Unicorn: Büronomaden nutzen alte Post

Ein Postamt, heute ohne Postfiliale...
Post­amt in der Gericht­stra­ße. Foto: Weddingweiser

Der Schreib­tisch­ver­mie­ter Uni­corn ist in die Gericht­stra­ße gezo­gen. Dort heißt es nun: Schreib­ti­sche statt Brief­mar­ken. Im his­to­ri­schen Post­amt in der Gericht­stra­ße 51 ver­mie­tet das Unter­neh­men Uni­corn zahl­rei­che Cowor­king-Schreib­ti­sche. Cowor­king heißt auf deutsch Zusam­men­ar­beit und beschreibt eine rela­tiv unge­bun­de­ne Mög­lich­keit für jun­ge oder klei­ne Fir­men, Büro­räu­me anzumieten. 

Verschwundener Wedding

Verschwunden: das Stattbad
Adieu Statt­bad!

Frü­he­re Fabri­ken, in die neu­es Leben ein­zieht, alte Gebäu­de, die eine künst­le­ri­sche Nut­zung erfah­ren oder Brach­flä­chen, auf denen Gemein­schafts­gär­ten ent­ste­hen: Der Wed­ding ist voll von schö­nen Orten, die Geschich­te und Flair haben. Doch erstaun­lich viel ist erst in der Nach­kriegs­zeit oder in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit ver­schwun­den, rück­sichts­los abge­ris­sen und durch wesent­lich unin­ter­es­san­te­re Gebäu­de ersetzt. Da fragt man sich unwill­kür­lich: Hat das so kom­men müs­sen, war das wirk­lich nötig? Wir erzäh­len euch ein paar Geschich­ten – mit Trä­nen in den Augen.

Baumhaus als Vorbild für lokale Versorgung

LebensMittelPunkte im Baumhaus
Gemein­sa­mes Kochen im Baum­haus – für eine loka­le Ver­sor­gung. Foto: Baumhaus

Nach­hal­tig­keit ist für das Baum­haus in der Gericht­stra­ße 23 seit fünf Jah­ren eines der wich­tigs­ten The­men über­haupt. Seit dem Früh­jahr wird aber immer mehr Men­schen bewusst, wie wich­tig Nach­hal­tig­keit ist. Das hat Karen Woh­lert vom Baum­haus beob­ach­tet. Jetzt ist der Pro­jekt­raum Teil eines neu­en Pro­jekts, das die Erfah­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re in die gan­ze Stadt trans­fe­rie­ren soll, das Pro­jekt LebensMittelPunkte.

Viel Platz für Kunst, Kochen und Kommunikation

artloft.berlin
Blick ins artloft.berlin. Im Hin­ter­grund hängt eine Arbeit des Malers Tho­mas Bo Hen­riks­son. Foto: Hensel

Rich­tig gro­ße Räu­me sind prak­tisch. Sie bie­ten viel Platz für alle mög­li­chen Nut­zun­gen. Sie sind gefragt für Hoch­zeits­fei­ern, für Fir­menevents, für Ver­an­stal­tun­gen aller Art. Wo gibt es im Wed­ding einen Ort, an dem min­des­tens x Men­schen unter­ge­bracht wer­den kön­nen? Die­se Fra­ge wird auch auf der Wed­ding­wei­ser Pinn­wand bei Face­book öfter gestellt. Je mehr Men­schen Platz fin­den sol­len, des­to schwie­ri­ger ist es, eine pas­sen­den Loca­ti­on zu fin­den – vor allem in Cono­na­zei­ten wo Abstand gebo­ten ist. Auch im Wed­ding gibt es wirk­lich gro­ße Räu­me. Einer davon befin­det sich in der Gerichts­stra­ße 23: das artloft.berlin.

