Neues Spiel: Schließung per Durchsuchung

Polizeieinsatz
Großeinsatz nicht nur der Polizei gegen Spielhallen. Foto: Fl

Das ist kein Glückstag für die Spielhallenbetreiber im Wedding gewesen. Eben noch klingelte es lustig in der Kasse, als es plötzlich an der Tür klingelte und Spielverderber in Uniform und in Zivil den Casinoinhabern etwas genauer auf die Finger schauen wollten. Zwischen Donnerstag, dem 2. November, 14 Uhr und Freitag, dem 3. November, 23 Uhr wurden 14 so genannte „Betriebsstätten“ in Mitte durchsucht. Die meisten davon im Wedding. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) zeigte sich zufrieden mit der Aktion. In diesem Beitrag steht, was genau geschah und unten folgt der Kommentar.

Himmelbeet: Einigung im Streit um Gartenfläche

Ruheplatzstraße 12. Diese Adresse wird der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet noch bis Oktober 2018 haben. Dann zieht er um.
Ruheplatzstraße 12. Diese Adresse wird der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet noch bis Oktober 2018 haben. Dann zieht er um.

Der Hilferuf des Gemeinschaftsgartens Himmelbeet in der Ruheplatzstraße 12 hat einigen Wirbel ausgelöst. Das Projekt hatte befürchtet, zugunsten eines Fußballbildungszentrums für benachteiligte Kinder und Jugendlichen vertrieben zu werden (Beitrag: Himmelbeet befürchtet Kündigung). Nach einer Petition, vielen Artikeln in den Tageszeitungen und einem Gespräch mit dem Bezirk und dem Träger der künftigen Fußballschule gibt es nun einen Kompromiss.

Trinker vom Leopoldplatz sollen nach hinten

Platz für die Trinker auf Leopoldplatz
Hier und nur hier will Bürgermeister von Dassel die Trinker auf dem Leo sehen. Foto: Andrei Schnell

„Wir haben der Trinkerszene gesagt, der gesamte Leopoldplatz kann nicht euch gehören.“ So leitet Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel am Freitag (28.4.) eine Pressekonferenz ein. Thema ist die Trinkerszene vom Leopoldplatz. Von Dassel will die Trinker wieder auf den hinteren Teil des Platzes in Richtung Turiner Straße zurück locken. Außderm soll Berlins erster Trinkraum, das Knorke, wiedereröffnen. Dazu will er mit der Nazarethkirche verhandeln.

Alarmstufe Rot im Himmelbeet

Schilder im Himmelbeet. Foto: HenselMeinung Vor einem Monat war die Welt des Gemeinschaftsgartens Himmelbeet noch in Ordnung. Die neue Saison stand unmittelbar bevor, Vorfreude mischte sich mit Zuversicht. Viele neue Ideen sollten wachsen und den Garten mit weiterem Leben erfüllen. Mehr Grün, mehr Kultur im Garten, mehr nachhaltige Projekte. Doch jetzt, nur einem Monat später, befürchten die engagierten Gemeinschaftsgärtner, dass das Projekt vor dem Aus steht (Gemeinschaftgarten Himmelbeet befürchtet Kündigung).

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel im Interview

von dassel
Seit über 100 Tagen im Amt. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel. Foto Andrei Schnell

Interview Der in Münster geborene Stephan von Dassel ist seit dem 28. Oktober 2016 Bürgermeister für den Bezirk Mitte. Er regiert nun im ehemaligen Rathaus Moabit in einem Büro, das so groß ist, dass es für einen kleinen Ballsaal ausreichen würde. Dabei ist eigentlich jemand, der auf Statussymbole verzichtet. So trägt er dem Reporter, der etwas ungeschickt alle Hände voll hat, die Jacke hinterher. Sogar beim Dienstwagen samt Chauffeur winkt er ab, weil er „Radfahren einfach für effizienter hält“. Mit 17 Jahren ist von Dassel bei den Grünen eingetreten und blickt nun als 50-jähriger auf eine bruchlose Parteikarriere zurück. Auf der anderen Seite ist er jemand, der weniger über Parteilinien und mehr über „Lösungen für Probleme“ sprechen möchte. Der Weddingweiser fragte von Dassel nach seinen Zielen für Mitte, nach dem „Grün“ in seiner Politik und über seine Pläne mit der Beuth-Hochschule.

Machtablösung im Bezirk

Vier von fünf Stadträten. Von links Ephraim Gothe, Stephan von Dassel, Sabine Weißler, Carsten Spallek. Foto Andrei Schnell.
Vier von fünf Stadträten. Von links Ephraim Gothe, Stephan von Dassel, Sabine Weißler, Carsten Spallek. Foto: Andrei Schnell

Die Kämpfe um die Posten im Bezirk Mitte sind fast beendet. Am 27. Oktober wurde das neue Bezirksamt gewählt. (Das Bezirksamt, das grob als eine Art Bezirksregierung verstanden werden kann, ist nicht zu verwechseln mit dem landläufigen Begriff vom „Amt“.) Es besteht aus fünf Stadträten, die die Bezirkspolitik in Mitte maßgeblich beeinflussen. Welcher der fünf Stadträte den größten Einfluss haben wird, wird sich in den nächsten Jahren erweisen. Hier eine Vorstellung der zukünftig politisch fünf einflussreichsten Menschen in Mitte.

Zoff um neuen Wahlkreis in Mitte

7 Wahlkreise in 2001. Warum nicht wieder so? - Bild: www.wahlen-berlin.de / wikipedia
7 Wahlkreise in 2001. Warum nicht wieder so? – Bild: www.wahlen-berlin.de / wikipedia

Berlin wächst und wächst. Das führt zum einen dazu, dass in Berlin die Wohnungen knapp werden, zum anderen genügt aber auch die Anzahl der Wahlkreise nicht mehr. Deshalb hat der Senat am 6. Juni beschlossen, dass Mitte für die Abgeordnetenhauswahl 2016 einen zusätzlichen Wahlkreis braucht. Bislang zwei Varianten kursieren im Bezirksamt, wie in Mitte aus sechs Wahlkreisen sieben werden könnten.