Ein Ozean zum Entdecken und Mitmachen

Blick in die Ausstellungshalle des Kindermuseums. (c) Labyrinth Kindermuseum Berlin, Foto: Ragnar Schmuck

Das Labyrinth Kindermuseum in der Osloer Straße 12 ist im Meer versunken. Die große Ausstellungshalle, einst eine Fabrik für Zündholzmaschinen, ist blau gestrichen worden. Bis fast zur Decke reicht das Wasser aus blauer Farbe. Darin tummelt sich ein riesiger Wal. Doch das ist nicht das einzige Tier in der neuen Ausstellung „Natürlich heute! Mitmachen für morgen“. Im ältesten Kindermuseum Berlins hat kürzlich eine neue Erlebnisausstellung für Kinder eröffnet. Bis August 2021 können Drei- bis Elfjährige in den Ozean eintauschen, im Wald spazieren gehen und ganz viel ausprobieren und lernen.

Die Kolumne: Frische Ideen für die Stadt – aus dem Kindermuseum!

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Foto: Andrei Schnell

Jetzt bin ich aber mal gespannt! Seit 13. April ist das Labyrinth Kindermuseum in der Osloer Straße Ort der Erlebnisausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt„. Was nichts anderes heißt, als dass Mädchen und Jungen in die Rollen von Stadtplanern, Baumeistern und Architekten schlüpfen und, so heißt es, frische Perspektiven und kreative Ideen für ihr Lebensumfeld und die Stadt entwickeln. Mal abgesehen davon, dass ich mit Attributen wie frisch und kreativ alles verbinde, nur nicht die aktuelle Berliner Stadtplanung, erhoffe ich mir schon deswegen viel Zulauf für das Kindermuseum. Vor allem von Menschen wie Stadtbaudirektorin Regula Lüscher oder den einen oder anderen „großen“ Architekten und Stadtplaner. Von denen offensichtlich viele den kindlichen und auch deswegen frischen Blick auf ihre Stadt verloren haben. Und vielleicht findet sich unter den Jungtalenten ja eines, das eine zündende Idee für den neuen Berliner Flughafen hat. Das wäre doch zum Abheben…

Autor: Ulf Teichert