Kategorie: Politik

Zehn Gedanken über Stern*chen in Wörtchen

GendernMeinung Ist das jetzt unnötiges Zungenbrecherdeutsch oder notwendiger Respekt? Einige Politiker in unserem Bezirk wollen nur noch über Drucksachen diskutieren, die in gegenderter Sprache verfasst sind. Damit soll „die Wertschätzung der Geschlechter auch durch die BVV (Bezirksverordnetenversammlung) vollzogen werden“, heißt es im zugehörigen Antrag vom 7. Februar. Stern*chen oder Binnen-I? Meine Damen und Herren, hier kommen zehn Gedanken über das Gendern:

Weiterlesen

Bundestagswahl 2017: Im Gespräch mit Özcan Mutlu

Özcan Mutlu
Özcan Mutlu in seinem Bundestagsbüro. Foto: Andrei Schnell

Der Weddingweiser trifft den Direktkandidaten Özcan Mutlu von den Grünen zum Interview in dessen Bundestagsbüro. Das Haus in der Dorotheenstraße 101 hat ein imposantes Foyer, um so überraschter ist man beim Betreten des kleinen Büros, das sich Mutlu auch noch mit seinen Referenten teilt. Es ist so eng, dass niemand zur Tür hereinkann, wenn jemand gerade einen Kaffee aufsetzt. Im Vorgespräch reden wir mit Mutlu auch über Deniz Yücel, der zu einem Symbol für rund 150 in der Türkei inhaftierten Journalisten geworden ist. Doch Thema des Interviews ist Mutlus Arbeit im Bundestag.

Weiterlesen

Neue Planungen für neue Bauten

Jugendherberge, Hostel, HostelO, Neubau, Berlin-Gesundbrunnen, Campus Viva
HostelO und Campus Viva im Aufbau, Jülicher Straße, 2015. Foto: Sulamith Sallmann

Der Wedding wird zum Bauplatz. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Bauvorhaben und Planungen von Bauprojekten bekannt. Wo sich heute die Baukräne bereits drehen, haben wir im letzten Jahr in eine Neubaukarte eingetragen. Das Fazit bei den neu vorgestellten Plänen fürs Bauen 2017 und 2018 lautet wie bei den bereits erfolgten Baustarts: Die Genossenschaften bauen im Wedding nur minimal und die privaten Bauunternehmer dominieren beim Neubau. Weiterlesen

Viel Geld für Weddings Schulen

Gesundbrunnen Grundschule
Die Gesundbrunnen Grundschule steht auf Platz 1 der Baumaßnahmeplanung. Foto Samuel Orsenne.

Bereits am 24. Januar haben die fünf Stadträte im Bezirk Mitte beschlossen, beim Bau vor allem an die Schulen zu denken. Stadtrat Carsten Spallek (CDU), zuständig für Schule und Sport, Immobilien sowie Ausschreibungen, hatte einen entsprechenden Beschluss formuliert: die sogenannte Baumaßnahmeplanung. Anders als in der Vergangenheit hat der Bezirk vom Senat mehr Geld zur Verfügung bekommen als ursprünglich abzusehen war, wie Stadtrat Carsten Spallek sagt. Carsten Spallek warnt allerdings davor, von dem Geldregen zu hohe Erwartungen abzuleiten: „Wir, der Bezirk, sind nicht darauf ausgelegt, in kurzer Zeit viel Geld zu verbauen“, erklärte der Stadtrat bei einem Pressegespräch. Weiterlesen

Kooperation von Degewo und ps.wedding ist „Zukunftsmodell“

Zeichnung
ps.wedding möchte aus einem orangefarbenden Schulgebäude ein Kulturzentrum machen. Zeichnung: Rochus Wiedemer.

325 Wohnungen und ein soziales Zentrum könnten auf dem Gelände des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums im Brunnenviertel entstehen. Bauen wollen die Initiative ps.wedding und die Degewo. Die Zahl 325 wäre selbst für den regen Neubau, der im Viertel zu beobachten ist, sehr hoch. Der Stadtrat für Stadtentwicklung, Ephraim Gothe (SPD), ist von der Zusammenarbeit der beiden Partner überzeugt. Er spricht von einem Zukunftsmodell.
Weiterlesen

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel im Interview

von dassel
Seit über 100 Tagen im Amt. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel. Foto Andrei Schnell

