ist er nun im Homeoffice und an zwei Tagen muss er noch ins Büro – und hält mir einen Zettel unter die Nase, auf dem steht, sein Bürojob sei jetzt „systemrelevant“. Für mich persönlich schon jetzt das Unwort des Jahres 2020. Systemrelevanz. Da frage ich mich, was wir Normalos sind? Ganz unten in der Nahrungskette? Beutetiere?

Weddinger Balkon-Szenen: eine Miniserie (Wahrscheinlich.)

Balkonblick

Ausblick verpflichtet: ein Balkon, der einen Park überblickt, zwei rote Klappstühle und ganz viel Zeit. Grund genug, das Geschehen zu dokumentieren. Denn es gibt weiterhin viel zu sehen.

Nach einer weiteren Woche daheim fühlt sich die neue Lage seltsam normal an. Dass eine Freundin anbietet, einem im Vorbeigehen eine Portion schwedische Kartoffelsuppe zuzustecken, wird erfreut registriert, nicht verstört hinterfragt. Und die Beobachtungen vom Balkon laufen sowohl Netflix als auch Nachrichten mühelos den Rang ab.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Osloer Straße Ecke Prinzenallee. Foto: Hensel
Osloer Straße Ecke Prinzenallee

Zwei bemerkenswerte Dinge sind in der abgelaufenen Woche passiert. Sonst hätte man wunderbar über den ersten Schnee des Winters, der uns erst Ende März ereilte und den Wedding für ein paar Minuten in ein kleines Wintermärchen verwandelt hat, schreiben können, doch in diesem Moment wirkte das Ganze wie ein schlechter Aprilscherz. Und von der Zeitumstellung auf Sommerzeit, die uns abends eine Stunde mehr Helligkeit beschert, haben wir auch nicht viel. Nur gut, dass die frostigen Temperaturen nicht gerade Lust aufs Rausgehen gemacht haben – und damit das Zuhausebleiben ein bisschen erträglicher. Hier unser nicht ganz ernst gemeinter Beitrag zum Zeitgefühl im Wedding.

Take-Away, Lieferdienst & Co. gefragt wie nie

Der Frühling ist da, und eigentlich lädt alles dazu ein, sich ans Nordufer zu pflanzen oder sich im Humboldthain fürs Acro-Yoga oder Bocciaspielen zu treffen. Auch das Stück Kuchen im Lieblingscafé und ein Besuch beim vietnamesischen Restaurant nebenan klingen verlockend. Doch die Auswirkungen der Pandemie halten immer mehr Menschen in den eigenen vier Wänden. Das bedroht natürlich vor allem Betreibende von gastronomischen Betrieben, die sonst tagtäglich das Leben in unseren Kiezen prägen. Jetzt heißt es: Take away!

Charity-Bingo zu Hause: Livestream-Glücksspiel kann auch süchtig machen

Hätte, sollte, würde. Bingo im Mastul konnte aufgrund des momentan anhaltenden Veranstaltungsverbots nicht wie gewohnt am letzten Mittwoch im März stattfinden. Doch unser Weddingweiser-Team, völligst der Sucht nach dem Glücksspiel ausgesetzt, hat sich da was einfallen lassen. Hadern wir momentan alle mit der sozialen Distanzierung von unseren liebsten Freunden, stellt sich doch schnell eine Frage: Wenn das alles vorbei ist, können wir dann überhaupt noch in die geliebten Orte und Spielstätten unserer freizeitlichen Aufeinandertreffen zurückkehren? BINGO ohne Mastul? Mastul ohne BINGO? Blöd.

Support your local: Masken aus dem Kiez

Selbstgenähte Masken
Masken in unterschiedlichsten Designs

In Asien gehören sie schon seit Jahren zum Straßenbild, in Österreich sind sie beim Einkaufen derzeit Pflicht, auch in Deutschland sieht man sie mehr und mehr: Atemschutzmasken. Während der Corona-Pandemie sind diese allerdings gerade Mangelware – auch beim medizinischen Personal. Um diesen Mangel nicht zu verschlimmern, stellen einige Weddinger Schneidereien jetzt „Mundschutz“ her. Auch wenn die Wirkung der selbst geschneiderten Masken für den eigenen Infektionsschutz umstritten ist: Zumindest kann man einige lokale Gewerbetreibende mit dem Kauf jetzt unterstützen.