Kantine N°1: Ein Lichtstrahl für den Osramkiez

Kantine Nr.1 in den Osram-HöfenIn den Osramhöfen und im benachbarten Forum Seestraße befinden sich zahlreiche Arbeitsplätze: einige bei der Polizei, in Arztpraxen und bei Bildungseinrichtungen. Ein weiterer Arbeitsort ist die meco Akademie. Sie bringt 450 Teilnehmende verschiedener Weiter- oder Berufsbildungen, Dozenten und eigene Mitarbeiter zusammen. Neuerdings können sich all diese Menschen in der Kantine N°1 treffen, ihre Pause verbringen. Hier gibt es dafür Getränke und vegetarisches Essen. Aber auch für die Zeit zwischen den Pausen ist die Kantine da, denn es gibt ein originelles Coworking-Angebot. 

Feierabendbier an der be’kech-Bar

be'kech-Bar
Prost be’kech-Bar! Foto: be’kech

Dass sich in der Exerzierstraße 14 Berlins erstes Anticafé befindet, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nachdem das Coworking-Café von Louna und Nina den ersten Praxistest mit Bravour bestanden hat, gehen die beiden Betreiberinnen nun einen Schritt weiter. Das be’kech verwandelt sich ab Freitag (2.3.) um 19 Uhr in eine Bar. Morgen ist offizielle Bareröffnung mit Sektempfang, Snacks und Musik von Shamsa aus Jordanien.

Coworking Spaces und Büro-WGs im Wedding

Schreibtisch zu vermieten. Foto: Hensel

Sie nennen sich Büro-WG oder Coworking Space und sind moderne Arbeitsplätze für mobile Großstädter. Das Prinzip ist immer gleich: Freiberufler, Kreative, kleine Unternehmen mieten sich einen Schreibtischarbeitsplatz in einem Gemeinschaftsbüro. Es gibt einen Tisch, Internet, Strom und verschiedenes Zubehör, manchmal Kaffee-Flatrate und die Idee des Austauschs mit dem Coworker am Nebentisch. Was aus den USA kam, hat sich auch in Deutschland und vor allem in Berlin schnell verbreitet. Mehrere hundert Coworking Spaces gibt es in der Hauptstadt. Auch im Wedding und in Gesundbrunnen finden digitale Nomaden Unterschlupf.

Ahoy versus Unicorn – Coworking im Brunnenviertel

Ahoy versus Unicorn. Collage: Andrei Schnell
Ahoy versus Unicorn. Collage: Andrei Schnell

Für Schreibtischtäter ist das Brunnenviertel ein guter Ort. Gleich zwei Coworking-Spaces buhlen um Mieter. Ausgesprochen schöne Bilder zeigen beide Anbieter auf ihren Webseiten. Da die Preise ähnlich sind und beide eine ähnliche Lage nahe des U-Bahnhofs Voltastraße haben, entscheidet der subjektive Eindruck bei einem Besuch. Da gibt es Unterschiede.

Bye, bye Supermarkt!

Zsolt Szentirmai, David Farine und Ela Kagel beim Einzug in die Brunnenstraße 64 vor vier Jahren.
Zsolt Szentirmai, David Farine und Ela Kagel beim Einzug in die Brunnenstraße 64 vor vier Jahren.

Schlamassel – der Begriff beschreibt am besten die Situation, in der sich der Supermarkt in der Brunnenstraße 64 derzeit befindet. Ende Juni läuft der Mietvertrag aus. Eigentlich wollte die gefragte Kreativ- und Experimentierzone fürs digitale Leben im Juni ins Stattbad Wedding umziehen. Weil das Bezirksamt Mitte das Stattbad in der Gerichtstraße kürzlich wegen Sicherheitsmängeln gesperrt hat, ist auch die Zukunft des Supermarkts ungewiss. Bisher konnte kein Ausweichquartier gefunden werden. Das Brunnenviertel verliert damit Ende Juni einen engagierten Akteur, viele neuen Impulse und der Supermarkt den Raum für seine Projekte. Am Donnerstag (25.6.) findet die Abschiedsparty statt.

Coworking im Wedding: Suche Schreibtisch ohne Büro

supermarktStudios2Neulich beim Kaffeetrinken, wir saßen bei Apfelkuchen und Filterkaffee am Familientisch, stand ich plötzlich im Mittelpunkt des Interesses: Und was macht die Arbeit? Fragte meine Oma. „Ich habe gestern im Supermarkt gearbeitet“, sagte ich. Meine Oma ist über 80 Jahre alt, weiß aber genau, dass ich keine Verkäuferin bin sondern Journalistin. Ich stach mit der Gabel ein weiteres Stück des Kuchens ab und versuchte eine Erklärung: „Die Supermarkt Studios sind ein Coworking Space. Alle reden doch vom Coworking und da wollte ich es einfach mal ausprobieren.“ Ihr Gesichtsausdruck ließ mich innehalten. Coworking was? Neugierig und ein wenig ratlos schaute sie mich an während sie mir Kaffee nachschenkte und auf eine Erklärung wartete.