Gerade jetzt: Geschichten aus der Müllerstraße

Blick auf bunte Häuser in einer StraßeIm Spät­som­mer zog mich eine Freun­din zu den Brau­se­boys in die Kul­tur­fa­brik Moa­bit mit. Es war gar nicht mehr so warm, vor allem als es dun­kel wur­de. Die Ver­an­stal­tung fand erstaun­li­cher­wei­se noch drau­ßen auf dem Hof statt, Coro­na halt. Wäh­rend des Abends wur­de mir aber wirk­lich sehr warm ums Herz: Lus­ti­ge Geschich­ten aus dem Wed­ding, dit is meen Ding! Dar­auf­hin beschloss ich, mir ein Buch von den Brau­se­boys für den vor­aus­sicht­lich beson­ders lan­gen, ein­sa­men, durch Coro­na gepräg­ten Win­ter zu beschaf­fen, um die Aben­de etwas unter­halt­sa­mer zu gestal­ten. Mei­ne Ent­schei­dung fiel auf „Geschich­ten aus der Mül­ler­stra­ße“. Das Buch ist in fünf Tei­le geteilt, je nach Abschnitt der Mül­ler­stra­ße: Ecke See­stra­ße, Leo­pold­platz, S‑Bahn Wed­ding… Jede Kurz­ge­schich­te ist nicht län­ger als 5 Sei­ten, so liest es sich ganz zügig, fast zu schnell für mei­nen Geschmack. Am Ende des Buches will man noch mehr Geschich­ten über sei­nen Kiez erle­ben. In den Erzäh­lun­gen geht es um das all­täg­li­che Leben im Wed­ding. Jeder Wed­din­ger erkennt auf Anhieb die Geschäf­te, die Orte, die er zwar tag­täg­lich sieht, jedoch nicht unbe­dingt ganz genau betrach­tet, geschwei­ge denn betritt: Der Cit­ti­point, das Döner-Geschäft „Saray“, das Bür­ger­amt oder das Waf­fen­ge­schäft! Jede Geschich­te ist wie ein klei­ner Spa­zier­gang, aber auch gleich­zei­tig ein kur­zer Ein­blick in das Leben der Ein­woh­ner an die­sem oder jenem Fleck der Mül­ler­stra­ße, meist mit einer iro­ni­schen Poin­te gekrönt. In einem Wort lässt es sich gut im War­men zu Hau­se lesen und gibt anschlie­ßend tol­le Anre­gun­gen zu wei­te­ren Ent­de­ckun­gen im eige­nen Kiez!

Das Buch und vie­le ande­ren Geschich­ten aus dem Wed­ding und über den Wed­ding sind übri­gens in der Buch­hand­lung „Bel­le et tris­te“ zu fin­den, gleich links beim Ein­gang vor der Kasse.

Über die Autoren

Hei­ko Wer­ning – Paul Bokow­ski – Robert Res­cue – Hinark Husen – Frank Sor­ge – Vol­ker Surmann

Alle sechs dama­li­gen Brau­se­boys stam­men nicht unbe­dingt aus Ber­lin, die meis­ten woh­nen aber schon Jahr­zehn­te im gelieb­ten Kiez. Vom Schrift­stel­ler bis zum Rep­ti­li­en­for­scher decken sie alle mög­li­chen Hori­zon­te ab und bie­ten somit ihren Leser*innen ganz breit­ge­fä­cher­te Schreib­wei­sen an.

GESCHICHTEN AUS DER MÜLLERSTRASSE (2015), Brauseboys

Bro­schiert, 144 Seiten

Text: Elsa

Die Brauseboys im Livestream

Der Live­stream aus dem Wed­ding jeden Donnerstag

Die Wed­din­ger Lese­büh­nen­mit­glie­der lesen don­ners­tags wei­ter­hin im Live­stream ihre­Ge­schich­ten, ganz ’nor­mal’, ‘wie immer’. Mit fri­schen Tex­ten, neu­en Befürch­tun­gen, distan­zier­ter Hei­ter­keit. Seid dabei, klickt auf die vir­tu­el­len Her­zen und lauscht Thi­lo Bock, Robert Res­cue, Frank Sor­ge, Vol­ker Sur­mann und Hei­ko Werning.

Den Live­stream fin­det ihr auf der­Face­book-Sei­te, und spä­ter auch nach­zu­schau­en auf dem YouTube-Kanal.
Vir­tu­el­ler Ein­tritt (8 €/5 € ermä­ßigt) und soli­da­ri­sche Spen­den ger­ne per PayPal an hutspende@brauseboys.de oder Über­wei­sung an Vol­ker Sur­mann: DE32 1009 0000 7093 4270 03 – jeweils mit Betreff ‘Brau­se­boys’.

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