Die besten Nebenstraßencafés – Kiez für Kiez

Das Schö­ne am Wed­ding ist: ihr könnt inzwi­schen in jedem Kiez in ein schö­nes Tagesca­fé ein­keh­ren. Dafür braucht ihr euch nicht ein­mal an den lau­ten Haupt­stra­ßen ins Gewühl stür­zen, oft sind die net­ten Cafés in den Sei­ten­stra­ßen. Wenn man für jede Nach­bar­schaft ent­schei­den müss­te, wo es sich tags­über am net­tes­ten abhän­gen lässt, wird es in man­chen Wed­din­ger Gegen­den schon schwie­rig, sich zu ent­schei­den. Wir hät­ten da mal ein paar Vor­schlä­ge, wohl­ge­merkt: für Nebenstraßen-Cafés. 

Angenehmes Café am Ufer

In die­ser Ecke des Wed­ding hat gute Gas­tro­no­mie schon lan­ge Tra­di­ti­on. Kein Wun­der bei der Lage mit dut­zen­den Tischen und Stüh­len auf der Außen­ter­ras­se zwi­schen Kiautschoustra­ße und Kanal. Seit August gibt es nun das Café am Ufer, ein Früh­stücks­lo­kal der Extra­klas­se, das auch einen Bar- und Restau­rant­be­trieb bereithält.

Das 4te Zimmer: Die Neuerfindung der Stulle

Die­ses Café in der Trans­vaal­stra­ße ist nicht trotz, son­dern wegen Coro­na ent­stan­den. Das Cate­ring-Unter­neh­men von Alex­an­dra Gritz­ko und ihrem Sohn Flo­ri­an ver­zeich­ne­te kei­ne Auf­trä­ge mehr, und so wur­de die Zeit genutzt, den Vor­der­raum in ein Café zu ver­wan­deln. Hier gibt es ein Essen, das typisch für den Arbei­ter­be­zirk Wed­ding ist, hier aber eine raf­fi­nier­te Neu­erfin­dung erfährt: die Stulle.

Flop Café: Aus Aleppo in den Wedding

Hummus, Falafel und Halloumi im Flop Café.
Hum­mus, Fala­fel und Hallo­u­mi im Flop Café. (©Enno Lenze)

Syri­sche Spe­zia­li­tä­ten von Fala­fel, Hallo­u­mi und Hum­mus bis zum haus­ge­mach­ten Eis­tee. Im Flop Café in der Ota­wi­stra­ße gibt es Lecke­res für jeden Geschmack. Als klei­nes Fami­li­en­un­ter­neh­men behaup­tet es sich seit 2015 in der eher ruhi­gen Wohn­ge­gend – dank der reich­hal­ti­gen Aus­wahl an vege­ta­ri­schen und vega­nen Gerich­ten ist im Flop Café für jeden etwas dabei. 

Café mit Seeblick auf die Plötze

Dass wir die­ses Jahr doch noch im Plöt­zen­see schwim­men gehen kön­nen, ohne die Brut­stel­len der Wild­vö­gel zu zer­stö­ren, haben wir der Öff­nung des Strand­bads zu ver­dan­ken. Nicht nur Flo­ra und Fau­na freu­en sich dar­über, auch die gas­tro­no­mi­sche Aus­wahl im Wed­ding hat damit tol­len Zuwachs bekom­men. Zum Bei­spiel das mari­ti­me Café der Culi­na Com­pa­ny mit Rund­um­blick auf die Plötze. 

Feiner Pinkel: Der Ort, der gefunden werden will

UPDATE Neben­stra­ßen im Wed­ding sind manch­mal vol­ler Atmo­sphä­re und uner­war­te­ter Ent­de­ckun­gen. So ist es auch mit dem “Fei­nen Pin­kel”. Das Lokal drängt sich nicht auf, es will gefun­den wer­den. Die Eigen­be­zeich­nung „Kul­tur- und Kaf­fee­stät­te“ ist viel­sa­gend, trifft es aber nicht annä­hernd. Beim „Fei­nen Pin­kel“ gibt es näm­lich auch viel zu sehen und gutes Essen zu genie­ßen. Im Herbst und Win­ter muss der Laden lei­der schließen.

Mirage: Auf dem Sonnendeck des Wedding

Mirage-Betonsäule und Betreiber Jochen Küpper

Die Post­an­schrift des Café Mira­ge lau­tet zwar Rei­ni­cken­dor­fer Stra­ße, gefühlt han­delt es sich aber natür­lich um die ers­te Adres­se am Net­tel­beck­platz. Die Coro­na-Zeit haben die Betrei­ber genutzt, um sich über eine Öff­nung des ensem­ble­ge­schütz­ten Eck­hau­ses zum ver­kehrs­be­ru­hig­ten Platz Gedan­ken zu machen. Wir stel­len euch ihre Ideen für ein neu­es Son­nen­deck und einen zwei­wö­chent­lich statt­fin­den­den Markt vor.