Kategorie: Politik

Habt ein Herz für Zebrastreifen!

Der provisorische Zebrastreifen in der Usedomer Straße wird ausgebessert. Foto: Hensel
Der provisorische Zebrastreifen in der Usedomer Straße wird ausgebessert. Foto: Hensel

Meinung Steht einer an der Straße … Keine Angst, das wird kein schlechter Witz. Das wird ein Text über Zebrastreifen im Wedding. Wenn die Bezirkspolitiker sich bei ihrer BVV-Sitzung heute Abend einig sind, steht zumindest in der Usedomer Straße nahe der Jasmunder Straße hoffentlich bald keiner mehr an der Straße und wartet auf die eine Lücke zum Überqueren – dann gibt es bald ein Zebra mehr im Wedding.

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Wahlentscheidung? Kinderleicht!

Kolumne Alles begann mit einem kleinen blauen Button. Der kleine Weddinger machte ganz große Augen als er ihn sah. Er war klein und blau mit roter und weißer Schrift drauf. Das war 2011, der kleine Weddinger war drei Jahre alt und er wurde von Papa in die Hugo-Heimann-Bibliothek im Brunnenviertel mitgeschleppt, weil die große Schwester bei der U18-Jugendwahl dort ihre Stimme abgeben sollte. Wer sich eine Partei aussucht und ankreuzt, bekommt einen Button, erklärte Papa dem kleinen Sohn. Sofort war klar: Ich will auch!

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Baukindergeld, Baufamiliengeld und Baugenossenschaften

Hauswand auf Hauswand gemalt.
Förderung für Traum vom eigenen Haus. Und die Genossenschaften? Foto: Andrei Schnell

Wer den Wedding in Richtung Brandenburg ins Eigenheim verlassen will oder in eine Eigentumswohnung in Berlin ziehen will, der freut sich über das Angebot von CDU und SPD. Baukindergeld und Baufamiliengeld werden aktuell im Wahlkampf versprochen. Es geht um ein Geschenk von mehr als 10.000 Euro. Wer dagegen Miteigentümer in einer Genossenschaft ist, geht leer aus? Die vier Direktkandidaten in Mitte Frank Henkel, Eva Högl, Özcan Mutlu und Stephan Rauhut antworten (in alphabetischer Reihenfolge). Weiterlesen

Lehrer und Eltern wehren sich gegen Überfüllung

Erika Mann Grundschule
Die Erika Mann Grundschule hat zu viele Schüler. Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) / Wikimedia.

Den Lehrern, Erziehern und Eltern der Erika-Mann-Grundschule reicht es als erste. Sie wollen die Überfüllung ihrer Schule nicht länger hinnehmen. Das Problem steigender Schülerzahlen bei fehlendem Schulneubau trifft zwar fast alle Schulen im Bezirk. Jan Krebs, Elternsprecher an der Grundschule in der Utrechter Straße, macht allerdings den Anfang und geht an die Öffentlichkeit. Er weiß Eltern, Lehrer und Erzieher hinter sich. „Der Bezirk Mitte und besonders unser Wohngebiet rund um die Osramhöfe braucht schnell mehrere neue Schulen, damit alle Kinder einen guten Schulplatz bekommen“, heißt es in einem Protestaufruf. Weiterlesen

Straßenumbenennung: Gewerbetreibende protestieren

Die geplante Umbenennung von drei Straßen im Afrikanischen Viertel erregt weiter die Gemüter. Mit einem Protestbrief haben sich nun Gewerbetreibende aus dem Viertel an die Bezirkspolitik gewandt. Ärzte, Friseure, Verwaltungen, Büros, Apotheken, eine Kita und Handwerker kritisieren darin, dass sie über geplanten Straßenumbenennungen in ihrem Viertel weder informiert noch daran beteiligt wurden. Sie fordern als Betroffene mehr Mitbestimmung.

