Schlagworte: Bibliothek

6 Weddinger Orte für Bücherwürmer

Das Antiquariat Mackensen
Das Antiquariat Mackensen

Der Wedding ist mit großartigen Bibliotheken ausgestattet, und auch ein paar originelle Bücherläden kann der Lesehungrige in unserem Stadtteil finden. Wir haben einmal einige Orte zusammengefasst, die die Herzen von Bücherwürmern höher schlagen lassen könnten:

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Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie

lsvd4Alljährlich am 17. Mai findet der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie statt. Durch Aktionen, Kundgebungen und Workshops soll auf die Diskriminierung von Verfolgung von Menschen gedacht werden, die schwul, lesbisch, bi- oder trans*sexuell sind. Seit dem 17. Mai 1990 stuft die Weltgesundheitsorganisaton WHO Homosexualität nicht mehr als Krankheit ein. Unter den Nazis wurden viele Homosexuelle aufgrund des damaligen § 175 im KZs verschleppt und ermordet, noch bis in die 1960er Jahre mussten schwule Männer mit Gefängnisstrafen rechnen.

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5 Stellen, wo der Wedding echt unterirdisch ist

Bücherreihen in der Bibliothek am Luisenbad. Foto: Hensel
Bibliothek am Luisenbad, Foto: Hensel

Zeitweise war der Ruf unseres Stadtteils so dermaßen im Keller, dass manche Bewohner ihren Wohnort schamhaft verschwiegen oder mit einer diffusen Ortsangabe verschleierten. Über eine besonders gute Reputation verfügt der Wedding in der öffentlichen Meinung nicht.  Ja, geradezu unterirdisch geht es im Wedding zu – wie wir anhand einiger Beispiele zeigen… Weiterlesen

Bibliotheken heißen Flüchtlinge willkommen

Schiller-BibliothekAus der Heimat fliehen, in einer unbekannten Welt stranden. Alles ist neu: Sprache, Kultur, Stadt, Alltag. Die ersten Wochen und Monate sind für Asylbewerber geprägt von Terminen, Zurechtfinden und gleichzeitigem Nichtstun können oder dürfen, oft auch von dem Bewältigen von Erlebtem.Die Bibliotheken in Mitte (Schiller-Bibliothek, Bibliothek am Luisenbad usw.) geben unbürokratisch Nutzungsausweise heraus, um Flüchtlingen beim Ankommen zu helfen…

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Schiller-Bibliothek: Messingfarbener Leuchtturm

Schiller-BibliothekDie Metallfassade bringt eine ungewöhnliche Optik an diese unscheinbare Ecke der Müllerstraße. Große, versetzt übereinander angeordnete Fenster dürften aber dafür sorgen, dass die Schiller-Bibliothek kein dunkler Rückzugsort für Bücherwürmer wird. Die Bibliothek könnte – nicht nur zu dunklen Stunden – tatsächlich ein Leuchtturm für den als bildungsarm wahrgenommenen Wedding sein. Auch wenn er zur Eröffnung noch als Baustelle daherkam, ist der Bibliotheksneubau ein Grund zu großer Freude. Was lange währt, wird endlich gut: Die Städtebauförderung, Mittel aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Zentren“ Müllerstraße, das Programm „Bibliothek im Stadtteil“ des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie bezirkliche Mittel machen es möglich. Weiterlesen

Bye bye Bücher: Der stille Abschied der Hugo-Heimann-Bibliothek

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Bilck in die Hugo-Heimann-Bibliothek. Die Bücher, CDs und DVDs ziehen ab Ende April um in die Müllerstraße.

Es hat keine Demonstrationen gegeben, keine Bürgerinitiative, keine Unterschriftensammlung, nicht einmal ein Plakat. Ganz still und leise verabschiedet sich die Hugo-Heimann-Bibliothek aus dem Brunnenviertel. Sie schließt am 27. April. Das Viertel verliert damit einen Treffpunkt und eine wichtige Bildungseinrichtung. Die 37.000 Medien der Bibliothek, die Ende der 70er Jahre gegründet wurde, ziehen perspektivisch in die neu gebaute Schiller-Bibliothek in der Müllerstraße – wenn diese fertig ist. Mit der Schließung der Kinder- und Jugendbibliothek im Brennpunktkiez will der Bezirk Geld sparen.

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Die Panke entlang (Teil 2)

Gedenkstein WiesenstrIm ersten Teil sind wir schon von der Mündung der Panke am Nordhafen bis zur Pankstraße entlanggewandert – durch eine Art Niemandsland, zwischen Wohnhauszeilen und alten Fabrikgebäuden. Jetzt geht es weiter durch Gesundbrunnen bis fast zum Bürgerpark Pankow.

