Waagerecht bis senkrecht: “Bingo” im Mastul

Im Frühlingslicht kann man die ersten grauen Haare noch besser erkennen. Also probieren wir aus, wie es sein wird: Alt sein. Zaghaft tragen wir beige Parkas, fahren Elektrofahrrad und bepflanzen den Balkon. Jeden vierten Mittwoch im Monat können Spielwütige und Zahlenaffine im Mastul zudem das schönste Klischee aller Seniorenheimaktivitäten ausprobieren: Bingo spielen.

Abenteuerspielplatz TELUX: Wo Kinder sägen und hämmern

Laub TELUXDie Ecke von Tegeler und Luxemburger Straße gab ihm seinen Namen: Der Abenteuerspielplatz »TELUX« reicht zwar inzwischen bis zur Triftstraße, bei seiner Gründung im Jahr 1973 war das aber noch nicht der Fall. Damals sollten auf dem Brachgelände noch Tennisplätze der Technischen Fachhochschule entstehen, eine Bürgerinitiative sicherte das Gelände jedoch für den Abenteuerspielplatz. Die benachbarte Weddinger Kinderfarm kam zehn Jahre später dazu.

Lacrosse-Bundesliga-Spiel im Wedding

Herrenmannschaft Victoria LacrosseAbseits des Fußballstandardprogramms geht es am Samstag, den 14. März im Spitzenspiel zwischen Victoria Lacrosse & Dresden Braves um die Meisterschaft der 2.Bundesliga Ost im Lacrosse!

Was, bitteschön, ist Lacrosse? Die Geschichte dieser kanadischen Nationalsportart, die als schnellstes Mannschaftsspiel auf zwei Beinen gilt, geht  auf die indianischen Ureinwohner Nordamerikas zurück .Auf eine gute Reaktion kommt es an, denn Lacrosse vereint die Eigenschaften so schneller Sportarten wie Eishockey, Basketball und Feldhockey. Dabei hat das Lacrosse-Feld die Größe eines Fußballfeldes. Die Tore sind so weit ins Spielfeld eingerückt, dass die Spieler um sie herum laufen können. Der Ball selbst besteht aus Gummi, hat einen Umfang von 20 cm und wiegt etwa 140 Gramm. Den an Schmetterlingsnetze erinnernden Schlägern, mit denen die Spieler den Ball fangen, werfen oder auch über den Platz tragen können, verdankt die Sportart übrigens auch ihren Namen. Denn einen in Kanada wirkenden Jesuitenmissionar, der Indianer 1634 bei diesem Spiel beobachtete, erinnerten die Schläger an Bischofsstäbe – auf französisch „la crosse“.

Beim Dart Nachbarn treffen – „Vier-Kneipen-Dartturnier“ im Brüsseler Kiez

Der erst in diesem Jahr gegründete Förderverein Brüsseler Kiez veranstaltet am 11. August das erste Vier-Kneipen-Dartturnier. 32 Spieler darten an diesem Tag ab 14 Uhr in sieben Runden um den Sieg. Das Besondere an dem Turnier ist, dass es gleichzeitig in vier Lokalen entlang der Brüsseler Straße stattfindet und die Darter im Verlaufe des Turniers den Spielort mehrmals wechseln.

Gregor Cleophas, Vorsitzender des Vereins „Brüsseler Kiez“, erklärt zu dieser Idee:„Als Verein wollen wir die nachbarschaftlichen Beziehungen fördern.“ Möglichst viele Nachbarn ansprechen und miteinander ins Gespräch bringen – dazu ist Dartspielen eine geeignete Form.

Daniel Frank, der im Wedding bereits seit 1984 Dartzubehör in Berlin verkauft und seitdem auch das Dartspiel sowohl auf Vereins- als auch auf Verbandsebene unterstützt, ergänzt: „ Da bei diesem Turnier zusätzlich mehrmals der Spielort gewechselt wird, ist der sportliche Gedanke optimal mit dem nachbarschaftlichen Gedanken verbunden. Dies hat mir sofort gefallen.“

Krissi, Betreiberin einer der Kneipen, die sich als Spielort zur Verfügung gestellt haben, sagt: „Unsere Lokale werden zumeist von Stammgästen besucht, die uns treu und selbstverständlich wichtig sind. Durch unsere Mitwirkung als Spielort können wir jedoch neue Gäste begrüßen, worüber wir uns natürlich freuen. Mindestens genauso wichtig ist es uns aber, durch unsere Teilnahme den Förderverein bei seinen Bemühungen zu unterstützen – schließlich profitieren wir alle im Brüsseler Kiez von einem guten, nachbarschaftlichen Miteinander.“

Weitere Informationen unter www.kiezmacher.de und www.facebook.com/kiezmacher

11. August, ab 14.00 Uhr, im Brüsseler Kiez

Rehberge und Plötzensee: Rudern inmitten Weddings grüner Lunge

Auf Sand gebaut

(C) Linn Asmuß
(C) Linn Asmuß

Das heutige Parkgelände ist Teil des früher ausgedehnten Waldgebietes Jungfernheide. Die sprichwörtliche märkische Streusandbüchse prägte das Landschaftsbild auf dem Gebiet des heutigen Volksparks Rehberge und des Goetheparks in besonderer Weise. Denn in der späten Eiszeit abgelagerter Flugsand hatte sich dort zu ganzen Sanddünen formiert. Darauf wuchsen zum Teil Kiefern und Eichen, doch spätestens nachdem diese nach dem ersten Weltkrieg von der frierenden Bevölkerung abgeholzt wurden, lag die Sandfläche komplett frei. Der Sand beeinträchtigte die benachbarten Wohngebiete erheblich – er war allenfalls als Scheuersand zu gebrauchen. „Der Volksausdruck Berliner Schnee, womit das Treiben des Flugsandes gemeint ist, schreibt sich von den Rehbergen her“, schrieb der Stadtrat Ernst Friedel im Jahr 1899. Es musste also etwas mit dieser Fläche geschehen….