Ein Haus der Hilfe für den Wedding

Haus der Hilfe
Hier soll das Haus der Hil­fe ent­ste­hen. Foto: Tay­l­an Kurt

In der Mül­ler­stra­ße 150, ehe­mals Stand­ort einer Bank­fi­lia­le, soll im Herbst ein „Haus der Hil­fe“ ent­ste­hen. In einem Gast­bei­trag schreibt der Bezirks­po­li­ti­ker Tay­l­an Kurt (Bünd­nis 90/Die Grü­nen), war­um er das ber­lin­wei­te Modell­pro­jekt am Leo­pold­platz so wich­tig fin­det und war­um es Pro­ble­me lösen könnte.

Mit dem Skizzenbuch durch die Stadt

Katrin Merle mit ihren Zeichnungen
Kat­rin Mer­le mit ihrer Zeich­nung, mit der sie den Pla­kat­wett­be­werb gewon­nen hat. Foto: Hensel

Ein alter Back­stein­bau steht male­risch inmit­ten von Büschen und Bäu­men. Wie ein ver­wun­sche­nes Schloss sieht das Gebäu­de aus. Im ver­gan­ge­nen Som­mer hing das Bild von Kat­rin Mer­le rie­sen­groß auf dem Mit­tel­strei­fen der Mül­ler­stra­ße. Mit ihrer kolo­rier­ten Zeich­nung der Wie­sen­burg hat­te die Künst­le­rin aus Herms­dorf den Pla­kat­wett­be­werb „Mein Wed­ding“ gewon­nen. Ein Atelierbesuch.

Lokale Läden rund um die Müllerstraße unterstützen

Alte und neue Geschäftshäuser
Mül­ler­stra­ße: Wer hier ein­kauft, unter­stützt loka­le Unternehmen.

Natür­lich wür­de es am meis­ten hel­fen, wenn ein­fach alles wie­der nor­mal wäre – so wie vor Coro­na. Das wäre am bes­ten für Kul­tur, Sozi­al­le­ben, Wirt­schaft, Sport und für Unter­neh­mer. Doch weil das nicht so ist, ist Soli­da­ri­tät und Unter­stüt­zung gefragt wie nie. Am effek­tivs­ten für Unter­neh­men sind wahr­schein­lich die gro­ßen Instru­men­te wie Kurz­ar­bei­ter­geld und Finanz­hil­fen. Doch es hel­fen natür­lich auch klei­ne Din­ge. Der Bezirk Mit­te bei­spiels­wei­se ver­sucht, mit sei­nem Mit­teln Unter­neh­men in der Mül­ler­stra­ße zu unter­stüt­zen und hat den Mül­ler­stra­ßen-Fly­er „Sup­port Your Local Mül­ler­stra­ße“ reno­viert, ergänzt und neu gedruckt.

Verkehrswende: Es ploppt nicht auf der Müllerstraße

Tem­po­rä­re Rad­spur im Juni 2019

04.09.2020 Wenn sich in den zustän­di­gen Behör­den bei der Ver­kehrs­wen­de für den Wed­ding vie­les im Kreis dreht und nur wenig vor­wärts geht, dann geht es dem einen noch immer viel zu schnell und dem ande­ren extrem zu lang­sam. Nur weni­ge The­men spal­ten die Gesell­schaft der­art stark. Aber wor­an liegt es, dass im Wed­ding die Rad­we­ge nicht auf­plop­pen, wäh­rend ande­re Bezir­ke zahl­rei­che tem­po­rä­re Rad­we­ge einrichten? 

Vieles neu im Centre Français

Anaëlle Cabon, Gustave Frank (Mitte) und Florian Fangmann vor dem Centre Francais
Anaël­le Cabon, Gust­ave Frank (Mit­te) und Flo­ri­an Fang­mann vor dem Cent­re Fran­cais. Foto: Hensel

Ins Kino gehen, an einem Jugend­aus­tausch teil­neh­men, jun­ge Men­schen aus Frank­reich ken­nen­ler­nen, im Gemein­schafts­gar­ten aktiv wer­den: Im Cent­re Fran­çais kön­nen Besu­cher vie­le ver­schie­de­ne Din­ge tun. Auch eine Über­nach­tung im impo­san­ten 60er-Jah­re-Bau in der Mül­ler­stra­ße ist mög­lich. Ab Sep­tem­ber ändert sich jedoch die Orga­ni­sa­ti­on, die Aus­rich­tung der Beher­ber­gung und auch im Bereich Gas­tro­no­mie gibt es Veränderungen.

 

 

 

Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.

Mein Wedding 2020: Die Plakate kommen!

Die Jury bei der Auswahl
Die Jury bei der Aus­wahl der bes­ten Arbei­ten. Foto: Susan­ne Haun

Ab 15. August wer­den sie wie­der da sein, die Pla­ka­te auf dem Mit­tel­strei­fen der Mül­ler­stra­ße. An die­sem Tag eröff­net die Frei­luft­aus­stel­lung „Mein Wed­ding 2020“. Zu sehen sein wer­den zwölf Pla­ka­te, so groß wie die Wahl­pla­kat­wän­de. Die Eröff­nung der Aus­stel­lung fin­det auch in der Mül­ler­stra­ße statt, anders als in den Vor­jah­ren jedoch ziem­lich weit nörd­lich, im Gemein­schafts­gar­ten „Rote Bee­te“ am Cent­re Fran­cais in der Mül­ler­stra­ße 75. Die kos­ten­freie Ver­nis­sa­ge beginnt um 11 Uhr.

Weshalb die Schließung Karstadts dem Untergang der Titanic ähnelt

Foto: Andaras Hahn

Bei der aktu­el­len Schlie­ßung von Kar­stadt in der Mül­ler­stra­ße 25 im Wed­ding kommt man nicht umhin als an den Unter­gang der Tita­nic zu den­ken. Die Gemein­sam­kei­ten zwi­schen dem Schiff und dem mitt­ler­wei­le schon 40 Jah­re alten Kauf­haus sind kaum zu über­se­hen: Bei­de sind groß, luxu­ri­ös und viel­fäl­tig, bie­ten Essen an und erstre­cken sich über meh­re­re Stockwerke.