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Coworking Spaces und Büro-WGs im Wedding

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Schreib­tisch zu ver­mie­ten. Foto: Hensel

Sie nen­nen sich Büro-WG oder Cowor­king Space und sind moder­ne Arbeits­plät­ze für mobi­le Groß­städ­ter. Das Prin­zip ist immer gleich: Frei­be­ruf­ler, Krea­ti­ve, klei­ne Unter­neh­men mie­ten sich einen Schreib­tisch­ar­beits­platz in einem Gemein­schafts­bü­ro. Es gibt einen Tisch, Inter­net, Strom und ver­schie­de­nes Zube­hör, manch­mal Kaf­fee-Flat­rate und die Idee des Aus­tauschs mit dem Cowor­ker am Neben­tisch. Was aus den USA kam, hat sich auch in Deutsch­land und vor allem in Ber­lin schnell ver­brei­tet. Meh­re­re hun­dert Cowor­king Spaces gibt es in der Haupt­stadt. Auch im Wed­ding und in Gesund­brun­nen fin­den digi­ta­le Noma­den Unterschlupf.

TUECHTIG

Im Tuechtig ist auch Platz für Besprechungen. Foto: Matthias Steinbrecher
Im Tuech­tig ist auch Platz für Bespre­chun­gen. Foto: Mat­thi­as Steinbrecher

In den Osram-Höfen befin­det sich Ber­lins ers­ter inklu­si­ver und bar­rie­re­frei­er Cowor­king Space. Auf 700 Qua­drat­me­tern Raum sol­len wirk­lich alle, die es wol­len, arbei­ten, kon­fe­rie­ren und krea­tiv wer­den. Das Ange­bot rich­tet sich an alle – an Men­schen mit und ohne Han­di­cap. Egal, ob blind, schwer­hö­rig oder Rol­li­fah­rer. Das Gemein­schafts­bü­ro hat bar­rie­re­freie Räu­me und Tech­no­lo­gien, durch­dach­te Möbel sowie Arbeits­as­sis­ten­ten – und bei Bedarf auch psy­cho­lo­gi­sche Unter­stüt­zung. Auch an die Bedürf­nis­se Geflüch­te­ter wur­de gedacht. Der kon­squent inklu­si­ve Ansatz ist sicher­lich ein­zig­ar­tig im Bereich des Cowor­king. Ein Tages­ti­cket für einen bar­rie­re­frei­en Arbeits­platz (9–18 Uhr) kos­tet 15 Euro. Für eine Monats­mit­glied­schaft muss man 200 Euro bezah­len. Betrie­ben wird TUECHTIG von der gemein­nüt­zi­gen “Kopf, Hand + Fuss gGmbH”.

Kon­takt: TUECHTIG – Raum für Inklu­si­on, Oudenar­der Stra­ße 16, Haus D06, 1. OG, 13347 Ber­lin, E‑Mail: [email protected]

be’kech

Erwischt! Am Tisch ganz hinten wird gerade der Weddingweiser mit Inhalten gefüllt. Foto: be'kech
Erwischt! Am Tisch ganz hin­ten (Mit­te) wird gera­de der Wed­ding­wei­ser mit Inhal­ten gefüllt. Foto: be’kech

Der jüngs­te und unge­wöhn­lichs­te Cowor­king Space im Wed­ding befin­det sich in der Exer­zier­stra­ße. Lou­na und Nina laden wochen­tags vom 9 bis 19 Uhr und am Wochen­en­de von 11 bis 19 Uhr dazu ein, in ihrem gemüt­li­chen Anti­ca­fé Zeit zu ver­brin­gen. Im be’k­ech kann man vie­les tun: Früh­stü­cken, Schach spie­len, Musik hören oder Cowor­ken. Dafür gibt es gro­ße Tische, aus­rei­chend Steck­do­sen und natür­lich WLAN. Doch der Clou ist ein ande­rer. Im be’k­ech darf sich jeder am Buf­fet bedie­nen oder lässt sich lecke­re ori­en­ta­li­sche Heiß­ge­trän­ke ser­vie­ren – gern den gan­zen Tag lang. Essen und Geträn­ke kos­ten nichts extra. Abge­rech­net wird hier nur die Zeit. 5 Cent kos­tet die Minu­te, was genau abge­rech­net wird, höchs­tens 15 Euro muss man für einen Arbeits­tag mit vega­ner und vege­ta­ri­scher Voll­ver­pfle­gung bezah­len. Die Stim­mung ist sehr ent­spannt, das Publi­kum jung und international.