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Lompscher bleibt bei Wiesenburg zweideutig

Besprechung
Senatorin Katrin Lompscher, links, schweigt. Robert Bittner, vorn, argumentiert. Foto: Andrei Schnell

„In meiner Brust schlagen zwei Herzen“, bekannte Katrin Lompscher bei einem Besuch der Wiesenburg am 13. Juni. Die Senatorin sagte: „Ich bin eben auch für Wohnen zuständig.“ Demnach hat sie grundsätzlich auch Symphathie für einen geschützten Kulturort. Aber Neubau ist ihr  ebenfalls wichtig – und davon viel. Die Wiesenburger wollen die neuen Wohnungen zwischen Wiesenstraße und Panke nicht massiv und vor allem nicht hoch. Hinter dem Wunsch behutsamen Neubau auf dem Gelände steht: „Die Wiesenburg soll als ein besonderer Ort erhalten bleiben“, so Robert Bittner. Weiterlesen

Straßenumbenennung: Pro und Contra zum Juryverfahren

Afrikanisches Viertel, Kameruner Straße Ecke Togostraße
Kameruner Straße Ecke Togostraße

Zum Verfahren, wie die Vorschläge für neue Straßennamen im Afrikanischen Viertel erarbeitet wurden, hat es viel Kritik gegeben. Die Anwohner seien nicht beteiligt, Bürgervorschläge ignoriert und Wissenschaftler nicht involviert worden, so die Vorwürfe. Daniel Gollasch vom Kreisvorstand Mitte von Bündnis 90/Die Grünen verteidigt das Vorgehen der Jury, die nur ausgeführt habe, was das Bezirksparlament beschlossen hat. Anwohner Joachim Faust wünscht sich jedoch eine Aufarbeitung des Juryverfahrens, eine unzweifelhafte Namensgebung und einen bürgernahen Umgang mit den Betroffenen.

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Neue Straßennamen: Die Chance der Debatte

infostele-afrikanisches-viertel
Infostele „Afrikanisches Viertel“

Aktualisiert: Kommentar Wir haben viele Jahre Diskussion hinter uns, in denen es um die gut gemeinte Umbenennung von Straßen im Afrikanischen Viertel geht. Niemand will, dass mit Straßennamen Kolonialverbrecher geehrt werden. Die aktuelle Debatte kann viel dazu beitragen, handwerkliche Fehler bei den neuen Straßennamen zu vermeiden.

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Wie doll wird die Wiesenburg umbaut?

Wiesenburg
Die Wiesenburg wird saniert, auf Freiflächen wird neugebaut. Foto: Weddingweiser

Die Wiesenburg muss saniert werden, sonst verfiele sie. Aber was ist Sanierung und was ist maßlose Überbauung? Diese Frage wird im zweiten Werkstattverfahren entschieden, das am 10. Mai startete. „Zielstellung ist die Erarbeitung einer genehmigungsfähigen Lösung für Wohnungsneubau und Sanierung der denkmalwürdigen Bausubstanz“, so die Degewo, die Eigentümerin des Geländes in der Wiesenstraße 55 ist. Die Nutzer des Geländes, die sich im gemeinnützigen Verein Wiesenburg e.V. zusammengefunden haben, wollen eine „harmonische Entwicklung“. Wieviele Wohnungen werden am Ende gebaut?
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Bundestagswahl 2017: Im Gespräch mit Frank Henkel

Frank Henkel
Frank Henkel nach dem Interview im Deichgraf im April 2017. Foto: Andrei Schnell

Frank Henkel, Direktkandidat für die CDU, war noch vor einem halben Jahr das Gesicht der Berliner CDU. Im Vorgespräch mit dem Weddingweiser will der ehemalige Senator und ehemalige  Bürgermeister als Stehaufmännchen rüberkommen. Dabei ist zu spüren: Frank Henkel ist durch und durch Berliner und mit festen Blick auf die Berliner Politik rechnet er vor, dass er in vier Jahren erst 58 Jahre jung sein wird. Hofft er auf eine politische Rückkehr in Berlin? Auch in diesem Interview, um das der Weddingweiser wegen der Bundestagswahl bat, löst sich Henkel nicht völlig von der Berliner Landespolitik. (Hier zu den Interviews mit Özcan Mutlu von den Grünen vom 22. März, mit Eva Högl von der SPD am 3. April und Stephan Rauhut von den Linken am 8. Mai.) Weiterlesen