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Was, wann, wo im Wedding (16. Woche)

was wann woIm Wedding reicht es manchmal, sich ein paar Minuten auf die Straße zu stellen – ganz großes Kino. Es gibt aber auch kulturelle Ereignisse, die ebenfalls unsere Aufmerksamkeit verdienen. Deshalb gibt es bei uns einen Kurzüberblick über Veranstaltungen, die im Wedding und in Gesundbrunnen stattfinden. Diesmal eine Empfehlung für grüne Daumen und für den Humboldthain Club.

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Humboldthain Club: Clubkultur im Wedding

Humboldthain Club Bar
(C) Humboldthain Club

Abgesehen von PANKE, Brunnen 70 und Stattbad war es früher es für den tanzvergnügten Berliner eng im Wedding und in Gesundbrunnen. Seit zwei Jahren aber bietet der Humboldthain Club dem verwöhnten Publikum eine Anlaufstelle direkt im gleichnamigen S-Bahnhof.

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Nussbreite – the new ‘living room bar’ in Wedding

DSC_0714In the last months, several new bars such as FLOP or Fredericks have contributed to the cultural programme in the African quarter. In October, a new bar, ‘Nussbreite’ has opened its doors at Seestraße 106. The former Korean restaurant ARIRANG has been turned into a cosy ‘living room’ bar. Weiterlesen

Ausgehen: Bars im Wedding

Oh Calcutta cocktailWas die Lieblingsbar angeht, hat jeder seine eigene Vorstellung. Zum Glück bedient der Wedding einen breiten Geschmack – zwischen Bier und Cocktail findet im Kiez jeder seine schummrige Nische. Ein paar Highlights für einen ruhigen Abend stellen wir euch hier vor. Oder für ausgelassene Partys. Nur nicht als Anleitung für bierselige Kneipentouren missverstehen …

Jatz Bar*

Die Jatz Bar in der Gottschedstraße am Nauener Platz ist unter Studenten legendär. Es sieht alles modisch heruntergekommen aus, das Schultheiss ist mit einem Euro ein echter Schnapp und die Bar prinzipiell gut besucht – X-Berg im Wedding. Frei Berliner Schnauze bekommt man hier seine günstigen Getränke vor die Nase; dass der ruppig-hippe Tonfall der Bedienung nicht jedem zusagt, ist verständlich. Trotzdem ist die Jatz Bar eine der großen Kneipeninstitutionen im Wedding – ein Anlaufpunkt besonders für das studentische Volk.

F Bar*

Bierselig wird es in der Fos Bar. Die Raucherbar in der Grüntaler Straße ist bekannt für ihre 70 Sorten Gestensaft und 30 Sorten Gin! Vom deutschen Reinheitsgebot bis zum belgischen Kirschbier werden hier Malzpuristen wie Experimentierfreudige gleichsam glücklich. Gleichzeitig bedient der Barmann auch Cocktailliebhaber und Longdrink-Wünsche. Zwischen 5 und 7 Euro ist für einen gut gemixten Cocktail dann auch nicht zu viel. Täglich ab 18.00 Uhr.
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Offside Wedding

Seit 15 Jahren eine Institution für Whisky-, Pub- und Fußballfans – das Offside in Gesundbrunnen.

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Prinzinger

Eine legendäre Eckkneipe an der Osloer Ecke Prinzenallee hat sich in eine angesagte Bar verwandelt

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Castle Pub

Rauchfrei, großzügig, experimentierfreudig und einfach eine tolle Bereicherung für den Kiez am Bahnhof Gesundbrunnen!

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Mastul

Die gemütliche Wohnzimmerbar mit Lesebühnen, einem monatlichen Kurzfilmabend oder einfach nur Barbetrieb

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WG-Bar

Zwei Jahre war sie verschwunden, dann tauchte sie an anderer Stelle wieder auf: die kultige Bar, in der sich Besucher wie Mitbewohner fühlen sollen.

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BESTE Bar

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Café Cralle*

Wieder so ein „Café“. Hinter der schnittigen Alliteration verbergen sich über dreißig Jahre aktives Frauenkneipenkollektiv. Ja, die Kneipe in der Hochstädter Straße hat feministische Wurzeln. Und ja, das macht die kleine Spelunke ziemlich cool. Wo sonst im Wedding bekommt man eine Suppenverköstigung zum sonntäglichen Gemeinschafts-„Tatort“? Das Wodka-affine Café Cralle sucht übrigens immer Veranstalter. Willst du also einen kleinen Live-Gig geben, eine Soli-Party schmeißen, Workshops anbieten oder performen, gib Nachricht an cafecralle@riseup.net.
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Moritz Bar*

Über den Status eines Geheimtipps hinaus ist die Moritz Bar. Zwei Räume, ein Tresen, ein paar Stühle – fertig ist der perfekte Unterschlupf. An der Wand hängt ein Plakat der trashigsten Erotikroman-Cover, gegenüber der Bar ein Erdnussautomat. Das versprüht herbe Atmosphäre, dazu kommen immer mal wieder Liveübertragungen auf großer Leinwand und Montage, die als „Gay Wedding“ zwei Gin Tonic für 4,50 Euro verheißen. Benannt ist die Moritz Bar übrigens nicht als Referenz an die naheliegende Maxstraße, sondern – wie das Bildchen hinter dem Tresen vermittelt – nach einem Hamster.

