Wildbienen auf Balkonien

Auch auf Balkonen kann man gute Bedingungen für Wildbienen schaffen. Dabei lassen sich Kinder gut einbeziehen, die das ganze Jahr über viel über die Natur lernen können. Wildbienen sind extrem wichtig für die Natur und die Landwirtschaft, denn sie bestäuben nicht nur Obstbäume. Etwa 550 verschiedene Arten gibt es in Deutschland, doch etwa die Hälfte davon ist vom Aussterben bedroht. Denn durch die immer intensivere Land- und Forstwirtschaft verschwinden die Pflanzen, von deren Pollen sich die Wildbienen ernähren, und die Nistplätze in totem Holz oder in Trockenhalmen. Viele seltene Bienenarten finden in Städten ihre letzten Refugien, wo die Artenvielfalt inzwischen weit größer ist als in landwirtschaftlich geprägten Räumen.

Soforthilfe: Bewegung auf dem Balkon

Trainerin Ieva Liela als Vorturnerin beim Balkonsport. Noch ist niemand auf dem Balkon, aber unten links steht eine Frau davor. Foto: Hensel

In der Zeit, in der alle Zuhause bleiben sollen, kommt der Sport oft zu kurz. Mitte April hat der bwgt e.V. im Brunnenviertel deshalb erstmals zum Balkonsport eingeladen. Jetzt, da die Sportvereine langsam wieder ihren Betrieb aufnehmen dürfen, endet auch dieses Bewegungsprojekt. Am Mittwoch (27.5.) findet der offizielle Balkonsport rund um den Vinetaplatz zum letzten Mal statt.

Nur mal kurz in den Baumarkt?

Warteschlange vor dem Baumarkt

Draußen im Park liegen oder stundenlang die Sonne genießen ist im Moment etwas schwierig – Zeit also, den Balkon aus dem Winterschlaf zu holen. Baumärkte dürfen noch geöffnet haben, sie gehören in Berlin zu den systemrelevanten Betrieben. Was wäre der Deutsche auch ohne seinen Baumarkt? Wenn man sich die teilweise mehrere hundert Meter langen Schlangen vor Bauhaus, OBI, Hellweg und Co. anschaut, wird klar: Die Menschen brauchen in Zeiten der Ausgangsbeschärnkungen Beschäftigungen oder haben vielerorts Projekte in Angriff genommen, für die sie auch mal willens sind, stundenlang anzustehen.

Weddinger Balkon-Szenen: eine Miniserie (Sicherlich.)

Ausblick verpflichtet: ein Balkon, der einen Park überblickt, zwei rote Klappstühle und ganz viel Zeit. Grund genug, das Geschehen zu dokumentieren. Denn es gibt immer noch viel zu sehen.

Langsam gehen die Ansteckungen zurück, ein Ende der Kontaktsperre ist in Aussicht und Hefe ist auch schon wieder im Supermarktregal. Garniert mit Sonne, viel Selbstgemachtem und der richtigen Playlist kommt so durchaus gute Laune auf den Balkontisch.

Weddinger Balkon-Szenen: eine Miniserie (Wahrscheinlich.)

Balkonblick

Ausblick verpflichtet: ein Balkon, der einen Park überblickt, zwei rote Klappstühle und ganz viel Zeit. Grund genug, das Geschehen zu dokumentieren. Denn es gibt weiterhin viel zu sehen.

Nach einer weiteren Woche daheim fühlt sich die neue Lage seltsam normal an. Dass eine Freundin anbietet, einem im Vorbeigehen eine Portion schwedische Kartoffelsuppe zuzustecken, wird erfreut registriert, nicht verstört hinterfragt. Und die Beobachtungen vom Balkon laufen sowohl Netflix als auch Nachrichten mühelos den Rang ab.

Die Kolumne: Ein Balkon auf dem Planeten Wedding

balkon1Ich wollte keine Kinder. Und ich wollte nie in der Stadt leben. Ich wollte schon gar nicht, dass meine Kinder, falls ich doch mal welche haben würde, in der Stadt aufwachsen. Ich stellte es mir zu laut, zu voll, zu ungrün vor. Dann traf ich den Mit-Weddinger und jetzt, fünf Jahre später, sitze ich auf meinem Balkon und schaue ins grüne Brunnenviertel, während der kleine Weddinger in seinem Bett liegt und schläft. Es kommt oft anders als man denkt – und das gilt überall, nicht nur im Wedding.