Kon­takt: be’k­ech, Exer­zier­stra­ße 14, 13357 Ber­lin, (030) 6094 6407, E‑Mail: [email protected]

Ahoy!Berlin

Bar im Ahoy. Foto: Andrei Schnell
Mit Bar im Ahoy. Foto: And­rei Schnell

Im Gewer­be­hof in der Watt­stra­ße, unweit des ehe­ma­li­gen AEG-Gelän­des in der Vol­ta­stra­ße, befin­det sich das Ahoy!Berlin. Die Cowor­king­flä­che ist mit 4.500 Qua­drat­me­tern recht groß. Ver­mie­tet wer­den Schreib­ti­sche für klas­si­sches Cowor­king, Bespre­chungs­räu­me und auch kom­plet­te Büros. Der Schreib­tisch kos­tet ab 15 Euro (net­to) pro Tag, das Büro je nach Grö­ße ab 900 Euro net­to pro Monat. Auch ein Ver­an­stal­tungs­saal für 150 Gäs­te kann ab 1000 Euro pro Tag gemie­tet werden.

Kon­takt: Ahoy!Berlin, Watt­stra­ße 11, 13355 Ber­lin, (030) 20849740, E‑Mail: [email protected]

Spott Box

Die Spott Box in der See­stra­ße ist ein gro­ßer Cowor­king Space mit the­ma­ti­schem Schwer­punkt. Ein­ge­la­den sind Künst­ler und alle Krea­ti­ven, sich einen Schreib­tisch zu mie­ten und so auch mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men. Ein Schreib­tisch kos­tet 170 Euro im Monat.

Kon­takt: Spott Box, See­stra­ße 97, 13353 Ber­lin, (030) 6094 6407, E‑Mail: [email protected]

Alte Kantine

Auch in der Alten Kan­ti­ne bei den Ufer­hal­len kann geco­workt wer­den. In der Ufer­stra­ße sind „Frei­be­ruf­ler, die sich gegen eine fes­te Struk­tur ent­schie­den haben, aber trotz­dem pro­fes­sio­nel­le Arbeits­be­din­gun­gen nicht mis­sen möch­ten“ zur Arbeit am gemie­te­ten Schreib­tisch ein­ge­la­den. Man kann sich für einen Tag, eine Woche oder meh­re­re Mona­te einen Arbeits­platz mie­ten. Preis für einen Arbeits­platz auf Nachfrage.

Kon­takt: Ufer­hal­len Kul­tur­werk­statt, Ufer­stra­ße 8–11, 13357 Ber­lin, (0172) 569 31 53 / (030) 46 797 160, E‑Mail: [email protected]

Unicorn.Berlin

Bildschirmarbeit im Unicorn. Foto: Andrei Schnell.
Bild­schirm­ar­beit im Uni­corn. Foto: And­rei Schnell.

Das Unicorn.Berlin ist sozu­sa­gen in die Fuß­stap­fen des Super­markt Ber­lin getre­ten. Der Super­markt war einst der ers­te Cowor­king Space im Brun­nen­vier­tel. Das Team hat den Stand­ort in der Brun­nen­stra­ße 64 über­nom­men. Uni­corn, eine Filia­le das Cowor­king Spaces nahe der Inva­li­den­stra­ße in Alt-Mit­te, ver­mie­tet die klas­si­schen Cowor­king-Plät­ze für 15 Euro net­to. Es sind aber auch halb­täg­li­che Buchun­gen mög­lich. Laut Web­sei­te sind Inter­net­zu­gang, Dru­cker, Lounge sowie Kaf­fee und Tee inklu­si­ve. Auch von hier sind es nur ein paar Fuß­schrit­te zur wach­sen­den Digi­tal­wirt­schaft im Brunnenviertel.

