Trattoria Vivo: Italienurlaub im Wedding

Drei Leute sitzen an einem Tisch Es gibt die­se Restau­rants, die so aus­se­hen, als wür­den sie schon seit Jah­ren exis­tie­ren. Als gehör­ten sie schon immer zum Kiez, als hät­ten sie schon seit Jah­ren die­sel­ben Stamm­gäs­te. Die Rede ist nicht von einer Ber­li­ner Eck­knei­pe oder Gast­stät­te. Die Rede ist von der Trat­to­ria Vivo, einem ita­lie­ni­schen Restau­rant, das sich unauf­fäl­lig in die Adolf­stra­ße im Anton­kiez eingliedert. 

Grus Grus: Secondhand statt Fast Fashion

Im Okto­ber letz­ten Jah­res eröff­ne­te der Second­hand-Shop Grus Grus im Wed­ding. Die Inha­be­rin ver­sucht mit Kaf­fee, Kunst und einer sorg­fäl­ti­gen Aus­wahl an bereits getra­ge­nen Klei­dungs­stü­cken eine Alter­na­ti­ve zur gän­gi­gen Tex­til­in­dus­trie zu bie­ten. Ein Anlass, unser eige­nes Kauf­ver­hal­ten zu überdenken? 

Nicht nur für Gastronomen: Suppe mit Sinn

Suppenteller von oben

Die Ber­li­ner Tafel enga­giert sich gegen Armut und Ver­schwen­dung. Mit­hil­fe von Spen­den erhal­ten so rund 300 sozia­le Ein­rich­tun­gen Lebens­mit­tel. An ihrer Akti­on „Sup­pe mit Sinn“ kön­nen sich Cafés, Restau­rants und am Ende Kon­su­men­ten betei­li­gen. Im Wed­ding sind nur weni­ge Gas­tro­no­men mit von der Partie. 

Special Offers: Weddinger Bars noch günstiger genießen

Natür­lich lie­be auch ich Ber­lin (und vor allem den Wed­ding). Und natür­lich mag ich auch die vie­len Mög­lich­kei­ten, die die Stadt bie­tet. Denn sie bedeu­ten zunächst ein­mal Frei­heit. Aber ich lei­de unter einem Luxus­pro­blem: Ich tref­fe in mei­ner Frei­zeit unger­ne Ent­schei­dun­gen. Dabei ist es mir eigent­lich oft egal. Egal, ob ich zum Kochen Jod- oder Meer­salz ver­wen­de, mei­ne Zäh­ne mit blau­er oder roter Elmex put­ze, oder in Bar A oder B lan­de. Trotz­dem über­le­ge ich oft hin und her, von hier nach da, um dann wie­der bei „hin“ zu lan­den. Doch die­ser Gedan­ken­ver­schwen­dung möch­te ich ein Ende setzten. 

Kommentar zur Lebensmittelverschwendung

Mei­nung Es war einer die­ser Aben­de, an denen alles mit einem unver­fäng­li­chen Gespräch zwi­schen Frem­den begann und mit einer lee­ren Wein­fla­sche ende­te. Irgend­wann dreh­te sich das Gespräch um die Ver­schmut­zung der Mee­re, Kli­ma­wan­del und das eige­ne Kon­sum­ver­hal­ten. Hit­zig wur­den Maß­nah­men debat­tiert, für die jedoch immer ein Gegen­ar­gu­ment in irgend­ei­nem Teil der Wert­schöp­fungs­ket­te lau­er­te. Fast zynisch schau­ten wir alle auf die lee­re Fla­sche Wein, bis sich eine der Betei­lig­ten ver­ab­schie­de­te: „Das, was momen­tan pas­siert, ist schreck­lich, aber was kann ich tun?“

Too Good to Go: Mit einer App Weddinger Lebensmittel retten

Jähr­lich wer­den mehr als ein Drit­tel aller pro­du­zier­ten Lebens­mit­tel welt­weit weg­ge­wor­fen. Die App Too Good To Go ver­sucht dem ent­ge­gen­zu­wir­ken, indem Betrie­be über­schüs­si­ges Essen kurz vor Laden­schluss zu einem güns­ti­ge­ren Preis anbie­ten. Beson­ders Cafés, Super­märk­te und Bäcke­rei­en im Wed­ding ste­hen nun im Fokus des Manage­ments. Bereits 17 Betrie­be – dar­un­ter Cafés, Ket­ten und Cate­rer – haben ein Pro­fil in der App. 

UPDATE: The Cedar – Entspannung an der Reinickendorfer Straße

Die viel­be­fah­re­ne Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße ist für vie­le Wed­din­ger nicht mehr als der Weg zur U- Bahn. Sie ist mehr Zweck, als ein Ort zum län­ge­ren Ver­wei­len – bis vor weni­gen Tagen. Denn zwi­schen der U‑Bahn-Sta­ti­on Naue­ner Platz und dem Net­tel­beck­platz lädt nun das ers­te Café zum Ver­wei­len ein: „The Cedar“.