Über die Nacht der Solidarität

Kommentar: Wer in Berlin wohnt, kommt am Thema Obdachlosigkeit schlicht nicht vorbei. Auch im Wedding zeigen zahlreiche Hilfeeinrichtungen und Institutionen, welche Relevanz dieses Thema in unserer Nachbarschaft hat. Doch frage ich mich oft, wie ich einen Beitrag zur Besserung der Situation von Menschen ohne festen Wohnsitz leisten kann. Ende letzten Jahres dann wurde ich auf die “Nacht der Solidarität” aufmerksam . Eine Teilnahme war für mich völlig klar, denn die Notwendigkeit, eine Zahl von auf der Straße schlafenden Personen zu erfassen, um entsprechende Hilfsangebote anzupassen, erschien mir sehr einleuchtend. Etwas naiv, wie ich mir später eingestehen musste.

„Schriftstellerhaus“: Herausholen, was in Leuten steckt

Hereinspaziert! Ingrid Kaech sagt: „Willkommen im Schriftstellerhaus/phase1!“
Foto Maja Schudi

In der Spanheimstraße in Gesundbrunnen gibt es etwas, das es in dieser Art und Weise in Berlin sonst nicht gibt: einen Rückzugs- und Begegnungsort nur für Schreibende. In der Hausnummer 1 existiert eine Austausch- und Arbeitsplattform für schreibende Profis und Amateure gleichermaßen. Die Räume des Schriftstellerhauses befinden sich im Erdgeschoss. Ingrid Kaech, die Leiterin des Schriftstellerhauses, hat vor ein paar Jahren die Räume angemietet und komplett umgestaltet. Sie kümmert sich nun in Eigenregie um sämtliche Belange des Hauses, leitet auch die Seminare und Arbeitsgruppen. Ich treffe mich mit ihr, um mehr über sie und das Schriftstellerhaus zu erfahren.

Die Liesenbrücken werden zur Location

5.2.2020 Es ist ein Auftrag, von dem viele Architekten träumen: Lassen Sie sich etwas für eine Brücke einfallen! Die Architekten Gil Wilk und Ana Salinas haben die ungewöhnliche Aufgabe erhalten, aus den Stahlkolossen der Liesenbrücken Gebäudeflächen zu machen. Der Besitzer der Brücken, das Unternehmen CapRate, bestätigt, dass eine Beherbergungsstätte mit 340 Zimmern und eine Veranstaltungsfläche für 800 Personen geplant sei.

Zukunft der Uferhallen steht auf dem Spiel

Fabrik- und VerwaltungsgebäudeFrüher BVG-Werkstätten, heute Kulturstandort erster Güte: Die Uferhallen zwischen Uferstraße und Gottschedstraße haben sich seit 2007 zu einem vielfältigen Standort für Ateliers und andere künstlerisch genutzte Räume entwickelt. Seit dem Erwerb des Geländes durch einen Investor im Jahr 2017 steht diese Vielfalt auf dem Spiel. Nun haben sich die im Uferhallen e.V. zusammengeschlossenen Mieterinnen und Mieter mit einem Appell an die Öffentlichkeit gewandt. Sie fordern von der Politik ein Bekenntnis zu freien Kreativräumen in zentraler Lage.

4 ungewöhnliche Produkte aus dem Wedding

In der früheren Tresorfabrik

Dass mit AEG, Rotaprint oder OSRAM international bekannte Firmen im Wedding produzieren ließen, ist allseits bekannt. Schließlich verdankt der Wedding sein enormes Wachstum vor und nach der Wende zum 20. Jahrhundert auch den zahlreichen Fabriken, die sich teilweise mitten in den Wohngebieten befanden. Doch manche früheren und heutigen Produkte aus unserem Stadtteil sind einer breiteren Öffentlichkeit weniger geläufig. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkle.

Die besten Nebenstraßencafés – Kiez für Kiez

Das Schöne am Wedding ist: ihr könnt inzwischen in jedem Kiez in ein schönes Tagescafé einkehren. Dafür braucht ihr euch nicht einmal an den lauten Hauptstraßen ins Gewühl stürzen, oft sind die netten Cafés in den Seitenstraßen. Wenn man für jede Nachbarschaft entscheiden müsste, wo es sich tagsüber am nettesten abhängen lässt, wird es in manchen Weddinger Gegenden schon schwierig, sich zu entscheiden. Wir hätten da mal ein paar Vorschläge, wohlgemerkt: für Nebenstraßen-Cafés.