Gerade jetzt: Geschichten aus der Müllerstraße

Blick auf bunte Häuser in einer StraßeIm Spät­som­mer zog mich eine Freun­din zu den Brau­se­boys in die Kul­tur­fa­brik Moa­bit mit. Es war gar nicht mehr so warm, vor allem als es dun­kel wur­de. Die Ver­an­stal­tung fand erstaun­li­cher­wei­se noch drau­ßen auf dem Hof statt, Coro­na halt. Wäh­rend des Abends wur­de mir aber wirk­lich sehr warm ums Herz: Lus­ti­ge Geschich­ten aus dem Wed­ding, dit is meen Ding! 

Die offene Kneipe – Brauseboys am Donnerstag (4.6.) im Livestream

Foto: Domi­ni­que Hensel

Die offe­ne Knei­pe (von Frank Sorge)

Es ist nach­voll­zieh­bar, dass Knei­pen­wir­te for­dern, die Knei­pen zu öff­nen, wenn die schon geöff­ne­ten Gast­stät­ten als Knei­pe genutzt wer­den, weil kei­ne Knei­pen geöff­net sind. Intui­tiv ist jedoch ein­zu­se­hen, dass drei Hal­be einen Men­schen unvor­sich­ti­ger machen als ein Nacken­steak oder ein Tel­ler Brat­kar­tof­feln. Trin­ke ich aber zum Essen drei Hal­be, oder zur Brot­sup­pe fünf, ist das dann anders, als wenn ich zu Hau­se koche und dann in die Knei­pe gehe? Es ist kom­pli­ziert, ich ken­ne das hier zu Hau­se, war­um darf der das und ich nicht? Am Ende wirft dann jemand ein Spiel­zeug­au­to mir an den Kopf, für den im Moment eigent­lich noch gar nichts so rich­tig öff­nen müss­te. Na gut, außer der Kita viel­leicht, wegen der Kopfschmerzen.

Und es hat Zoom gemacht… – Brauseboys-Livestream am Donnerstag (28.5.)

Und es hat Zoom gemacht (von Hei­ko Werning)

Das zwei­tä­gi­ge Jung­un­ter­neh­mer-Semi­nar in einem Ver­an­stal­tungs­zen­trum in der flir­ren­den Metro­po­le Barg­te­hei­de bei Ham­burg muss lei­der aus­fal­len. Oooooh, so scha­de! Und zwar, so das Absa­ge­schrei­ben: „Auf­grund der aktu­el­len Umstän­de“. „Auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on“ ist, neben dem gera­de­zu vira­len „Blei­ben Sie gesund“, die neue Sprach­for­mel der Coro­na-Kri­se. Selbst in Anfüh­rungs­zei­chen gesetzt mel­det Goog­le mehr als sie­ben Mil­lio­nen Such­ergeb­nis­se für die­se Formulierung.

Irrtümer über Livestreams: Brauseboys im Himmelfahrtsstrom (21.5.)

Als vor vie­len Wochen der Lock­down begann, war an eine Lese­büh­ne kaum zu den­ken. Wie soll­te das gehen, wenn kei­ner irgend­wo hin­ge­hen kann? Es lag zwar nahe, ersatz­wei­se etwas im Inter­net zu machen, min­des­tens muss­te dort ja das Aus­fal­len ver­kün­det wer­den. Aber Lese­büh­nen fal­len meist nicht so ger­ne aus, umso mehr, wenn sie z.B. zwan­zig Jah­re immer wöchent­lich statt­ge­fun­den haben – ob Hei­lig­abend, EM, Sturm oder sonst­was war. Jetzt ein Virus, na gut, kann man sich alles nicht aus­den­ken.  Zum zehn­ten Stream der Brau­se­boys ver­sucht Frank Sor­ge ein paar Irr­tü­mer aufzuklären.