Die beste Pizza im Wedding

Pizza im Antik Café in der Nazarethkirchstraße. Foto: Andreas Oertel
Foto: Andreas Oertel

Pizza kommt für viele einfach nur aus dem Tiefkühlfach. Oder aus der Pizzeria: Und von dieser Art Schnellrestaurant haben wir im Wedding mehr als genug. Gar nicht so leicht, über das große Angebot an (unter)durchschnittlichen Pizzen hinwegzusehen, um die wirklich Besten ihrer Zunft zu finden. Wir haben euch Leserinnen und Leser gefragt und je nach Häufigkeit der Antworten die fünf besten Pizzabäcker im Wedding und in Gesundbrunnen ermittelt.

GESCHLOSSEN Antik Café: Ein neuer Stern am Leo

Anne und Haidar, die Betreiber des Antik Cafés in der Nazarethkirchstraße. Foto: Andreas Oertel
Anne und Haidar, die Betreiber des Cafés. Foto: A. Oertel

Zu West-Berliner Zeiten war der Leopoldplatz für mich der Nabel der Welt. Karstadt, C&A und der kleine CD-Laden zogen mich mindestens einmal in der Woche in die Müllerstraße. Dann war ich lange nicht da … bis mir ein Freund einen neuen Laden in der Nazarethkirchstraße 38 empfahl. „Im Antik Café werden alle Sinne angesprochen, das musst du dir anschauen!“ – mit diesem Satz lobte er das Café und weckte meine Neugier. An einem sonnigen Oktobertag mache ich mich auf den Weg.

Ein Abend mit „ART & PIZZA“

Es ist Donnerstagabend, 19 Uhr. Noch schnell beim Supermarkt einkaufen. In diesem Fall beim Netto um die Ecke, in der Gerichtstraße. Aber anstatt mich in die Kassenschlange einzureihen, sehe ich eine Menschentraube vor der Druckbar Wedding. Leute sitzen auf der Straße. Ein Hund rennt hinter einem Stöckchen her. Ein Kind krabbelt munter auf dem Asphalt. Auf den Tischen liegen Holzbretter mit einer zungenförmigen Pizza. Unter den Holzbrettern ist jeweils ein Klarsichtfolie mit einem Siebdruck zu sehen. Auf einer Tafel steht: Ab 19 Uhr Art und Pizza.

Ristorante La Sera: Pizza geht immer

Das Ristorante La Sera in der Brunnenstraße. Foto: Hensel
Das Ristorante La Sera in der Brunnenstraße. Foto: Schnell

Ich stelle mir vor, es ist ein lauer Sommerabend. Vor dem neuen italienischen Restaurant in der Brunnenstraße stehen die Tische unter freiem Himmel. Pizza wird serviert, Wein wird nachgeschenkt, das Tischgespräch ist angenehm und anregend. Wir essen, nehmen einen Schluck und plaudern den Abend weg. Was gibt es Schöneres! Das klingt nicht nach Brunnenstraße? Nun ja, wir werden sehen. An einem Montag Mitte März hat in der Brunnenstraße 79 jedenfalls das Ristorante La Sera eröffnet. Damit sind wir dieser Vorstellung schon ein ganzes Stück weiter.

Café Moccachino: Das Beste aus zwei Welten

Moccachino Filiale Schwyzer Straße

Aus dem Türkischen den „Mocca“, vom italienischen „Cappuccino“ den zweiten Namensteil, und für die Kunden das Essen, das ihnen aus jeder Küche am besten schmeckt: So kann man das Konzept der beiden Café-Restaurants namens „Moccachino“ beschreiben. Ob in einem früheren Blumengeschäft am Friedhof Seestraße oder im Neubau an der Ecke Schwyzer/Barfusstraße: Jede Filiale hat eine gemeinsame Speisekarte, passt sich aber flexibel an die Bedürfnisse der Nachbarschaft an.

Schiller-Oase: Der Grill macht’s

Gastronomie kennt der Schillerpark erst seit wenigen Jahren – und doch kommt es einem vor, als ob es die „Schiller-Oase“ schon immer gegeben hätte. In der Nordostecke des hundertjährigen Parks wurde aus dem Jugendstil-Toilettenhäuschen ein Mini-Restaurant. Masoud Nayeb ist so etwas wie die gute Seele der einzigen Gaststätte weit und breit. Der rührige Vollblut-Gastronom hat Wurzeln in Norditalien und im Iran – eine Mischung, die gut in den multikulturellen Wedding passt.

Tradition im Kiez: das Valle dei Templi in der Brüsseler Straße

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Oliven und Brot gibt es immer zur Einstimmung

Obwohl es zu den unauffälligeren Lokalen der Straße gehört, gibt es nur wenige, die das Valle dei Templi nicht kennen. Seit mehr als 14 Jahren versorgt das Restaurant den Kiez nun schon mit italienischen Klassikern wie Pizza, Pasta oder Saltimbocca. Grund genug für uns, mal wieder vorbeizuschauen.

GESCHLOSSEN Dodici Café Restaurant: Zwölf auf türkisch heißt „oniki“

Dodici Osloer Straße

Die meisten Kiezbewohner werden sich noch mit Wehmut an die alte Postfiliale an der Osloer Straße erinnern. Von innen nicht sonderlich nett anzuschauen und meistens völlig überfüllt, fehlt sie dieser Tage doch dringender denn je. Heute erinnert nur noch ein Briefkasten an diese Zeit. Statt dessen haben sich die ehemaligen Räumlichkeiten der Post nach Umbauarbeiten, die über ein Jahr gedauert haben, zu einem aufwendig gestalteten Café-Restaurant namens Dodici (italienisch für die Zahl zwölf) gemausert.