Himmelbeet: Einigung im Streit um Gartenfläche

Ruheplatzstraße 12. Diese Adresse wird der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet noch bis Oktober 2018 haben. Dann zieht er um.
Ruhe­platz­stra­ße 12. Die­se Adres­se wird der Gemein­schafts­gar­ten Him­mel­beet noch bis Okto­ber 2018 haben. Dann zieht er um.

Der Hil­fe­ruf des Gemein­schafts­gar­tens Him­mel­beet in der Ruhe­platz­stra­ße 12 hat eini­gen Wir­bel aus­ge­löst. Das Pro­jekt hat­te befürch­tet, zuguns­ten eines Fuß­ball­bil­dungs­zen­trums für benach­tei­lig­te Kin­der und Jugend­li­chen ver­trie­ben zu wer­den (Bei­trag: Him­mel­beet befürch­tet Kün­di­gung). Nach einer Peti­ti­on, vie­len Arti­keln in den Tages­zei­tun­gen und einem Gespräch mit dem Bezirk und dem Trä­ger der künf­ti­gen Fuß­ball­schu­le gibt es nun einen Kompromiss.

Trinker vom Leopoldplatz sollen nach hinten

Platz für die Trinker auf Leopoldplatz
Hier und nur hier will Bür­ger­meis­ter von Das­sel die Trin­ker auf dem Leo sehen. Foto: And­rei Schnell

“Wir haben der Trin­ker­sze­ne gesagt, der gesam­te Leo­pold­platz kann nicht euch gehö­ren.” So lei­tet Bezirks­bür­ger­meis­ter Ste­phan von Das­sel am Frei­tag (28.4.) eine Pres­se­kon­fe­renz ein. The­ma ist die Trin­ker­sze­ne vom Leo­pold­platz. Von Das­sel will die Trin­ker wie­der auf den hin­te­ren Teil des Plat­zes in Rich­tung Turi­ner Stra­ße zurück locken. Außderm soll Ber­lins ers­ter Trink­raum, das Knor­ke, wie­der­eröff­nen. Dazu will er mit der Naza­reth­kir­che verhandeln.

Alarmstufe Rot im Himmelbeet

Schilder im Himmelbeet. Foto: HenselMei­nung Vor einem Monat war die Welt des Gemein­schafts­gar­tens Him­mel­beet noch in Ord­nung. Die neue Sai­son stand unmit­tel­bar bevor, Vor­freu­de misch­te sich mit Zuver­sicht. Vie­le neue Ideen soll­ten wach­sen und den Gar­ten mit wei­te­rem Leben erfül­len. Mehr Grün, mehr Kul­tur im Gar­ten, mehr nach­hal­ti­ge Pro­jek­te. Doch jetzt, nur einem Monat spä­ter, befürch­ten die enga­gier­ten Gemein­schafts­gärt­ner, dass das Pro­jekt vor dem Aus steht (Gemein­schaft­gar­ten Him­mel­beet befürch­tet Kün­di­gung).

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel im Interview

von dassel
Seit über 100 Tagen im Amt. Bezirks­bür­ger­meis­ter Ste­phan von Das­sel. Foto And­rei Schnell

Inter­view Der in Müns­ter gebo­re­ne Ste­phan von Das­sel ist seit dem 28. Okto­ber 2016 Bür­ger­meis­ter für den Bezirk Mit­te. Er regiert nun im ehe­ma­li­gen Rat­haus Moa­bit in einem Büro, das so groß ist, dass es für einen klei­nen Ball­saal aus­rei­chen wür­de. Dabei ist eigent­lich jemand, der auf Sta­tus­sym­bo­le ver­zich­tet. So trägt er dem Repor­ter, der etwas unge­schickt alle Hän­de voll hat, die Jacke hin­ter­her. Sogar beim Dienst­wa­gen samt Chauf­feur winkt er ab, weil er “Rad­fah­ren ein­fach für effi­zi­en­ter hält”. Mit 17 Jah­ren ist von Das­sel bei den Grü­nen ein­ge­tre­ten und blickt nun als 50-jäh­ri­ger auf eine bruch­lo­se Par­tei­kar­rie­re zurück. Auf der ande­ren Sei­te ist er jemand, der weni­ger über Par­tei­li­ni­en und mehr über “Lösun­gen für Pro­ble­me” spre­chen möch­te. Der Wed­ding­wei­ser frag­te von Das­sel nach sei­nen Zie­len für Mit­te, nach dem “Grün” in sei­ner Poli­tik und über sei­ne Plä­ne mit der Beuth-Hoch­schu­le.

Machtablösung im Bezirk

Vier von fünf Stadträten. Von links Ephraim Gothe, Stephan von Dassel, Sabine Weißler, Carsten Spallek. Foto Andrei Schnell.
Vier von fünf Stadt­rä­ten. Von links Ephraim Gothe, Ste­phan von Das­sel, Sabi­ne Weiß­ler, Cars­ten Spal­lek. Foto: And­rei Schnell

Die Kämp­fe um die Pos­ten im Bezirk Mit­te sind fast been­det. Am 27. Okto­ber wur­de das neue Bezirks­amt gewählt. (Das Bezirks­amt, das grob als eine Art Bezirks­re­gie­rung ver­stan­den wer­den kann, ist nicht zu ver­wech­seln mit dem land­läu­fi­gen Begriff vom “Amt”.) Es besteht aus fünf Stadt­rä­ten, die die Bezirks­po­li­tik in Mit­te maß­geb­lich beein­flus­sen. Wel­cher der fünf Stadt­rä­te den größ­ten Ein­fluss haben wird, wird sich in den nächs­ten Jah­ren erwei­sen. Hier eine Vor­stel­lung der zukünf­tig poli­tisch fünf ein­fluss­reichs­ten Men­schen in Mitte.

Zoff um neuen Wahlkreis in Mitte

7 Wahlkreise in 2001. Warum nicht wieder so? - Bild: www.wahlen-berlin.de / wikipedia
7 Wahl­krei­se in 2001. War­um nicht wie­der so? – Bild: www.wahlen-berlin.de / wikipedia

Ber­lin wächst und wächst. Das führt zum einen dazu, dass in Ber­lin die Woh­nun­gen knapp wer­den, zum ande­ren genügt aber auch die Anzahl der Wahl­krei­se nicht mehr. Des­halb hat der Senat am 6. Juni beschlos­sen, dass Mit­te für die Abge­ord­ne­ten­haus­wahl 2016 einen zusätz­li­chen Wahl­kreis braucht. Bis­lang zwei Vari­an­ten kur­sie­ren im Bezirks­amt, wie in Mit­te aus sechs Wahl­krei­sen sie­ben wer­den könnten.