Reppins Kartoffelladen: Landluft inklusive im Wedding

Ein biss­chen Land­luft schnup­pern, das geht auch mit­ten im Wed­ding. Als Bau­er Hei­ko Rep­pin vor unse­rem Tref­fen fri­sches Obst, Gemü­se, Eier oder Fleisch für sei­nen „Kar­tof­fel­la­den“ in der Lüde­ritz­stra­ße 20 ablie­fert, gibt es ein gro­ßes Hal­lo auf dem Bür­ger­steig. Ein biss­chen wie auf dem Dorf ist das, ein Dorf wie Kreve­se in der Alt­mark, wo der Hof der Rep­pins steht, 156 Kilo­me­ter von Ber­lin ent­fernt. „Den Hof habe ich 1995 von mei­nem Vater über­nom­men“, erzählt der Alt­mär­ker, der sei­ne Land­wirt­aus­bil­dung im Wend­land absol­viert hat.

Support your local Änderungsschneiderei

Änderungsschneiderei Black LadyDas gibt es wirk­lich in jedem Kiez: Eine Ände­rungs­schnei­de­rei. Fast jede bie­tet jetzt Mund­schutz / Nasen­schutz-Mas­ken an – denn ab Mon­tag gilt eine Mas­ken­pflicht für die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel in Ber­lin. Wir haben die Schnei­de­rei Black Lady im Afri­ka­ni­schen Vier­tel besucht.

Straßenumbenennungen: Widerspruch ist teuer!

Maji-Maji-Allee, Anna-Mun­gun­da-Allee, Man­ga-Bell-Platz und Cor­ne­li­us-Fre­de­ricks-Stra­ße statt Peter­s­al­lee, Nach­tig­al­platz und Lüde­ritz­stra­ße? Las­sen wir an die­ser Stel­le die längst abge­schlos­se­ne Dis­kus­si­on über die Not­wen­dig­keit der Umbe­nen­nun­gen von Stra­ßen im Afri­ka­ni­schen Vier­tel ein­mal bei­sei­te. Das Ver­fah­ren ist inzwi­schen fast zum Abschluss gekom­men – der vor­erst letz­te Akt war die Ertei­lung von 127 Wider­spruchs­be­schei­den an Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner. Für die ent­hielt das Schrei­ben des Bezirks­amts vom 22. Dezem­ber eine böse Überraschung.

Deko-Fahrrad in einem Musterappartement

Die Besichtigung

Dies ist die Ergän­zung zum Arti­kel „Wenn der Inves­tor kommt“, wel­cher sich in der Lüde­ritz­stra­ße abspielt. Der fol­gen­de Text bezieht sich ein­zig auf die Gewer­be­räu­me im Erd­ge­schoss. Es ist emp­feh­lens­wert, den Aus­gangs­ar­ti­kel zuvor zu lesen. 

Rück­blick.
Mit­te März luden die neu­en Mie­ter der Gewer­be­räu­me zur Besich­ti­gung ein. Nach aller­lei Dreck, Nacht­lärm sowie Unge­wiss­heit, eine Metho­de um mit der Nach­bar­schaft in Kon­takt zu kom­men. Auch wenn ich kein Mie­ter des Hau­ses bin, war ich per­sön­lich dort und so ent­stand die­ser Text:

Des Schneiders neue Räume

Vik­tor Ankobea
© Andaras Hahn

Die­ser Arti­kel beginnt bereits mit einer klei­nen Lüge, denn Vic­tor Ankobea ist nicht nur Schnei­der, son­dern eigent­lich Schnitt­tech­ni­ker, aber dazu spä­ter mehr. Wenn man die lau­te See­stra­ße ver­lässt, in die Lüde­ritz­stra­ße biegt und Rich­tung Him­mel guckt, dann sieht man Wim­pel im Wind flat­tern. Akku­ra­te, bun­te Drei­ecke, wel­che über die gesam­te Stra­ßen­brei­te gespannt sind. Der Wind spielt mit ihnen. Es sind die Über­bleib­sel des Stra­ßen­fes­tes im Som­mer 2018. Mit­or­ga­ni­siert von Vic­tor Ankobea. Ver­an­kert und wohn­haft im Kiez und Inha­ber des Ladens Vian­ko Mode seit 2004.

Handwerkskunst bei Antares Keramik und Töpferei Schwarz

 

Eine Töp­fe­rei und eine Kera­mik­werk­statt muss­ten nach 42 Jah­ren umzie­hen – die Mie­te in der Lüde­ritz­stra­ße war ein­fach zu hoch. Die Werk­statt kam gleich um die Ecke an einem neu­en Stand­ort unter – das Hand­werk bleibt uns also im Afri­ka­ni­schen Vier­tel erhalten.

 

Mit Puntolingua im Wedding italienisch lernen

In der Lüde­ritz­stra­ße 11 ist schon seit 2012 die klei­ne aber fei­ne Sprach­schu­le Pun­to­lin­gua zu fin­den. Wer qua­li­fi­ziert ita­lie­nisch ler­nen möch­te, ist hier genau rich­tig. Beim Betre­ten der Schu­le ist das ita­lie­ni­sche Flair spür­bar, als aner­kann­ter Prü­fungs­ort kön­nen hier CELI.Sprachzertifikate erwor­ben wer­den. Das Zer­ti­fi­kat gilt der­zeit als renom­mier­tes­te ita­lie­ni­sche Sprach­zer­ti­fi­kat und dient als Ein­tritts­kar­te für ein Hoch­schul­stu­di­um in Ita­li­en. Poten­zi­el­len Arbeit­ge­bern gegen­über wer­den so gute Ita­lie­nisch-Kennt­nis­se ausgewiesen.

Versteckt im Wedding (Teil 2)

Der Wed­ding ist über­sicht­lich in ein paar Kieze ein­ge­teilt, dazu ein paar Parks und Plät­ze. Fer­tig ist das Bild vom grau­en Ghet­to am Rand der Ber­li­ner Innen­stadt. So scheint es zumin­dest. In Wirk­lich­keit ist der Wed­ding ein rie­si­ger grü­ner Dschun­gel vol­ler gro­ßer und klei­ner Beson­der­hei­ten. Die Klein­ode und höchst bemer­kens­wer­ten Schät­ze erschlie­ßen sich aber nicht jedem ober­fläch­li­chen Betrach­ter. Des­halb hel­fen wir mit unse­rer Serie ein biss­chen dabei, sie aufzuspüren.