Wir starten an der Pankstraße 83. Idyllisch fließt hier die kanalisierte Panke zwischen den Brücken der Pankstraße und der Wiesenstraße, entlang begrünter Hinterhöfe und Wohnhäuser der 1950er Jahre. Der erste nachweisbare Siedlungskern des Wedding, ein landwirtschaftliches Gut im Besitz der Stadt Berlin und später des Kurfürsten, erstreckte sich genau hier ab dem 13. Jahrhundert. Die letzten Gebäude des Weddinghofes verschwanden erst während des Mietskasernenbaus der Gründerzeit. Genauso schwer ist heute vorstellbar, dass am 1. Mai 1929 in der Kösliner Straße, die sich hinter den Neubauten befindet, Straßenschlachten tobten, die mindestens 19 zivile Todesopfer forderten. Dieses Gebiet war eine kommunistische Hochburg, die den Beinamen des Bezirks “Roter Wedding” prägte. Nur ein Findlings-Gedenkstein an der Wiesenstraßenbrücke erinnert heute noch daran – die einst so stadtbildprägenden Mietskasernen sind hier jedenfalls verschwunden. Weiterlesen

Kommentar: Beschämend – wer benennt Straßen und Plätze?

Simit Evi vor dem Rathaus WeddingSoso. Die BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) hat also offenbar keine anderen Probleme als zu verhindern, dass der Platz neben dem Rathaus Wedding einen würdigen Namen erhält, nämlich „Elise und Otto Hampel-Platz“. Elise und Otto Hampel waren ein Weddinger Arbeiter-Ehepaar, die nach dem Tod ihres einzigen Sohnes im Zweiten Weltkrieg mutigen Widerstand gegen die Nazis leisteten, mit schlichtesten Mitteln. Sie verteilten heimlich handgeschriebene Postkarten gegen den Krieg, bis die Gestapo sie nach langer Suche verhaftete. Beide wurden von den Nazis hingerichtet. Hans Fallada widmete ihnen seinen weltberühmten Roman „Jeder stirbt für sich allein“. Weiterlesen

Lies mal! Wie Schüler Bücher lieben lernen

lesepaten2Es ist Dienstag, viertel vor neun. Dorothea Peichl drückt die Klingel am Tor. „Sekretariat Carl-Krämer-Schule“, schallt es aus der Gegensprechanlage. „Peichl, ich bin zum Vorlesen hier.“ Mit dem Surren öffnet sie die Tür, geht über den Hof und erreicht nach ein paar Treppen den Klassenraum. Die Frührentnerin wird sofort von einigen Kindern umringt, mit fünf Kindern, ausgesucht von der Klassenlehrerin, wird sie heute zwei Stunden Lesen und auch etwas Schreiben üben.

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Schiller-Bibliothek: Winterschlaf für ausgeliehene Bücher

Ehem. BVV-Saal und Rathausturm
Ehem. BVV-Saal und Rathausturm

Im Frühjahr 2015 erhält der Ortsteil Wedding endlich wieder eine Bibliothek mit ausreichend Platz. Darum bleibt ab Montag, dem 8. Dezember die Schiller-Bibliothek im Rathaus Wedding bis zur Eröffnung der neuen Mittelpunktbibliothek im Frühjahr 2015 geschlossen. Hintergrund für die Schließung ist die Vorbereitung des Umzuges in den Neubau am Leopoldplatz.

Die jüngere Geschichte des Büchertempels ist sehr bewegt: 2006 schloss die Schiller-Bibliothek an der oberen Müllerstraße ebenso wie die Postfiliale ihre Pforten (das Gebäude machte dann einer Lidl-Filiale Platz) und zog in den ehemaligen Sitzungssaal der Weddinger Bezirksverordneten am Leopoldplatz. Dieser 1962 eröffnete denkmalgeschützte Bau war 2002 nutzlos geworden, nachdem der Bezirk Wedding in Berlin-Mitte aufgegangen ist. Der Gebäudekomplex des Rathauses ist übrigens von Fritz Bornemann, dem Architekten der Amerika-Gedenkbibliothek entworfen worden. Tatsache ist aber: die Nutzfläche der Bibliothek war für einen Ortsteil mit immerhin 70.000 Einwohnern viel zu gering, nur knapp 40.000 Medien fanden Platz. Anspruchsvollere Bücherfreunde konnten allenfalls auf die Bibliothek am Luisenbad in Gesundbrunnen ausweichen. Weiterlesen