Ufer Café*

Beim Ufer Café ist der Name gleichzeitig Programm und dann wieder nicht. Denn erstens liegt der Szenetreff wirklich am Ufer des Nordhafens, gleich am Mettmannplatz nahe der Tegeler Straße. Zweitens handelt es sich um kein Café, sondern um eine waschechte Bar. Im Sommer Biergarten, ganzjährig Currywurst sind nicht die einzigen Alleinstellungsmerkmale am Nordufer. Denn hier finden häufiger mal kleine Konzerte statt und die Jukebox sorgt für rustikalen Charme. Selbst das Café-Dilemma hat sich weitestgehend aufgehoben: Sonntag nachmittags gibt’s Kaffee und Kuchen!
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Mehr Clubs und Bars im Wedding:

Studio 7

ResOtto

BASALT Bar

Spinner und Weber

Nussbreite

FLOP Bar

Freya Fuchs

WILMA, Badstraße 38/39 Hinterhaus (Travemünder Str.)

Dujardin, Uferstr. 12

Café Morena

The Forsberg, Gerichtstr. 26, ab 21 Uhr

Humboldthain Club, im S-Bhf. Humboldthain

Klein Zaches, Antwerpener Str. 43, tgl. 17.00 Uhr – ?

Tipperary Pub

Oh! Calcutta , Koloniestr. 9, Mo-Sa ab 20.00 Uhr

ANALOG

 

* Texte von Kevin Grünstein, zur Verfügung gestellt von unserem Kooperationspartner QIEZ.de

Die Gerichtstraße: Labor des neuen Wedding

eGerichtstr. Graffiti Berlin 65Den schick sanierten und modern wirkenden Altbau an der Brücke über die Panke hat der Wedding schon auf seine Art begrüßt. „65 Berlin“ steht dort aufgesprüht, sozusagen als Hinweis, mit wem es die neuen Hausbewohner hier zu tun kriegen. Die Gerichtstraße ist, trotz der schönen Altbauten und Gewerbehöfe, keine gediegene Adresse. Noch nicht.
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„PANKE“ und „Quinoa“: Neues Leben im Hinterhof

Foto: PANKE e.V.
Foto: PANKE e.V.

Versteckt im fünften Hinterhof der Gerichtstr. 23 findet der hartnäckige Entdecker die „geheimen“ Räumlichkeiten von Panke e.V. Vor zwei Jahren öffnete das Kulturzentrum und ist seitdem eine Oase für Künstler, Musiker und Feierlustige im Wedding. Der Weddingweiser möchte mehr darüber erfahren und wagt sich in die geheimnisvoll in grünes Platinenlicht gehüllten Räume. Justas, Erika und Claudia, die Gründer von Panke e.V. und dem dazugehörigen neuen Bistro, Quinoa, erzählen von ihren Ideen…

WW: Justas, Erika, ihr seid aus Litauen, ja? Wieso seid ihr in den Wedding gezogen, und wie seid ihr dazu gekommen, Panke e.V. zu gründen?

Justas: Wir sind nach unserem Bachelorabschluss nach Berlin gekommen, um Deutsch zu lernen und hier unsere Master zu machen… und dann haben wir diese Räume gefunden!! Sie standen über 60 Jahre lang leer und waren einfach perfekt. Wir mussten aber über ein Jahr lang renovieren, bevor wir öffnen konnten.
Erika: Es war wirklich ein Unfall oder so. Wir fanden die Räume hier und hatten einfach so viele Ideen. Zuerst dachten wir einfach, dies sei die perfekte Umgebung für Musik und Kunst. Dann wollten wir auch noch ein nettes, gemütliches Café, denn solche Orte sind selten im Wedding. Wir wollten einfach einen Platz für alle möglichen Gelegenheiten.
WW: Wenn ihr diese Ideen mit Panke e.V. heute vergleicht, seht ihr eure Visionen von damals verwirklicht?
Erika: Wir haben definitiv Platz für alle möglichen Unternehmungen, wie Konzerte, regelmäßige Parties, Ausstellungen, Installationen, Workshops, Performances und so weiter, ja…

Justas: Ja, und wir wollten ein schönes, gemütliches Café und Platz für Künstler, und genau das haben wir auch geschafft.

