Kundgebung gegen Abriss der alten Schule

Plakate bei der Kundgebung von der ehemaligen Schule. Foto: Hensel
Plakate bei der Kundgebung von der ehemaligen Schule. Foto: Hensel

Am ehemaligen Standort des Diesterweg-Gymnasiums im Brunnenviertel hat es am Sonntag (14.10.) eine Kundgebung gegeben. Die etwa 150 Teilnehmer richteten sich gegen den Leerstand und den in der vergangenen Woche durch das Bezirksamt Mitte ins Gespräch gebrachten Abriss des markanten orangenen Schulgebäudes. Eingeladen hatte die lokale Initiative pswedding, die sich seit sieben Jahren um eine neue Nutzung an dem Standort bemüht.

Kundgebung für Soziokultur und gegen Abriss

Diesterweg
Das ehemalige Schulhaus des Diesterweg-Gymnasiums. Foto: Weddingweiser

Die einen sind von der Architektur des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in der Swinemünder Straße begeistert, die anderen wollen das orangefarbene Ufo im Brunnenviertel so schnell wie möglich abreißen. Zum Beispiel Stadtrat Carsten Spallek (CDU), der wegen Wassereinbruch von einem „Totalschaden“ spricht. Die Initiative ps wedding ruft nun für den 14. Oktober zu einer Kundgebung auf. Sie sehen in einem Abriss einen „politischen Totalschaden“. Hier erklären sie warum:

Interview: Vorkaufsrecht nach Münchner Vorbild

Amma65
Geht es nach den Grünen, dann soll der Bezirk künftig beim Vorkauf dem Münchner Modell folgen. Foto: Toni Karge

Die Grünen in Mitte wollen Mietern beistehen und fordern deshalb beim Vorkaufsrecht und speziell bei der Abwendungsvereinbarung einen energischer verhandelnden Bezirk (Was ist eine Abwendungsvereinbarung?) Sie verlangen in einem Antrag, dass Mitte dem Münchner Modell folgt. Frank Bertermann (Grüne) erklärt im Interview, worum es geht. (#WohnenImWedding)

Mutprobe: Freie Schulen als Helfer sehen

Schultüten
Schulplätze werden knapp – Einschulung nach Wunsch wird seltener – Foto: D. Hensel

Meinung Fast jeder guckt erschrocken, wenn er gefragt wird, was der Staat tun könnte, um freie Schule zu fördern. Das Bild der Eliteschule taucht unweigerlich vor dem inneren Auge des Gefragten auf. Diese unnötige Angst muss erst überwinden, wer fragen wollte: Warum können nicht von Bezirks- und Senatsverwaltung befreite Schulen – die dennoch allen offen stehen – aushelfen? Zumal das Schulamt in Bedrängnis ist: Die Einschulung offenbart den Schulplatzmangel.

Bitte putz unsere Grünflächen, liebe Stadtreinigung!

Mitarbeiter der Stadtreinigung reinigen eine Grünfläche. Foto: BSR
Mitarbeiter der BSR reinigen eine Grünfläche – leider nicht im Wedding. Foto: BSR

Meinung Ich freue mich für den Lustgarten, ich freue mich für den Monbijoupark und ich freue mich für den Volkspark am Weinbergspark! Diese Flächen im Bezirk Mitte haben das große Los gezogen, sie werden seit dem 1. Juni regelmäßig von den Männern in Orange besucht. Der Pilotprojekt Parkreinigung der Berliner Stadtreinigung (BSR) wurde nämlich gerade auf 46 Parks, Grünflächen und Spielplätze erweitert. Vorher waren es 16 Berliner Parks, die von der BSR gereinigt wurden. Im Umfeld der Pilotflächen gab es bisher viel Lob für die Neuerung.

Europawahl: Kommt die Demokratie in Bewegung?

Dorothee Vogt, Demokratie in Bewegung
Dorothee Vogt aus Hamburg beim Gründungsparteitag 2017 in Berlin. Foto: Andi Weiland/DiB

Nichts weniger als ein „Update für die Demokratie“ will die junge Partei Demokratie in Bewegung.  In einem Co-Working-Büro im Brunnenviertel  hat Demokratie in Bewegung eine von mehreren offiziellen Adressen. Anlass für ein paar Fragen an die neue Partei, die bei der Europawahl im Frühjahr 2019 antreten will.

Was tun gegen die Armut im Wedding und Gesundbrunnen?

Klassische 1920er Jahre am Rathaus-Altbau
Rathaus Wedding – hier befindet sich das Amt für Soziales.

Meinung Alle zwei Jahre legt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zeitversetzt neue amtliche Zahlenkolonnen über die letzten zwei Jahre vor, die Auskunft geben sollen, wie es um die soziale Lage in unseren Kiezen steht. Wie viele  Bewohnerinnen und Bewohner sind arbeitslos? Wie viele leben von Transferleistungen, weil sie nicht von ihrer Arbeit leben können oder weil sie zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht arbeiten gehen können? Wie viele Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren leben in Haushalten, in denen das Geld der Eltern am Ende des Monats nicht zum (Über)leben für alle reicht und wo ergänzende Transferleistungen bezogen werden? Und wie viele Menschen leiden unter Altersarmut?

So arm ist der Wedding

Text: Für die Armen
Leben im Wedding noch immer die Armen Berlins? – Foto: Andrei Schnell

Für den einen ist der Wedding längst durchgentrifiziert, für den anderen ist er noch immer ein Refugium für Leute mit wenig Geld. Was stimmt eigentlich? Der Senat hat Anfang Juni Zahlen zur sozialen Lage in Berlin veröffentlicht. Die darin enthaltenen Bewertungen sind allerdings veraltet. Hier ein grobes Bild von der sozialen Lage des Weddings, anhand eines Blicks auf 18 Jahre Sozialreport.