Tonbank Berlin: Die Bank, die spricht

Die beiden Podcaster Stefan & Stephan
Die beiden Podcaster Stefan & Stephan

Der Podcast-Boom ist wahrscheinlich für die meisten unübersehbar, oder eher unüberhörbar. Überall sprießen neue Formate aus den Mikrofonen, von Abenteuer-Podcast, Technik-Podcasts, bis zu den Podcasts der ZEIT, erlebt dieses schon lange existierende Unterhaltungsformat gerade einen Boom. Aber Stopp! Auch aus dem Wedding kommt seit letztem Sommer ein Podcast. Tonbank-Berlin heißt er und an den Mikrofonen sind die beiden Weddinger Stefan und Stephan.

Der KneipenKult bewahrt die Kneipenkultur

Eckkneipen sterben einen langsamen Tod, auch im Wedding. Sei es eine Mieterhöhung, fehlende Nachfolger, die schwindende Kundschaft oder eine aus der Zeit geratene Optik: Ob eine traditionelle Kneipe heutzutage eine Überlebenschance hat, hängt von vielen Faktoren ab. Der Wirt Oliver Gottwald bringt viel Energie auf, um aus einem alteingesessenen Lokal das zu machen, was es früher buchstäblich an fast jeder Ecke gab: eine richtig gemütliche Kiezkneipe mit Charakter.

Kommentar: Baugesetz kein Ersatz für Mietenpolitik

Umgezogen
Wenn der Umzug zur Drohung wird. Foto: AndreiSchnell

Woran liegt es, dass die Politik sich eifrig bemüht, dem Wunsch der Wähler nach gedämpften Mieten nachzukommen und diese einfach keine Bremswirkung wahrnehmen? Nicht wenige Menschen glauben, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sie nicht nur ihren Kiez, sondern die überhaupt die Berliner Innenstadt verlassen müssen. Die Vorstellung, einmal umziehen zu müssen, wirkt auf sie wie eine Bedrohung. Die Politik tut ihr Bestes, doch die Menschen sind enttäuscht. Das liegt daran, dass die Menschen wieder politische Entscheidungen erwarten. Nur haben die Politiker, groß geworden in den Jahren der Sparsamkeit, noch nicht erkannt, dass politische Enthaltsamkeit nicht mehr das ist, was Schlimmeres verhindert.

Interview: Kira Möller unterstützt engagierte Bürger

Kira Möller
Kira Möller vom Büro für Bürgerbeteiligung im Interview. Foto: Andrei Schnell

Die 28-jährige Kira Möller ist ein Fan der Demokratie. Die Beobachtung, dass immer weniger Menschen zu Wahlen gehen, trieb sie dazu an, sich in ihrem Politikstudium mit Bürgerbeteiligung zu beschäftigen. Ihr Masterarbeit in Euopean Studies in Frankfurt/Oder schrieb sie über zufällige und doch repräsentative Auswahlverfahren für Bürgerparlamente. Schon während des Studiums arbeitete sie bei einer Agentur, die Bürgerbeteiligung organisiert. Nach einer Babypause klappte es sofort mit dem Einstieg ins Bezirksamt. Sie ist dort für das Büro für Bürgerbeteiligung verantwortlich. Im Interview des Weddingweisers stellt sich Fragen, wie Politik oder Beteiligung, das richtige Vorgehen bei den Straßenumbenennungen im Afrikanischen Viertel und was das eigentlich ist, das richtige Einbringen.

Weddingmelder-Wochenschau #5/18

Hund
Der tut nichts, der muss nicht an die Leine. Foto: Weddingweiser

Guten Morgen Wedding, schon Gassi gegangen? Wer ein braves Hundchen hat, der braucht sich vom besten Freund auch nicht an die Leine nehmen zu lassen. Denn das Gesetz zum Leinenzwang gilt nur für die Bad Dogs. Wauwauchen, die drei Jahre lang „ohne amtlich registrierte Zwischenfälle gehalten wurden“ (Tagesspiegel) dürfen weiterhin an die lange Leine. So wie Kinder eben: „Komm, wir gehen nach Hause, komm, kommst Du wohl, KOOOMMMMMMM, ich zähle sonst bis EineMillionSiebenhundertausenddrei!!!!!!“ Was sonst noch so gebellt wurde in letzter Woche, steht im Weddingmelder.

Temporary Room: Raum auf Zeit für Kunst aus aller Welt

Foto: Temporary Room

Wir berichteten vor einigen Wochen schon über Angela Klöcks Hutladen, wo im hinteren Teil der Werkstatt der „Temporary Room“ von Christopher Gerberding und Lukas Bury, immer mehr Gestalt angenommen hat. Mitte Januar wurde die Galerie mit dem aus Peking stammenden Künstler Liu Guangli, unter dem Motto „ET IN ARCADIA IN EGO“ feierlich eröffnet. Wegbegleiter, ehemalige Professoren, Freunde, Familieangehörige und Kunstinteressierte ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen und kamen dafür in den Wedding.

Ein neuer Gemeinschaftsgarten entsteht

Böttgerstaße 17 - hier entsteht ein neuer Gemeinschaftsgarten. Foto: Agrarbörse
Böttgerstaße 17 – hier entsteht ein neuer Gemeinschaftsgarten. Foto: Agrarbörse

Es sollte ein kleiner Beitrag für die Nachbarschaft werden: gemeinsame Spaziergänge mit dem Hund, ein typisches Kiezprojekt eben. Doch diese Idee scheiterte. Zum Glück, denn aus der geplanten Zusammenarbeit des Quartiersmanagement Badstraße und der Agrarbörse wurde schnell etwas ganz anderes, ein Herzensprojekt. Auf einer 619 Quadratmeter großen Fläche in der Böttgerstraße soll nun ein Gemeinschaftsgarten entstehen, gestaltet durch die Hände der Nachbarn aus dem Badstraßenkiez. An diesem Wochenende soll wieder gemeinsam am neuen Garten gearbeitet werden.