WW: War es schwierig, Panke e.V. im Wedding zu eröffnen? Wie seid ihr mit der ganzen deutschen Bürokratie klargekommen?
Erika: Oh, das war gar nicht so schlimm… Wir haben eigentlich gar nicht versucht, über die ganzen Vorschriften zu disktieren, weil wor es gar nicht konnten – wir haben einfach das gemacht, was uns gesagt wurde. Somit sind wir wahrscheinlich Berlins sicherster Club… (lacht)
WW: Ihr seid nun schon seit drei Jahren hier. Was hat sich in dieser Zeit im Wedding verändert?
Justas: Ich sage dir jetzt was, das du nirgendwo anders lesen oder hören wirst: Es gibt hier eigentlich kein Gentrifizierungsproblem! Es hat sich gar nicht so sehr verändert. Ja, es kommen immer mehr Leute in den Wedding, aber viele Touristen sind hier immer noch nicht. Es sind immer noch die gleichen Leute…
WW: Was wisst ihr eigentlich über die anderen Parteien hier in der Gerichtstr. 23? Hier gibt es ja ganz viele verschiedene Gruppen, habt ihr mit denen auch etwas zu tun?
Erika: Ja, da gibt es zum Beispiel Tangoloft, und die Galerie… Oh, und drüben soll im dritten Stock bald ein Club aufmachen. Wir sind Nachbarn, also treffen wir uns natürlich immer wieder mal, und man hilft einander, hängt Plakate auf und so weiter… Es ist immer toll, wenn jemand was Neues im Wedding machen will, also helfen wir uns gegenseitig.

Photo: PANKE e.V.
Photo: PANKE e.V.

WW: Claudia, “Quinoa” ist das neue Familienmitglied von Panke. Ein vegetarisches Bistro im Wedding, wie klappt das denn?
Claudia: Oh, wir haben das Bistro gerade vor einem Monat gestartet, und bis jetzt läuft es gut. Ein veganes oder vegetarisches Restaurant ist immer eine Herausforderung, aber es ist auch spannend. Wir haben sogar schon ein paar Leute, die regelmäßig hierher kommen. Im Wedding gibt es nicht so viele Optionen für Vegetarier und Veganer, also füllen wir hier eine Lücke.
WW: Wie kommst du dazu, ein vegetarisches Bistro im Wedding zu führen?
Claudia: Ich komme aus Italien, und bin vor ein paar Jahren nach Berlin gekommen. Ich habe hier damit angefangen, Abendessen an zufällig ausgewählten Orten zu organisieren, mit immer neuen Leuten. Ich wollte einfach Leute zusammenbringen. Dann habe ich ein Restaurant in Kreuzberg eröffnet. Ein Freund hat mich Erika und Justus vorgestellt und es hat alles geklappt – jetzt ist Quinoa mein neues Baby. Ich bin seit sechs Monaten vegan, und das verändert dich. Ich war daran gewöhnt, mit Fleisch und Fisch zu koche, also ist jetzt alles neu und aufregend für mich.
WW: Was können wir in Zukunft von Quinoa erwarten?
Claudia: Da ist zum natürlich das Bistro mit wechselnden veganen und vegetarischen Gerichten, aber dann wird es auch Veranstaltungen vie Performance-Dinners geben. Wir wollen auch gerne einen Markt hier haben, wo lokal produzierte Produkte verkauft werden können. Wir wollen die Leute und Bauern aus der Region einladen und träumen davon, einen Platz zum gegenseitigen Austausch zu schaffen.

WW: Eine letzte Frage: Was sind eure Zukunftspläne für Panke e.V.?
Erika: Wir wollen groß rauskommen! (lacht) Wir sind so gut wie fertig damit, die Räume umzugestalten – naja, ganz fertig werden wir nie werden, aber wir sind auf dem besten Weg. Jetzt können wir in neue Projekte investieren und wachsen. Dafür müssen wir mehr planen, was jetzt, wo wir Erfahrung haben, einfacher wird. Wir brauchen auch noch mehr Hilfe, denn im Moment machen wir hier alles, und das ist wahnsinnig anstrengend. Aber wir haben große Ideen und Pläne, und wir wollen Panke größer werden lassen…

Das Interview führte Daniela Hombach.
Regelmäßige Veranstaltungen:
Bass auf die Muetze – Jam session, mittwochs; 8bit Bar – jeden ersten Donnerstag; Scope Session – jeden zweiten Donnerstag; UKIYO-E Panke Cinema – jeden dritten Donnerstag; CitizenKino – jeden vierten Donnerstag; Support your local ghetto – jeden letzten Freitag im Monat; Wedding Soul – jeden dritten Samstag im Montag

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Der Weg zur PANKE als Video

„PANKE“ and „Quinoa“: new life in the courtyard

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Photo: PANKE e.V.