Der in Münster geborene Stephan von Dassel ist seit dem 28. Oktober 2016 Bürgermeister für den Bezirk Mitte. Er regiert nun im ehemaligen Rathaus Moabit in einem Büro, das so groß ist, dass es für einen kleinen Ballsaal ausreichen würde. Dabei ist eigentlich jemand, der auf Statussymbole verzichtet. So trägt er dem Reporter, der etwas ungeschickt alle Hände voll hat, die Jacke hinterher. Sogar beim Dienstwagen samt Chauffeur winkt er ab, weil er „Radfahren einfach für effizienter hält“. Mit 17 Jahren ist von Dassel bei den Grünen eingetreten und blickt nun als 50-jähriger auf eine bruchlose Parteikarriere zurück. Auf der anderen Seite ist er jemand, der weniger über Parteilinien und mehr über „Lösungen für Probleme“ sprechen möchte. Der Weddingweiser fragte von Dassel nach seinen Zielen für Mitte, nach dem „Grün“ in seiner Politik und über seine Pläne mit der Beuth-Hochschule.
Weiterlesen

Ex-Staatssekretär Andrej Holm im ExRotaprint

Andrej Holm erklärt den Mieterinitiativen die Gründe seines Rücktritts. Foto: Andrei Schnell

Es ist Montagabend, der 16. Januar. Im ExRotaprint in der Weddinger Gottschedstraße spricht Andrej Holm. Vor wenigen Stunden ist er von seinem Amt als Staatssekretär zurückgetreten. Vorausgegangen war eine wochenlange, öffentliche Debatte über seine Beschäftigung bei der Staatssicherheit in der DDR. Nun will er begründen, warum er zurücktrat. Aber dazu will er nicht eine Pressekonferenz nutzen, sondern er will den Moment der großen Aufmerksamkeit, die er an diesem Tag genießt, für die Mieterinitiativen nutzen. Sie erhalten an diesem Abend Öffentlichkeit. Durch ihn. Weiterlesen

Das sorgte 2016 für Gesprächsstoff im Wedding

Logo WeddingweiserBesonders zum Jahresende konnte man die Veränderungen in Berlin noch einmal förmlich mit den Händen packen. Auch ganz speziell im Wedding haben in diesem Jahr viele Prozesse an Fahrt aufgenommen, die vormals allenfalls als „gefühlte Veränderungen“ beschrieben werden konnten. Vieles, an das man sich irgendwie gewöhnt hatte, packt die Koffer, streicht die Segel und singt zum Abschied leise „Hauste“. Doch der Wedding wäre nicht der Wedding, wenn einiges von dem, was geht, nicht irgendwann doch wieder käme. Und gewählt wurde natürlich auch noch. Schlaglichter auf ein Jahr, das bald Geschichte sein wird. Machet jut, 2016. Wir werden dich nicht vermissen. Aus Gründen, leider.

Weiterlesen

Was der Koalitionsvertrag dem Wedding bringt

Kommt die Tram M27? Collage Andrei Schnell.
Kommt die Tram M27? Collage Andrei Schnell.

Ja ist denn noch Wahlkampf? Der Koalitionsvertrag enthält so viele Ziele, wie man sie in einem Parteiprogramm erwarten würde. Es wird also spannend in den nächsten fünf Jahren. Es wird ein Tauziehen geben um die Projekte, die dann tatsächlich verwirklicht werden. Mal sehen wie gut die Weddinger Sozialdemokraten, Grünen und Linken in der Landespolitik vernetzt sind. Davon wird abhängen, ob zum Beispiel die Tram M 27 einst durch Wollankstraße über Prinzenallee und Pankstraße nach Moabit fahren wird. Weiterlesen

Zwischen mehr und scheinbar mehr: Neue Regeln fürs Bürgerwort

Die Leitlinien zu Beteiligung in Mitte stehen zur Diskussion. Foto Andrei Schnell.
Die Leitlinien zu Beteiligung in Mitte stehen zur Diskussion. Foto: Andrei Schnell

Da gehört der Bezirk Mitte einmal zur Spitzengruppe. Als eine der ersten Kommunen in Deutschland gibt sich der Bezirk Regeln, wie Bürger in Zukunft mitentscheiden können. Es besteht die Hoffnung, dass die Leute bald mehr zu sagen haben werden. Es liegt ein erster Entwurf der neuen „Leitlinien für gute Bürgerbeteiligung“ vor. Diese neuen Regeln können am 25. November in einer so genannten Bürgerwerkstatt im Rathaus diskutiert werden. Dieser Artikel nennt Punkte, an denen sich entscheidet, ob damit ein ernstes Angebot im Raum steht oder ob sich die Verwaltung nur mit einer weiteren bürokratische Hürde selbst beschenkt. Wer am 25. zur Bürgerwerkstatt geht, der hat es in der Hand. Weiterlesen