WWW – Das Wichtigste der Woche im Wedding

Foto: Lucas Gerrits

Gelb stinkt nicht, schreibt die BVG auf ihre Elektrobusse, aber ihre Beschäftigten fordern auch bessere Bezahlung. Dafür haben sie am Freitag gestreikt, was die Weddinger genutzt haben, um Fahrgemeinschaften zu bilden, mit der S-Bahn oder mit dem Fahrrad zu fahren. Oder ganz relaxed zu Hause zu bleiben – und wie es ein Tweet ausdrückte: „Die Stimmung war so entspannt wie bei einem Reggae-Festival.“ Zuvor waren am Mittwoch schon die städtischen Kitas und Schulen bestreikt worden.

O-Slow: Aromenreiche Überraschungen

Seit Jahren nutze ich die Schwedenstraße eher für Foto-Touren oder als Abkürzung, um in die Badstraße und zur Panke zu kommen. Gastronomisch gab es bis jetzt keinen wirklichen Anreiz, diese Straße direkt anzusteuern – bis jetzt.

 Fast schon versteckt liegt in der Nummer 3b das O-Slow, das im November 2018 eröffnet hat. Kein Außenschild weist auf dieses kleine Restaurant hin, welches eingequetscht zwischen den Häusern liegt.
 Um aromenreiches, frisches japanisches oder libanesisches Essen zu genießen, könnte man im Reisebüro ein Flugticket kaufen und sich in die nächste Maschine setzen. Oder man geht ins O-Slow, wo vorher viele Jahre ein Reisebüro war, und tritt die Reise vor Ort kulinarisch an.



Magic Mountain: Wo Engagement „die Wände hochgeht“

Um den Wedding mal ordentlich aufs Dach zu steigen, könnte man auf den Flakturm Humboldthain gehen – oder die Kletterhalle Magic Mountain gleich gegenüber besuchen. Was 2002 als Traumprojekt einer Privatperson gestartet ist, ist fast 17 Jahre später nicht nur ein Ort für Kletter- und Boulder-Fans geworden. Der Magic Mountain sollte von Anfang an gerade auch diejenigen erreichen, die sich so etwas nicht unbedingt leisten könnten. So gibt es neben dem Willkommens-Klettern für Flüchtlinge auch verschiedene Kurse für Kinder- und Jugendgruppen, um die Faszination für Berge und das Klettern nahe zu bringen. Ein Besuch auf dem Kunstberg.

Die Weddinger Kieze auf einen Blick

Das Erste, was neue Bewohner oder Besucher unseres Stadtteils feststellen werden: Den einen Wedding gibt es gar nicht. Hat man beispielsweise ein Bild von endlosen tristen Mietskasernen vor Augen, von mit Spielcasinos, türkischen Gemüseläden und Wettbüros überbordenden Straßen oder langweiligen Gewerbegebieten mit Döner-Produktionsstätten, so blendet man den größten Teil des Weddings aus. Der ist nämlich grün (Parks!) und blau (Panke! Schiffahrtskanal! Plötzensee!). Außerdem unterscheiden Bürokratie-Fans seit 2001 zwischen den beiden Ortsteilen Wedding (der westliche Teil des ehemaligen Bezirks Wedding) und Gesundbrunnen (rund um den gleichnamigen Bahnhof). Den Unterschied im Lebensgefühl beider Ortsteile hat noch keiner wissenschaftlich erforscht, daher lassen wir das einmal beiseite.

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Sonnenuntergang letzten Montag

Obdachlosigkeit ist, kein Wunder bei dieser ersten großen Kältewelle, ein großes Thema. Der Bezirksbürgermeister steht wegen des Vorgehens bei der Räumung eines Obdachlosencamps in Moabit in der Kritik, und der erste Kältetote dieses Winters wurde im Humboldthain gefunden. Erinnert ihr euch? Auch der Gewinnerfilm unseres Videowettbewerbs beschäftigte sich auf sehr eindringliche Art mit diesem Thema.

Was, wann, wo, Wedding (4. Woche)

Der Januar neigt sich dem Ende und in dieser Ausgabe des Veranstaltungskalenders sind einige interessante Events zu finden. So zum Beispiel am Freitag, an dem es im Piano Salon Christophori ein Crossover der besonderen Art gibt, ein Konzert, bei dem zwei Musikstile vermischt werden. Und am Sonntag zeigt das City Kino den 25 Jahre alten Film Schindlers Liste.