Schließung von Karstadt am Leo: Hingehen, solange es noch geht

Karstadt Müllerstraße - Schließung unvermeidbar? Foto: D_Kori
Foto: D_Kori

Meinung: Wohl jeder Weddinger, jede Weddingerin hat Erinnerungen an ein Einkaufserlebnis bei Karstadt am Leo. Wohlgemerkt, Erinnerungen. Denn bei den meisten liegt der letzte Warenhausbesuch schon länger zurück. Jetzt, wo die Schließung des Karstadt angekündigt wurde, wird uns im Wedding schlagartig bewusst, was für ein wichtiger Stabilitätsfaktor dieses Kaufhaus für den Kiez ist. Doch wenn es hier überleben soll, muss sich die Attraktivität von Karstadt ändern. Aber auch unser Einkaufsverhalten.

Göttlich Essen und Trinken in der Tegeler Straße

Ihre Einstellung zu Genuss und Geschmack haben Christian Moskal und seine beiden Geschäftspartner nicht nur zum Motto Ihres Cafés erklärt, sondern auch gleich im Namen festgehalten. Es geht ihnen gerade nicht um das schnelle Bekämpfen von Hunger und Durst, sondern um das Geschmackserlebnis dabei – „Göttlich Essen & Trinken“ eben. Seit Juni 2013 ist das „Göttlich“ nun in der Tegeler Straße 23 zu finden und ein fester Teil der Cafélandschaft im Sprengelkiez geworden.

Séraline de Martinique: Schätze von der Insel

Manchmal muss man auf die Dinge, die den Wedding besonders machen, aufmerksam gemacht werden. Leser Sebastian Trommsdorff schrieb dem Weddingweiser: „Meinen Laden gibt es nun schon seit sechs Jahren im Wedding, wann schreibt ihr mal etwas darüber?“ Und tatsächlich ist sein Séraline de Martinique, ein Rum-Kontor in der Fehmarner Straße, außergewöhnlich. Vielleicht ist es sogar weltweit einzigartig.

GESCHLOSSEN „Die 3 Lügner“: In Wahrheit gibt’s hier mehr als Wein

3 Lügner 2Drei Männer tun sich zusammen. Da sie sich gerne auf ein Gläschen Wein verabreden – oder auch schon einmal auf eine ganze Flasche – haben sie eine Idee. Ein stilvoller Laden für anspruchsvolle Genießer, wie sie es selbst sind. Klingt verwegen, im Wedding Wein und Feinkost zu verkaufen!

GESCHLOSSEN Zu Besuch im Neontoaster – ein Weddinger Kleinod

Foto: Christoph NeubertAn das erste Mal erinnere ich mich noch genau. Es war an einem Sonntag im vergangenen Frühjahr. Vor dem Haus in der Seestraße 106 standen zwei Strandliegen auf einem hölzernen Podest. Daneben weitere Tische, Pflanzen und alte Butterdosen, die als Aschenbecher genutzt wurden. Drinnen erwartete uns ein heller Raum mit einer ungewöhnlich zusammengestellten Auswahl an runden und eckigen Tischen im Stil der 50er/60er-Jahre. Die Liebe steckt dabei im Detail – und in einer fein säuberlich ins Gesamtkonzept integrierten Sammlung ungewöhnlicher Designobjekte.

GESCHLOSSEN: Michele – Feinkost und Fremdsprachen: Darf es ein wenig Toskana sein?

Michael Schaller im Michele.
Michael Schaller im Michele.

Michael Schaller träumt von Italien. Schon als Jugendlicher begeisterte er sich für die Mittelmeerregion. Er lernte die Sprache, er verliebte sich in eine Italienerin und heiratete. Beinahe wäre er, den jeder Michele nennt, vor Jahren sogar ganz nach Italien gegangen. Doch er blieb. Heute teilt er seine Leidenschaft mit den Weddingern, die für die italienische Küche ebenso schwärmen wie er. In der Lotzingstraße 17 im Brunnenviertel betreibt er seit eineinhalb Jahren das „Michele – Feinkost und Fremdsprachen“. Es ist sein kleines Italien im Wedding.

Tegeler Straße: Weddings neue Flaniermeile?

Göttlich tegeler str

Franky vom Laden "Longboardz"
Franky vom Laden „Longboardz“

Das hochspezialisierte Angelfachgeschäft Koss mit seinem weltweit wohl einmaligen „Maden-Automaten“ zog schon immer Kundschaft auch aus anderen Stadtteilen in die Tegeler Straße im Sprengelkiez. Doch heute ist der Fachhändler längst nicht mehr der Einzige. Franky vom „Longboardz“-Laden, der eine ziemlich angesagte Art von Skateboards verkauft, hat ebenfalls viele Kunden von auswärts: „Weil meine Produkte hochspezialisiert sind, kommt zu mir viel Publikum, das nicht im Wedding wohnt“, sagt er.  Wenn ein Auswärtiger das Bild einer typischen Weddinger Straße mit Spielcasinos und türkischen Kulturvereinen im Kopf hat, wird er sich an der Tegeler wundern. Denn inzwischen ist der Longboard-Laden umgeben von Cafés, einem Restaurant, einem Blumengeschäft, dem Bioladen, der ZweigStelle, einem Pub und einigen Spezialitätenrestaurants wie dem Koreaner Shikgoo und dem Inder „Naveena Path„.