Als Lehrerin im Home-Office

Das Schul­tor bleibt zu

Bis­her berich­te­ten Eltern von ihren Erfah­run­gen mit dem Home­schoo­ling. Da wur­de es Zeit, ein­mal die ande­re Per­spek­ti­ve ein­zu­neh­men. Daher kommt dies­mal eine Leh­re­rin zu Wort. Sie arbei­tet an einem Wed­din­ger Gym­na­si­um und ist Mut­ter zwei­er Kita­kin­der. Hier berich­tet sie über ihre Erkennt­nis­se als Leh­re­rin im Home-Office. 

Ex-Diesterweg: Eine Schule, keine Schule, eine Schule

Die alte Schu­le in der Put­bus­ser Stra­ße im Brun­nen­vier­tel soll wie­der eine Schu­le wer­den. Foto: Hensel

Seit acht Jah­ren steht das ehe­ma­li­ge Schul­ge­län­de in der Put­bus­ser Stra­ße 12 im Brun­nen­vier­tel leer. Der mar­kan­te oran­ge­far­be­ne Bau aus den 1970er Jah­ren ist seit 2011 unge­nutzt und ver­fällt. Nach einem lan­gen und kom­pli­zier­ten Pro­zess soll der Stand­ort nun wie­der vor allem das wer­den, was er einst war: eine Schu­le. Das haben die Bezirks­ver­ord­ne­ten auf ihrer Sit­zung Ende Novem­ber beschlossen.

Ex-Diesterweg: ps wedding will Schule plus

Zeichnung Bildungslandschaft Ex-Diesterweg
Bil­dungs­land­schaft statt bloß Schu­le. Zeich­nung aus Tisch­vor­la­ge ps wedding

19.08.2019 Neue Schu­len müs­sen her. Das ist in Ber­lin und im Wed­ding Kon­sens. Doch muss es immer Schu­le nach alter Schu­le sein? Die­se Fra­ge wur­de bei einer Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung am 12. August in der Glas­kis­te auf­ge­wor­fen. Die Initia­ti­ve ps wed­ding hat nun für das Ex-Dies­ter­weg im Brun­nen­vier­tel eine inno­va­ti­ve Bil­dungs­land­schaft vor­ge­schla­gen. Das wäre Schu­le plus viel mehr. 

Ex-Diesterweg: Runder Tisch soll vermitteln

Sabine Horlitz
Sabi­ne Hor­litz vom Non-Pro­fit ps.wedding ver­tei­digt ihr Pro­jekt. Foto: And­rei Schnell

06.05.2019 Wie­der eine neue Wen­dung beim Ex-Dies­ter­weg-Gym­na­si­um im Brun­nen­vier­tel: Bei einer Info­ver­an­stal­tung am 2. Mai stimm­ten die Stadt­rä­te für Schu­le, Cars­ten Spal­lek (CDU), und für Stadt­ent­wick­lung, Ephraim Gothe (SPD), einem Run­den Tisch zu. Wie­der ein­mal ist offen, wie es mit dem Gelän­de wei­ter­geht. Aktu­ell wird gestrit­ten, ob Abriss und Schul­neu­bau kom­men soll oder ob es doch noch eine Mög­lich­keit gibt, das alter­na­ti­ve, gemein­wohl­ori­en­tier­te Pro­jekt von ps wed­ding auf der Flä­che unterzubringen.

Ein neuer Typ Schule an der Reinickendorfer Straße

Gra­fik: Bru­no Fio­ret­ti Mar­quez Architekten

Sehr zügig will der Senat in den kom­men­den Jah­ren den Neu­bau von elf neu­en Grund­schu­len vor­an­trei­ben – dar­un­ter auch an der Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße an der Ecke zur See­stra­ße. Schon im Jahr 2022 könn­ten dort ers­te Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein­ge­schult wer­den und die über­vol­len Grund­schu­len im Wed­ding damit ent­las­ten – wenn alles glatt geht und wenn der Flä­chen­kon­flikt mit dem benach­bar­ten “Schul-Umwelt-Zen­trum Mit­te” geklärt ist. 

Wir kriegen die Krise: So war 2018

Foto: Hen­sel

Teil 2 unse­res Jah­res­rück­blicks: Der Irr­sinn in die­ser Stadt geht auch am Wed­ding nicht spur­los vor­bei. Ob Zwei­te-Rei­he-Par­ker, gesperr­te Tram­stre­cken oder Die­sel­ver­bot, oft geht nichts mehr im Stra­ßen­ver­kehr. Doch zum Glück gibt es genug ande­re Grün­de, mit sich und dem Wed­ding im Rei­nen zu sein. 

Wedding 2033: Wird Klein-Pauline im Wedding bleiben?

Kinder auf Laufrädern. Foto: Andreas Oertel
Zwei Klein­kin­der auf Lauf­rä­dern Foto: Andre­as Oertel

In jun­gen Jah­ren fiel es mir nicht leicht zu sagen: „Ich woh­ne im Wed­ding!“ Bei man­chen Men­schen ent­stand eine unan­ge­neh­me Sprech­pau­se. Ande­re ver­such­ten erfolg­los etwas Posi­ti­ves über den Stadt­teil zu sagen: Da sei es ja so schön mul­ti­kul­ti oder im Wed­ding sind die Mie­ten noch nied­rig. Wenn mir ein Unter­neh­men eine Absa­ge erteil­te, ver­mu­te­te ich, dass es mei­ne pro­le­ta­ri­sche Her­kunft anhand der Post­leit­zahl erkannt hat. Für mich stand fest: Wenn ich groß bin, zie­he ich weg! Nun bin ich hier geblieben.