Ortsbegehung mit Kunst in den Gerichtshöfen

Am Wochen­en­de des 19. und 20. Sep­tem­ber  die Gerichts­hö­fe Wed­ding wie­der zur Orts­be­ge­hung ein. Am Sams­tag von 16 Uhr bis Mit­ter­nacht sowie Sonn­tag von 13 bis 18 Uhr öff­nen dies­mal 34 Ate­liers und Werk­stät­ten für die Öffent­lichkeit und in der Gäs­te-Eta­ge prä­sen­tie­ren aus­ge­wähl­te 16 Gastkünstler*innen ihre Wer­ke. Zu ent­de­cken gibt es aktu­el­le Arbei­ten aus den unter­schied­lichs­ten künst­le­ri­schen Berei­chen wie Male­rei, Zeich­nung, Illus­tra­ti­on, Col­la­ge, Holz­schnitt, Paper­cut, Glas, Foto­gra­fie, Druck­gra­fik, Instal­la­ti­on, Objek­te, Skulp­tur, Schmuck­de­sign und Kera­mik. Hin­zu kom­men eine Open Air Per­for­mance, ein Ate­lier-Kon­zert, eine Fami­li­en-Foto-Akti­on sowie eine Son­der­aus­stel­lung. Der Ein­tritt ist frei.

„Female to Empower“ – Festival im Silent Green, Wedding

Silent Green Kulturquartier

Vom 20. bis 22. August fin­det in der Kup­pel­hal­le des Silent Green das Fes­ti­val “Fema­le to Empower” statt.  Dort kann man Kon­zer­ten, Fil­men und Talks rund um die Musik­ge­schich­te der Frau­en bei­woh­nen. Da weib­li­che Musi­ker,  DJ’s und Pro­du­zen­tin­nen bis heu­te in der Musik­kul­tur kaum Erwäh­nung fin­den, wird im Silent Green Platz für Erzäh­lun­gen aus weib­li­cher Per­spek­ti­ve geschaf­fen.  Ziel ist es, die Musik von Frau­en erfahr­bar zu machen.

Umzug und Fundusverkauf – Das Tangoloft legt ein Sabbatical ein

Das Tan­go­loft in der Gericht­stra­ße 23 zieht aus.  Der viel­leicht größ­te Tan­go­sa­lon Euro­pas sieht mit sei­nen 500 m² in Zei­ten von Coro­na kei­nen ande­ren Aus­weg, als ein Jahr  Pau­se zu machen und sich nach einer neu­en Loca­ti­on umzu­se­hen.  Damit die vie­len Tan­go­tän­zer Ber­lins nicht für immer ihren Ort des Tan­zens und der Zusam­men­kunft  ver­lie­ren, bit­ten Hen­ning Klo­se und Mona Isa­bel­le Schrö­ter um  finan­zi­el­le Hil­fe. Auf  gofund­me freu­en sie sich über jede Art von Spen­de für den Umzug. Am 24. Juli gibt es außer­dem ab 15 Uhr einen klei­nen Fun­dus­ver­kauf. Und natür­lich ist jeder Tipp zu einer neu­en Loca­ti­on willkommen.

Neuer Nachbar Ecosia

Ecosia
Géni­ca Schäf­gen von Eco­sia im neu­en Büro in der Gericht­stra­ße. Foto: And­rei Schnell

15.05.2020 Die grü­ne Inter­net- Such­ma­schi­ne Eco­sia ist im Febru­ar in die Gericht­stra­ße 23 gezo­gen. Nun baut das Unter­neh­men, das mit sei­nen Gewin­nen welt­weit Bäu­me pflanzt, rund 1.000 Qua­drat­me­ter Büro­flä­che um. Die Hälf­te der Flä­che in der vier­ten Eta­ge ist bereits geschafft. „Wir kön­nen beim Aus­bau unse­re Vor­stel­lun­gen ein­brin­gen“, sagt Géni­ca Schäf­gen. Die 27-jähir­ge ist Head of Ger­ma­ny Eco­sia und damit zustän­dig für Pres­se und Marketing.