Auf Linie: Ab Leo mit Bus 221 und 142

Busse im WeddingDer Leopoldplatz hat sich nach der Abschaffung der Straßenbahn in Berlin (West) 1967 zu einem Busknotenpunkt entwickelt. Hier treffen sich seit 1961 zwei U-Bahn-Linien, zudem hat der Platz von der Stadtplanung der Nachkriegszeit die Funktion eines Zentrums für den Wedding erhalten. Sieben Linien fahren den Platz am Tage an. Zwei davon sind eine nähere Betrachtung wert…

Auf Linie: Mit dem 247er durchs Brunnenviertel

Busse im WeddingDer Nordbahnhof ist mit Reif überzogen, auf den roten Schwingtüren am Eingang liegt noch der Niederschlag der Nacht, pendeln die Eiskristalle hin und her. An der Bushaltestelle vor dem Bahnhof pusten die Wartenden Wolken aus warmer Atemluft in den winterkalten Tag. Es ist Montagmorgen, kurz vor zehn und 15 Menschen warten auf den Bus. Als er kommt, leert sich die Haltestelle schnell. Der Bus Nummer 245 wird in Richtung Zoologischer Garten und in den ersten Arbeitstag der Woche fahren. Auf den folgenden Bus der Linie 247 hat heute kaum jemand gewartet. Nur ein junger Mann mit blauer Funktionsjacke und Mitte-Frisur hat sich einen Platz am Fenster gesucht.

Auf Linie: Der M 27, die Weddinger Schnecke

Busse im Wedding³Wer hätte das gedacht: Als der M 27 im Dezember 2004 eingeführt wurde, durfte ihn die BVG nur probeweise als Metrobus titulieren. Denn: Der M 27 würde so schnell wie die S-Bahn sein und ihr deshalb Fahrgäste wegnehmen, so die damalige Befürchtung der Deutschen Bahn. Doch als flinkes Wiesel werden die meisten Fahrgäste den M 27 wohl nicht assoziieren, eine gelbe Schnecke trifft es da schon eher

Auf Linie: Der 65er, eine ganz besondere Linie…

Busse im WeddingAusgerechnet die Nummer 65, die ehemalige Postbezirksnummer des Wedding und inoffizieller „Code“ für unseren früheren Bezirk, wurde auch für eine Buslinie vergeben, die den Wedding über die Stadtautobahn A 100 mit Neukölln verband. Mit diesem West-Berliner Kuriosum, das mit der Eröffnung der Ringbahn 1993 wieder wegfiel, beginnen wir eine neue Serie über Buslinien im Wedding.

Müllerstraße: Großer Boulevard mit Lackschäden

An der Müllerstraße ist der Lack ab

Die Müllerstraße, die über drei Kilometer lange, unangefochtene Hauptschlagader des Wedding, besitzt noch das Format einer Hauptstraße. Ihr bescheidener Anfang als Sandpiste zwischen Tegel und Berlin ist ihr jedenfalls nicht mehr anzusehen, Reste der ländlichen Bebauung vor den Toren Berlins gibt es auch nicht mehr. Wie so viele Magistralen anderer Weltstädte führt sie schnurgerade aus den Vororten direkt ins Herz der Innenstadt.

Ohne eigenes Auto unterwegs im Wedding

Carsharing, Fahrrad & zu Fuß

Kein eigenes Auto? Im Wedding ist das ganz normal. Und das nicht nur wegen des schmalen Budgets vieler Bewohner unseres Ortsteils – schließlich besitzen ca. 40 % der Berliner Haushalte kein eigenes Auto, in einigen Innenstadtquartieren liegen die Werte bei unter 200 Autos auf 1.000 Einwohner. Zum Vergleich: der Bundesdurchschnitt beträgt etwa 550 Autos auf 1.000 Einwohner!