CakeAvenue: Torten so bunt wie das Leben

Scheidungstorte

Wenn zwei Schwestern zusammenkommen und sich einen Traum erfüllen, kann etwas ganz Besonderes daraus werden. So haben Burcu Savumlu und Gamze Özgül schon vor drei Jahren ihre Tortenbäckerei namens CakeAvenue eröffnet. Befand sich die Manufaktur anfangs an der Brunnenstraße, ist sie im April in die Lüderitzstraße gezogen, eine typische Weddinger Nebenstraße. Kein Problem, denn auf Laufkundschaft ist der Laden überhaupt nicht angewiesen.

Straßenumbenennung: Pro und Contra zum Juryverfahren

Afrikanisches Viertel, Kameruner Straße Ecke Togostraße
Kameruner Straße Ecke Togostraße

Zum Verfahren, wie die Vorschläge für neue Straßennamen im Afrikanischen Viertel erarbeitet wurden, hat es viel Kritik gegeben. Die Anwohner seien nicht beteiligt, Bürgervorschläge ignoriert und Wissenschaftler nicht involviert worden, so die Vorwürfe. Daniel Gollasch vom Kreisvorstand Mitte von Bündnis 90/Die Grünen verteidigt das Vorgehen der Jury, die nur ausgeführt habe, was das Bezirksparlament beschlossen hat. Anwohner Joachim Faust wünscht sich jedoch eine Aufarbeitung des Juryverfahrens, eine unzweifelhafte Namensgebung und einen bürgernahen Umgang mit den Betroffenen.

Neue Straßennamen: Die Chance der Debatte

infostele-afrikanisches-viertel
Infostele „Afrikanisches Viertel“

Aktualisiert: Kommentar Wir haben viele Jahre Diskussion hinter uns, in denen es um die gut gemeinte Umbenennung von Straßen im Afrikanischen Viertel geht. Niemand will, dass mit Straßennamen Kolonialverbrecher geehrt werden. Die aktuelle Debatte kann viel dazu beitragen, handwerkliche Fehler bei den neuen Straßennamen zu vermeiden.

Umstrittene neue Namen im Afrikanischen Viertel

Aktualisiert 6.6.17 Der Gesang der Nachtigall aus den nahen Rehbergen ist es nicht, dem der Nachtigalplatz seinen Namen verdankt. Vielmehr wird der als Kolonialist geltende Forscher Gustav Nachtigal geehrt. Auch Adolf Lüderitz, der sich große Ländereien mit Tricksereien erschwindelte, wird mit einer Straße im Wedding gewürdigt. Damit, dass ihre Namen aus dem Straßenbild getilgt werden, möchte der Bezirk Mitte diese Personen nicht mehr ehren.  Nach massiver Kritik an einem der ausgewählten Namen fordert die Bezirksstadträtin jetzt die Jury auf, eine Ersatznominierung vorzunehmen.

Weddingmelder- Wochenschau #10/17

Hunde, die bellen, beißen ja bekanntlich nicht. Wenn sie aber in der Wohnung allein gelassen werden, ruft das durchaus schon mal tierliebe Weddinger auf den Plan. Wir kümmern uns hier nämlich umeinander – ob Mensch oder Getier. Dass sich aber nun ausgerechnet das Kulturamt Mitte hier einmischt und unsere Eckkneipen fördert? Dass finden wir spitze – Nostalgie hin oder her. Was sonst noch so vor und zurück ging im Wedding, das lest ihr wie immer in unserer Wochenschau.

Café Zaunkönig: Ein Spielplatz mitten im Café

Das Familiencafé Zaunkönig in der Lüderitzstraße. Foto: Hannah Beitzer
Stefanie im Café Zaunkönig.

Kinder sind das tollste auf der Welt, eh klar. Doch ein Café-Besuch mit ihnen ist zuweilen… naja… besonders. „Mama, schau mal, was ich gemalt habe!“ – „Mama, mir ist langweilig!“ – „Mama, was soll ich jetzt spielen?“ Währenddessen verdreht die kinderlose Freundin, die gerade mit einem beratschlagen möchte, wie man denn nun die Demokratie vor trump-artigen Autokraten retten kann, die Augen. Schaut auf ihr Handy. Mensch, Mutti!

Irgendwas mit Keilerei und Kolonialem: Die Weddingmelder-Wochenschau #5/17

Im schönsten aller Berliner Stadtteile darf es gern auch mal etwas wilder zugehen, oder?

Dieses Mal traf der Wedding allerdings auf eine fuchswilde Wildschwein-Rotte, die ihrerseits recht aggressiv gegen Besucher der Rehberge vorging. Oder war es vielleicht doch umgekehrt? Die Polizei griff jedenfalls ein – und eskalierte mit unfasslichen 18 Schuss auf den 200-Kilo-Keiler. Hat da jemand etwa den Schuss nicht gehört? Oder den Knall vom Wedding? Alles Weitere gibt es jetzt erst eimal in der Weddingmelder-Wochenschau.

FLOP Bar: jetzt gibt’s Bier vom Fass 

Bier Zapfanlage Flop BarSimon ist extra aus Tempelhof in den Wedding gekommen. Der studierte Musiker kennt die FLOP-Bar von Anfang an, also seit drei Jahren. Auf der Bühne hat der 38-Jährige natürlich auch schon beim Musizieren mitgemacht. „Hier ist es schön entspannt, und man kommt unheimlich schnell mit netten Menschen ins Reden.“ Das stimmt, der in Rot- und Gelbtönen beleuchtete Tresen im hinteren Bereich der Bar zieht die Gäste der ansonsten schummrigen Bar magisch an und es dauert nicht lange, bis sich ein Gespräch entwickelt. Und am Tresen selbst gibt es etwas Neues…