Hidden in the fifth courtyard of Gerichtstr. 23, the promised lands of Panke e. V. can be found. Since its opening two years ago, Panke has been an oasis for musicians, artists and people looking for a place to party at Wedding. Weddingweiser is trying to find out more about the place and explores the venue, which is covered in mysterious green platine-light. Justas, Erika and Claudia, who run the place and the newly opened bistro, “Quinoa” talk about their ideas:

WW: Justas, Erika, you are from Lithuania, right? What brought you to Wedding? How did you get to run a place like Panke e.V.?

Justas: Well, we came here from Lithuania after our Bachelor degrees and wanted to learn German and then start our Master programmes here… And then we found this place here!! It hadn’t been used for over 60 years, and it seemed so perfect. We spent about a year restoring it before we were able to open.

Erika: It was really some sort of accident that brought us to this. We just saw this place and had so many ideas. First, we just saw this as the perfect opportunity for music, and bringing musicians and artists together. We also wanted to have a nice, cosy café, ‘cause these things are kind of rare in Wedding. We basically wanted to have a multifunctional space for all sorts of different things.

WW: If you compare these ideas that you had in your mind to what is happening now at Panke e.V., do you think you realized what you saw in this place when you first found it?

Erika: We’ve definitely got a multifunctional, multipurpose venue here with all sorts of different things going on, like concerts, parties, exhibitions, installations, workshops, performances and so on.

Justas: Yeah, we wanted a beautiful, cosy café and space for artists, and that is happening here now.

WW: Was it hard for you to open a place like this in Wedding? How did you deal with all the bureaucracy?

Erika: It wasn’t that bad at all… We basically just didn’t negotiate the regulations at all, because we couldn’t – we just did what we were told to do, so now we’re probably Berlin’s safest club when it comes to following the regulations… (laughs)

WW: You’ve been here for three years now – what has changed within the last few years in Wedding?

Justas: I’m going to tell you something you won’t find or hear anywhere else: There’s no real gentrification going on here. Not all that much has changed, really. Well, there are more people coming to Wedding, but there still aren’t many tourists. The people just haven’t changed all that much.

WW:What do you know about the venue, about Gerichtstr. 23? There seem to be a lot of different things going on in this building… Are you connected to these groups, too?

Erika: Yeah, there’s Tangoloft, for example, and there’s a gallery… Also, there are some people who want to open a club. We’re all neighbours, and of course we have meetings and help each other out. It’s always great if someone starts something new in Wedding, so we support each other.

WW: Claudia, “Quinoa” is the new addition to the Panke-family. A vegan and vegetarian bistro in Wedding, how does that come about?

Claudia: Oh, we just started the bistro about one month ago, and so far it is going pretty well. Opening a vegan place is a challenge, but it is also exciting. We’ve already got some regulars who come almost every day. In Wedding, there aren’t all that many options for vegetarians or vegans so we fill a gap here.

WW: How did you come to running a vegetarian bistro in Wedding?

Claudia: I come from Italy, and I came to Berlin a few years ago. I started organizing random dinners at random places with random people, because I wanted to connect people. Then I opened a place in Kreuzberg. A friend introduced me to Erika and Justas, and it worked out – now Quinoa is my new baby. I started living vegan six months ago, and it changes you. I’ve been used to cooking with meat and fish, so vegan cooking is very exciting and new to me.

WW: What can we expect from “Quinoa” in the future?

Claudia: We’ll have the regular bistro, but we’ll also host events like performance dinners. Also, we are dreaming of starting a market for local goods and farm products. We want to invite local people and farmers, we are dreaming of having a space for people to connect and share.

WW: What are future plans for Panke e.V.?

Erika: We want to get big! (laughs) We’ve kind of finished building the place – I mean, it will never be finished, but we’re on a good way. Now, we can invest in new projects and branch out. For that, we need to plan more, which is easier nowwith the experience we’ve gathered during the last few years. Also, we need more help, because at the moment it is just us running the place, and that is really exhausting. But we have big plans and ideas, and we want to see this place growing…

Interview by Daniela Hombach

Regular events at Panke:
Bass auf die Muetze – Jam session, every Wednesday 8bit Bar – every first Thursday Scope Session – every second Thursday UKIYO-E Panke Cinema – every third Thursday CitizenKino – every fourth Thursday
Support your local ghetto – every last Friday of the month Wedding Soul – every third Saturday of the month
More information: http://www.pankeculture.com/