Deko-Fahrrad in einem Musterappartement

Die Besichtigung

Dies ist die Ergänzung zum Artikel „Wenn der Investor kommt“, welcher sich in der Lüderitzstraße abspielt. Der folgende Text bezieht sich einzig auf die Gewerberäume im Erdgeschoss. Es ist empfehlenswert, den Ausgangsartikel zuvor zu lesen.

Rückblick.
Mitte März luden die neuen Mieter der Gewerberäume zur Besichtigung ein. Nach allerlei Dreck, Nachtlärm sowie Ungewissheit, eine Methode um mit der Nachbarschaft in Kontakt zu kommen. Auch wenn ich kein Mieter des Hauses bin, war ich persönlich dort und so entstand dieser Text:

Des Schneiders neue Räume

Viktor Ankobea
(c) Andaras Hahn

Dieser Artikel beginnt bereits mit einer kleinen Lüge, denn Victor Ankobea ist nicht nur Schneider, sondern eigentlich Schnitttechniker, aber dazu später mehr. Wenn man die laute Seestraße verlässt, in die Lüderitzstraße biegt und Richtung Himmel guckt, dann sieht man Wimpel im Wind flattern. Akkurate, bunte Dreiecke, welche über die gesamte Straßenbreite gespannt sind. Der Wind spielt mit ihnen. Es sind die Überbleibsel des Straßenfestes im Sommer 2018. Mitorganisiert von Victor Ankobea. Verankert und wohnhaft im Kiez und Inhaber des Ladens Vianko Mode seit 2004.

Kiez-Handwerkskunst: Antares Keramik und Töpferei Schwarz

Die Töpferei Schwarz, seit 2007 im Verbund mit Antares Keramik, war über 42 Jahre eine feste Institution im Afrikanischen Viertel. Nachdem durch einen Eigentümerwechsel die Miete angehoben wurde, musste das Atelier letztes Jahr gezwungenermaßen ausziehen. Zum Glück konnte die Werkstatt aber in der Nähe bleiben.

Mit Puntolingua im Wedding italienisch lernen

In der Lüderitzstraße 11 ist schon seit 2012 die kleine aber feine Sprachschule Puntolingua zu finden. Wer qualifiziert italienisch lernen möchte, ist hier genau richtig. Beim Betreten der Schule ist das italienische Flair spürbar, als anerkannter Prüfungsort können hier CELI.Sprachzertifikate erworben werden. Das Zertifikat gilt derzeit als renommierteste italienische Sprachzertifikat und dient als Eintrittskarte für ein Hochschulstudium in Italien. Potenziellen Arbeitgebern gegenüber werden so gute Italienisch-Kenntnisse ausgewiesen.

Versteckt im Wedding (Teil 2)

Der Wedding ist übersichtlich in ein paar Kieze eingeteilt, dazu ein paar Parks und Plätze. Fertig ist das Bild vom grauen Ghetto am Rand der Berliner Innenstadt. So scheint es zumindest. In Wirklichkeit ist der Wedding ein riesiger grüner Dschungel voller großer und kleiner Besonderheiten. Die Kleinode und höchst bemerkenswerten Schätze erschließen sich aber nicht jedem oberflächlichen Betrachter. Deshalb helfen wir mit unserer Serie ein bisschen dabei, sie aufzuspüren.

Fredericks: Happy End am neuen Ort

Die beiden Betreiber, Eddi (l.) und Serdal

Ein Café ist 2018 ein paar Meter weiter gezogen. Das wäre keine große Geschichte, wenn es sich nicht um das Fredericks in der Lüderitzstraße handeln würde. Dessen Betreiber Eddi hatte an seinem alten Standort riesiges Pech. Aber die Geschichte ist gut ausgegangen, und am Ende ist die Lösung ein großer Glücksfall für den Kiez.

„L’Af“: Buntes Straßenfest in der Lüderitzstraße

Die Lüderitzstraße hat in letzter Zeit viele Schlagzeilen produziert. Sie soll auf Beschluss der Bezirksverordneten einen neuen Namen bekommen, da der Namensgeber nicht weiter geehrt werden soll. Zuletzt war die Ecke zur Kameruner Straße in den Schlagzeilen, da ein vernachlässigtes und illegal bewohntes Haus von der Polizei geräumt werden musste. Nichtsdestotrotz ist die Lüderitzstraße eine lebendige Straße voller kreativer Läden und Werkstätten. Eine neuer Verein mit dem Namen „Ladenstraße Afrikanisches VIertel e.V.“ stellt am Samstag, den 2. Juni ein Straßenfest auf die Beine.

Neue Straßennamen, alte Probleme

Nun ist es beschlossene Sache: Die drei umstrittenen Straßennamen im Afrikanischen Viertel werden durch neue Namen ersetzt, so hat die Bezirksverordnetenversammlung entschieden. Für den Nachtigalplatz und die Lüderitzstraße sind die Namen Bell-Platz und Cornelius-Fredericks-Straße vorgesehen. Für die Petersallee sind sogar zwei neue Namen beschlossen worden. Der Westteil soll Maji-Maji-Allee, der Ostteil Anna-Mungunda-Allee heißen.