Ma Towu: Die Geschichte jüdischen Lebens im Wedding, 1900-1938

Jüdisches Krankenhaus – Verwaltungsgebäude

Viele Wege führen in den Wedding. Einer geht über die Putlitzbrücke am Westhafen, wo das expressive Mahnmal des Künstlers Volkmar Haase an die mehr als 32.000 jüdischen Bürger erinnert, die von hier ab 1942 deportiert wurden. Zehn Jahre zuvor wohnten rund 3.500 Juden im Wedding. Wo fand jüdisches Leben im Wedding von 1900 bis 1938 statt? Folgen Sie mit mir den Spuren jüdischen Lebens durch den Wedding und Gesundbrunnen.

Videopodcasts: Es spukt auf dem Gartenplatz?

Screenshot aus dem VideopodcastDie Wege in Berlin können lang sein. Dabei muss man oft gar nicht weit fahren, um etwas zu unternehmen und nette Leute zu treffen. Außerdem verbergen sich viele große und kleine Geschichten hinter den Orten, zum Beispiel im Wedding. In vielen Kiezen gibt es eine Menge an Aktivitäten, die von Vereinen, der Stadt oder Initiativen angeboten werden. Diese richten sich an alle Altersgruppen und sind sehr kostengünstig oder sogar kostenfrei. Das Problem – häufig sind diese Angebote nicht bekannt, da kaum Werbung gemacht wird. Deshalb hat des Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße die Videopodcastreihe „Hier bei uns im Brunnenviertel“ erstellen lassen. 

Spaziergänge im Büchlein

Cover des Bändchens Berliner Spaziergänge. Grafik Elsengoldverlag

22.12.2019 „Mit 5 Mark sind Sie dabei.“ Das Büchlein „Mitte mit Wedding und Tiergarten“ der Reihe Berliner Spaziergänge ist mit fünf Euro sehr günstig. Auf 66 Seiten zusammengedrängt findet sich alles Wichtige, was eine Stadtführung über die drei ehemaligen Bezirke zu erzählen hätte. Wem es draußen zu luftig ist, der bleibt mit dem Heft auf dem Sofa sitzen und kann sich dennoch informiert fühlen.

Sebastian Franz hält die Oudenarder Straße fotografisch fest

Eine Straße in Langzeitbelichtung

Nichts ist so beständig wie der Wandel, sagt man und doch passieren die kleinen Veränderungen um einen herum zumeist schleichend und kaum wahrnehmbar. 9473 Straßen gibt es in den Berliner Bezirken, eine davon ist die rund 500 Meter lange Oudenarder Straße. Dort wohnt Sebastian Franz und hält die Veränderungen seiner Straße seit 12 Jahren fotografisch fest.

Schmiedeckes Wedding – in alten Ansichten

Buchcover
Vor- und Rückseite des neuesten Wedding-Foto-Buches von Ralf Schmiedecke. Grafik: Sutton Verlag.

13.11.2018: Ralf Schmiedeckes An-Sammlung von historischen Fotos und Postkarten (nicht nur) vom Wedding ist mittlerweile beachtlich. Sie ist so groß, dass er nun – für den Weihnachtsmann und seine Kollegen gerade noch rechtzeitig – sein viertes Buch mit alten Ansichten vom Wedding drucken lässt. Am 14. November stellt er es in der Thalia-Buchhandlung bei einer Signierstunde im Gesundbrunnen Center vor. Wir durften schon vorab schmulen.

Alte Karten und Stadtpläne beim Geschichtscafé

Historische Stadtpläne und Karten
Historische Pläne werden beim Geschichtscafé besprochen. Foto: Anno erzählt

Auf einer Karte und von oben betrachtet, ist das Brunnenviertel lediglich eine kleine Ausbuchtung des Weddings. Dieser Zipfel lag in den zurückliegenden 150 Jahren aber ganz und gar nicht am Rande. Mit historischen Stadtplänen will der Historiker Niklaas Görsch bei einem Geschichtscafé den kleinen Kiez am Humboldthain als Teil der großen Verkehrsgeschichte vorstellen. Am Sonntag, den 25. März nimmt er die Gäste  mit auf eine Zeitreise von den sandigen Anfängen des Stadtteils bis hin zur Gegenwart. Er schaut dabei besonders auf Schienen, Straßen und Linien.

Weddinger Freiheiten: Als die Kirche besetzt war

Auf den Stellwänden geht es um die Geschichte im Wedding und um soziales Engagement. Fotos: Andrei Schnell
Auf den Stellwänden geht es um die Geschichte im Wedding. Fotos: Andrei Schnell

Ja, das waren noch Zeiten! Als ein paar lautstarke Außenseiter verkündeten, die Stephanuskirche sei jetzt besetzt. Wobei sie mit Besetzung meinten, das Kirchenhaus gehöre jetzt ihnen und nicht mehr der amtlichen Kirche. Aus heutiger Sicht ist das unvorstellbar. Und noch viel erstaunlicher wirkt heute, dass damals nicht als erstes nach dem Sicherheitsdienst gerufen wurde. Nachzulesen ist diese Episode der Kirchenbesetzung auf einer von zwölf Stellwänden der Wanderausstellung „Weddinger Freiheiten“, die derzeit in der St.- Paul-Kirche in der Badstraße 50 zu sehen ist.