Mutprobe: Freie Schulen als Helfer sehen

Schultüten
Schulplätze werden knapp – Einschulung nach Wunsch wird seltener – Foto: D. Hensel

Meinung Fast jeder guckt erschrocken, wenn er gefragt wird, was der Staat tun könnte, um freie Schule zu fördern. Das Bild der Eliteschule taucht unweigerlich vor dem inneren Auge des Gefragten auf. Diese unnötige Angst muss erst überwinden, wer fragen wollte: Warum können nicht von Bezirks- und Senatsverwaltung befreite Schulen – die dennoch allen offen stehen – aushelfen? Zumal das Schulamt in Bedrängnis ist: Die Einschulung offenbart den Schulplatzmangel.

Bitte putz unsere Grünflächen, liebe Stadtreinigung!

Mitarbeiter der Stadtreinigung reinigen eine Grünfläche. Foto: BSR
Mitarbeiter der BSR reinigen eine Grünfläche – leider nicht im Wedding. Foto: BSR

Meinung Ich freue mich für den Lustgarten, ich freue mich für den Monbijoupark und ich freue mich für den Volkspark am Weinbergspark! Diese Flächen im Bezirk Mitte haben das große Los gezogen, sie werden seit dem 1. Juni regelmäßig von den Männern in Orange besucht. Der Pilotprojekt Parkreinigung der Berliner Stadtreinigung (BSR) wurde nämlich gerade auf 46 Parks, Grünflächen und Spielplätze erweitert. Vorher waren es 16 Berliner Parks, die von der BSR gereinigt wurden. Im Umfeld der Pilotflächen gab es bisher viel Lob für die Neuerung.

Europawahl: Kommt die Demokratie in Bewegung?

Dorothee Vogt, Demokratie in Bewegung
Dorothee Vogt aus Hamburg beim Gründungsparteitag 2017 in Berlin. Foto: Andi Weiland/DiB

Nichts weniger als ein „Update für die Demokratie“ will die junge Partei Demokratie in Bewegung.  In einem Co-Working-Büro im Brunnenviertel  hat Demokratie in Bewegung eine von mehreren offiziellen Adressen. Anlass für ein paar Fragen an die neue Partei, die bei der Europawahl im Frühjahr 2019 antreten will.

Was tun gegen die Armut im Wedding und Gesundbrunnen?

Klassische 1920er Jahre am Rathaus-Altbau
Rathaus Wedding – hier befindet sich das Amt für Soziales.

Meinung Alle zwei Jahre legt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zeitversetzt neue amtliche Zahlenkolonnen über die letzten zwei Jahre vor, die Auskunft geben sollen, wie es um die soziale Lage in unseren Kiezen steht. Wie viele  Bewohnerinnen und Bewohner sind arbeitslos? Wie viele leben von Transferleistungen, weil sie nicht von ihrer Arbeit leben können oder weil sie zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht arbeiten gehen können? Wie viele Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren leben in Haushalten, in denen das Geld der Eltern am Ende des Monats nicht zum (Über)leben für alle reicht und wo ergänzende Transferleistungen bezogen werden? Und wie viele Menschen leiden unter Altersarmut?

So arm ist der Wedding

Text: Für die Armen
Leben im Wedding noch immer die Armen Berlins? – Foto: Andrei Schnell

Für den einen ist der Wedding längst durchgentrifiziert, für den anderen ist er noch immer ein Refugium für Leute mit wenig Geld. Was stimmt eigentlich? Der Senat hat Anfang Juni Zahlen zur sozialen Lage in Berlin veröffentlicht. Die darin enthaltenen Bewertungen sind allerdings veraltet. Hier ein grobes Bild von der sozialen Lage des Weddings, anhand eines Blicks auf 18 Jahre Sozialreport.

Weddinger Schüler brauchen gut ausgebildete Lehrkräfte!

Carl-Kraemer-Grundschule, Foto: Dominique Hensel
Ist das gerecht? Ausgerechnet an der Carl-Kraemer-Grundschule im armen Soldiner Kiez helfen besonders viele Quereinsteiger aus. Foto: D. Hensel

Warum müssen ausgerechnet Schulen in Kiezen mit vielen armen Menschen um gute Lehrer kämpfen – und gehen dabei oft leer aus? Das fragt die bildungspolitische Sprecherin der SPD im Abgeordnetenhaus Maja Lasić in einem Beitrag im Tagesspiegel. Im Interview mit dem Weddingweiser erklärt Maja Lasić, wie sich Quereinsteiger gerechter verteilen lassen.

Wie fühlt sich das Regieren an, Eva Högl?

Reichstag
Am 18. März startete die dritte Bundesregierung unter Angela Merkel. Foto: Andrei Schnell

Vor rund 100 Tagen, am 14. März, war es soweit: Die Regierung Merkel Teil drei trat ihr Amt an. Ein Anlass, um mit der im Wedding, Moabit und Mitte gewählten Abgeordneten Eva Högl von der SPD zu sprechen. Wie geht es ihrer Partei in der Regierung so, wie fühlt es sich für sie an, beinahe Ministerin geworden zu sein, wie hören ihr „die da oben“ zu und welche Weddinger Bar kann sie empfehlen. Hier das Interview mit Eva Högl.

Europawahl: Ein Weddinger will antreten

Carsten Spallek
Stadtrat Carsten Spallek (CDU) zieht es nach Europa. Foto: Andrei Schnell

Europa und gar Europapolitik sind weit weg? Zumindest Weddinger könnten durch die Europawahl im Mai nächsten Jahres mehr als sonst berührt werden, tritt doch einer aus ihrem Kiez an. Carsten Spallek, aktuell Schulstadtrat im Bezirk, will sich zur Wahl stellen. „Der Leo war meine Hood“, sagt er augenzwinkernd. Auch die anderen Parteien basteln an ihren Listen für die Europawahl 2019.

Geld für marode Schulen im Wedding

Grafik: Hensel
Neubau oder Sanierung? In die Weddinger Schulen sollen Millionen fließen. Grafik: Hensel

Nun geht es zur Sache. 5,5 Milliarden Euro stehen durch die Schulbauoffensive des Senats bereit, um in den nächsten zehn Jahren an Berliner Schulen verbaut zu werden. Großprojekte im Wedding sind der Neubau einer Oberschule neben der der Albert-Gutzmann-Grundschule und ein Planspiel zu einem Neubau in der Sellerstraße. Auch der Schadensfall Ernst-Reuter-Oberschule wird teuer. Zwei bestehende Grundschulen erhalten zusätzliche Modulbauten. In diesem Beitrag steht, wie viel jede Weddinger Schule bekommen soll.