McDonald‘s im Wedding

McDonald's an der Marktstraße
Foto: J. Faust

Obwohl es daheim immer her­vor­ra­gen­des Essen gab, fand ich es als Kind schon toll, wenn wir mal Fast Food auf einem Tablett kauf­ten. Mit den Hän­den essen, umge­ben von pie­pen­den Frit­teu­sen und span­nen­den Spiel­zeu­gen im Hap­py Meal – das war wie in den Urlaub fah­ren. Bis heu­te geht es mir so, ab und zu esse ich gern beim gol­de­nen M. Auch im Wedding. 

Seltenes Bild bei uns

Fast Food ist in jeder Groß­stadt ein all­ge­gen­wär­ti­ger Anblick, doch spe­zi­ell im Wed­ding haben wir eine Beson­der­heit: Es gibt für ca. 180.000 Ein­woh­ner eigent­lich nur zwei voll aus­ge­stat­te­te McDonald‘s‑Restaurants (zusätz­lich betreibt McDonald’s in Virchow-Nähe ein Ronald McDo­nald-Haus). Ok, genau genom­men sind es vier, zwei grö­ße­re und zwei extrem klei­ne Filia­len. Und vor ein paar Jah­ren exis­tier­te noch ein rela­tiv klei­nes Restau­rant in der Bad­stra­ße. Dort gab es sogar eine zwei­te Eta­ge mit Sitz­plät­zen, wäh­rend es unten nur Essen to-go oder Steh­plät­ze gab. Heu­te sind dort aller­dings nur noch die Res­te eines Wett­bü­ros zu sehen. 

Die kleins­te Filia­le ist ver­mut­lich die in der “Fress­mei­le” im Unter­ge­schoss des Gesund­brun­nen-Cen­ters. Hier gibt es gar kei­ne Tische, nur 2–3 Steh­plät­ze, die nicht zum Ver­wei­len ein­la­den. Auch das Ange­bot ist begrenzt, weder Aktio­nen noch McCa­fé gibt es hier. 

McDonald's am Gesundbrunnen
Foto: J. Faust

Wer mehr möch­te, muss die Roll­trep­pe hoch und durch die Dreh­tür auf den Han­ne-Sobek-Platz. Dort ist die moderns­te Filia­le, die als eine der Ers­ten in das moder­ne Bahn­hofs­ge­bäu­de Gesund­brun­nen gezo­gen ist. Hier ist das Ange­bot voll­stän­dig, die Bestel­lung auch mit Auto­ma­ten mög­lich und neben Bur­gern und Kaf­fee gibt es sogar eine Ter­ras­se und eine Spiel­ecke für Kin­der. Nur eige­ne WCs, die gibt es hier, wie auch im Cen­ter, nicht. Dafür ist das Publi­kum in die­ser 24 Stun­den-Filia­le eine lus­ti­ge Mischung aus Fami­li­en, die eigent­lich zum Hum­boldt­hain-Park woll­ten, Schüler*innen, die für Chi­cken Nug­gets zusam­men­le­gen, Deut­sche Bahn-Mitarbeiter:innen, die auf ihre nächs­te Fahrt war­ten und Tou­ris­ten, die das kos­ten­freie WLAN nut­zen. Neu ist auch die end­lo­se Anrei­hung von Lie­fer­diens­ten, die auf ihre Bestel­lung warten.

McDonalds im U-Bahnhof
Foto: Samuel Orsenne

Die am ver­steck­tes­ten gele­ge­ne Filia­le befin­det sich im U‑Bahnhof Oslo­er Stra­ße. Im ers­ten Unter­ge­schoss gibt es neben Kiosk und ande­ren Din­gen des All­tags auch eine über­schau­ba­re McDonald’s‑Filiale, wel­che eher für den klei­nen Hun­ger in der U‑Bahn aus­ge­legt ist. Auch hier kein WC, Kin­der­ecke oder McCa­fé, dafür ist die Mini-Filia­le stets gut besucht und gänz­lich ohne Tageslicht.

McDrive an der Marktstraße
Foto: J. Faust

In der vor­städ­tisch wir­ken­den Mark­stra­ße ist die ein­zi­ge “klas­si­sche” Filia­le: frei­ste­hend, mit McDri­ve und klei­nem Park­platz vor der Tür, drin­nen zwei Eta­gen und viel Glas. Aber eben auch ziem­lich alt­mo­disch, denn hier gibt es kein McCa­fé, und auch sonst wirkt das Ambi­en­te wie aus einem ande­ren Jahr­zehnt – ganz wie das unmit­tel­bar angren­zen­de Rei­ni­cken­dorf.

Erz-Kon­kur­rent Bur­ger-King hat sich übri­gens ganz aus dem Wed­ding zurück­ge­zo­gen – die ein­zi­ge Filia­le am U‑Bahnhof Leo­pold­platz hat schon seit Jah­ren ihre Pfor­ten geschlossen.

Fazit

Für Bur­ger-oder Café-Freun­de gibt es im Wed­ding zahl­rei­che Alter­na­ti­ven zu die­sem ame­ri­ka­ni­schen Fran­chise. Doch McDonald’s steht für mehr als nur Essen, es war lan­ge Zeit auch bekannt für Fami­li­en­freund­lich­keit und Schnelligkeit. 

Wenn auch ihr McDonald’s besucht, was schätzt ihr an die­ser Ket­te? Und wel­ches ist euer Lieblings-McDonald’s‑Restaurant im Wedding?

Samuel Orsenne

Samuel hat im Wedding sein Zuhause gefunden und freut sich, beim Weddingweiser dabei zu sein. Außerdem betreut er die Technik und kümmert sich um die Verwaltung der Weddingweiser UG.

1 Comment

  1. U.a. McDo­nalds hat letz­tes Jahr einen Deal mit Bey­ond­Me­at abge­schlos­sen, die dem­nächst deren Plant­Bur­ger her­stel­len sol­len. Bin gespannt wie gut sich der ver­brei­tet und ob der bei McDo­nalds auch so gut wird wie wenn ich die Tei­le im Super­markt kau­fe. Die­ser grü­ne Anstrich ihres Logos ist ja sowas von Green Washing, aber soll­ten sie es schaf­fen ihren Vegie-Bur­ger rich­tig zu pushen und auch klas­si­sches Bur­ger-Fut­te­rer davon zu über­zeu­gen, wär das ein ech­ter Mehr­wert. Nicht, dass die jetzt ganz auf fleisch­los umstei­gen, aber die­se ech­te Alter­na­ti­ve in Brei­te anzu­bie­ten wär sehr gut.

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