Tapas-Bar El Pepe – Kurzurlaub in der Prinzenallee

El Pepe TapasBer­lin ist wun­der­bar – da sind wir uns einig. Aber manch­mal fällt einem sogar in die­ser Stadt die (Stuck-) Decke auf den Kopf. Dann muss ein Tape­ten­wech­sel her: neue Klän­ge, neue Gerü­che, neue Geschmä­cker. Gut, dass die Wed­din­ger dafür nicht weit rei­sen müs­sen. Hin­ter einem Samt­vor­hang in der Prin­zen­al­lee beginnt schon Spa­ni­en. El Pepe macht’s möglich.

“Mercatino”: Mediterran in der Müllerstraße

Beson­ders an reg­ne­ri­schen Tagen funk­tio­niert es sehr ein­drück­lich: Denn wenn man aus der Unge­müt­lich­keit der obe­ren Mül­ler­stra­ße in Ber­lin-Wed­ding einen Blick in die­ses lang­ge­zo­ge­ne Lokal wirft, spürt man, dass hier ein etwas ande­rer Geist wirkt. Das Mer­ca­ti­no ist eines der weni­gen alt­ein­ge­ses­se­nen Geschäf­te an die­ser Stra­ße, wo sonst ein stän­di­ges Kom­men und Gehen den Rhyth­mus vor­gibt. Steht in den meis­ten gas­tro­no­mi­schen Ein­rich­tun­gen des Kiezes der nied­ri­ge Preis im Vor­der­grund, setzt die­ser Fein­kost­la­den vor allem auf Qua­li­tät. Oder soll­te man bes­ser sagen „Lebens­qua­li­tät“? Hier gibt es Oli­ven­öl aus Kre­ta, guten Kaf­fee,  medi­ter­ra­ne Fein­kost an einer The­ke und ita­lie­ni­sche Wei­ne und Grap­pa. Zusam­men­ge­hal­ten wird alles durch den Pro­prie­ta­rio Ema­nu­el Xezona­kis, der für sei­ne Kun­den immer eini­ge Wor­te übrig hat. Dass er eigent­lich Grie­che ist, spielt an die­ser Stel­le kei­ne Rolle.

Wilde Romanze mit der Stadtnatur

Führung "Ost-West-Romanze" beim Langen Tag der StadtNatur am 18. Juni 2017. Hier: an der Strelitzer Straße. Foto: Hensel
Lin­den­blü­ten ern­ten an der Stre­lit­zer Stra­ße. Foto: Hensel

Lin­den­blü­ten kann man essen, klar. Da gibt es ja auch Tee, den kennt man. Aber wie ist es mit Ahorn­blät­tern oder jun­gen Rot­bu­chen­trie­ben von der Hecke am Weg? Am Sonn­tag (18.6.) fiel eine Grup­pe von Stadt­er­kun­dern auf dem Mau­er­strei­fen an der Ber­nau­er Stra­ße dadurch auf, dass sie beim unschein­ba­ren Grün­zeug stopp­te und Blü­ten und Blät­ter ver­kos­te­te. Es war Lan­ger Tag der Stadt­na­tur und die Grup­pe war unter­wegs im Rah­men der Füh­rung „Ost-West-Roman­ze“.

GESCHLOSSEN “Feiner Hubert”: Meister, die üben

© Fei­ner Hubert

„Das Café Hubert in neu­em Gewand“, so möch­ten Hai­dar Tahmaz und Yan­nick Pfeif­fer die gas­tro­no­mi­sche Wie­der­auf­er­ste­hung in der Tege­ler Stra­ße ver­stan­den wis­sen. Das 2012 eröff­ne­te Café-Restau­rant punk­te­te von Anfang an mit guter Qua­li­tät und war damit eine Art Weg­be­rei­ter im Spren­gel­kiez. „Alle, die danach kamen, haben an uns gese­hen, dass hoch­wer­ti­ges Essen im Wed­ding funk­tio­nie­ren kann“, erzählt Hai­dar. Der 36-Jäh­ri­ge muss­te das belieb­te Hubert Ende 2016 schlie­ßen, als es zu Dif­fe­ren­zen zwi­schen den Gesell­schaf­tern des nahe gele­ge­nen, vom Hubert mit­be­trie­be­nen Wein­kon­tors Die drei Lüg­ner kam. Doch nun star­tet Hai­dar mit einem neu­en Geschäfts­part­ner neu in den Räu­men des alten Wein­kon­tors durch: als “Fei­ner Hubert”.

GESCHLOSSEN “Gourmanderie”: Der Geschmack der französischen Regionen

Janu­ar 2017 Die Spat­zen pfei­fen es von den Dächern – das in Char­lot­ten­burg behei­ma­te­te fran­zö­si­sche Restau­rant Gour­man­de­rie, wel­ches dort unter dem Namen Le Piaf bekannt wur­de, ver­lässt die Schloß­stra­ße und zieht um in den Wed­ding. Und wohin sonst als ins Cent­re Français?

Tradition im Kiez: das Valle dei Templi in der Brüsseler Straße

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Oli­ven und Brot gibt es immer zur Einstimmung

Obwohl es zu den unauf­fäl­li­ge­ren Loka­len der Stra­ße gehört, gibt es nur weni­ge, die das Val­le dei Tem­pli nicht ken­nen. Seit mehr als 14 Jah­ren ver­sorgt das Restau­rant den Kiez nun schon mit ita­lie­ni­schen Klas­si­kern wie Piz­za, Pas­ta oder Sal­tim­boc­ca. Grund genug für uns, mal wie­der vorbeizuschauen.

GESCHLOSSEN “PARMA di Vinibenedetti”: Italienische Gaumenfreuden im Wedding

Mit dem PARMA ist das ech­te Ita­li­en auf dem Tel­ler und im Glas, ein Stück „La dol­ce vita“ in der Utrech­ter Stra­ße 31. Das bedeu­tet: selbst­ge­ba­cke­nes Brot, Schin­ken vom schwar­zen Sat­tel­schwein, Käse, Wei­ne u. a. aus Umbri­en und dem Fri­aul sowie ande­re ita­lie­ni­sche Köstlichkeiten.Parma Italienische Feinkost (C) Claudia Adrian 1

Eine Rarität: Sekt aus dem Humboldthain

Horst Riewendt bei der Weinlese. Er hat den Weinberg im Humbolthain als Revierleiter anlegen lassen. Foto: Hensel
Horst Rie­wendt bei der Wein­le­se. Er hat den Wein­berg im Hum­bol­thain als Revier­lei­ter anle­gen las­sen. Foto: Hensel

Seit 1987 gibt es im Hum­boldt­hain einen Wein­berg. Er liegt etwas ver­steckt auf Flä­chen des Grün­flä­chen­am­tes an der Wie­sen­stra­ße. Aus den Trau­ben wird der Hum­boldt­hai­ner Haupt­stadt­sekt gewon­nen. Am Mitt­woch (4.10.2017) fin­det die dies­jäh­ri­ge Wein­le­se statt. Es wer­de­net­wa 200 Kilo­gramm Trau­ben geern­tet. Dar­aus kön­nen etwa 100 Fla­schen Haupt­stadt­sekt gewon­nen wer­den. Ver­sek­tet wer­den sie seit jeher in Ach­kar­ren im Kaiserstuhl.