Kon­takt: Unicorn.Berlin, Brun­nen­stra­ße 64, 13355 Ber­lin, (030) 914 454 72, E‑Mail: [email protected]

Fireworks

Der Fire­works-Work­place befin­det sich in einem reno­vier­ten Dach­ge­schoss einer frü­he­ren Feu­er­wa­che in der Stock­hol­mer Stra­ße. Die drei hel­len Räu­me mit ins­ge­samt zehn Schreib­ti­schen lie­gen direkt an der Pan­ke und haben vie­le Fens­ter und sogar einen Bal­kon. Es gibt einem Bespre­chungs­raum, eine Küche, ein Bad und einen Gar­ten im Hof. Ein Arbeits­platz kos­tet 150 Euro im Monat. Der Blick in den Him­mel ist laut Web­sei­te inklusive.

Kon­takt: Fire­works, Stock­hol­mer Stra­ße 4, 13359 Ber­lin, (030) 91907530, E‑Mail: [email protected]

Und sonst?

Hier wurden auf der Weddingweiser Pinnwand Miet-Schreibtische angeboten. Screenshot: Hensel
Hier wur­den auf der Wed­ding­wei­ser Pinn­wand Miet-Schreib­ti­sche ange­bo­ten. Screen­shot: Hensel

Es lohnt sich, zum Bei­spiel auf der Wed­ding­wei­ser Pinn­wand die Augen offen zu hal­ten. Immer wie­der laden dort klei­ne­re Büro­ge­mein­schaf­ten wie die in der Mül­ler­stras­se 138D (sie­he Foto) Mit­strei­ter zum cowor­ken ein.

Früher mal

Gera­de in der Krea­tiv­wirt­schaft ist nicht alles für die Ewig­keit. Man­che Cowor­king Spaces sind auch schon wie­der Geschichte.

  • Super­markt und Super­markt Stu­di­os, Brun­nen­stra­ße 69 und Brun­nen­stra­ße 64, 13355 Ber­lin (umge­zo­gen zum Mehring­platz 9)
  • Statt­bad Wed­ding, Gericht­stra­ße 65, 13347 Ber­lin (abge­ris­sen)
  • Raum­tei­ler Cowor­king, Tür­ken­stra­ße 16 (auf­ge­löst)

Weitere Texte zum Thema

Cowor­king im Wed­ding: Suche Schreib­tisch ohne Büro (ver­öf­fent­licht 2015)
Ahoy ver­sus Uni­corn – Cowor­king im Brun­nen­vier­tel (ver­öf­fent­licht 2016)

Text: Domi­ni­que Hensel

Dominique Hensel

Dominique Hensel lebt und schreibt im Wedding. Sonntags gibt sie hier den Newsüberblick für den Stadtteil, fotografiert dort für unseren Instagram-Kanal (Freitag) und hat hier und da einen aktuellen Text für uns - gern zum Thema Stadtgärten, Kultur, Nachbarschaft und Soziales. Hyperlokal hat sie es auf jeden Fall am liebsten und beim Weddingweiser ist sie fast schon immer.

2 Comments

  1. Sicher dass es den Raum­tei­ler noch gibt? Bei­de Mail Adres­sen sind nicht mehr ver­füg­bar wenn man sie anschreibt. 

    Lie­be Grüße,
    Simon

    • Hal­lo Simon, dan­ke für den Hin­weis. Wir haben inzwi­schen eine der Ver­ant­wort­li­chen des ehe­ma­li­gen Raum­tei­ler erreicht. Du hast recht, es gibt ihn nicht mehr. Wir kor­ri­gie­ren das im Text.
      Domi­ni­que vom Weddingweiser

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