Ein Wegweiser für die neuen Papas

Väterlotse Selcuk Saydam
Sel­cuk Say­dam ist Väter­lot­se im Bezirk Mit­te. Foto: Hensel

Über die Rol­le der Väter ist viel gespro­chen wor­den. Sol­len sie sich mehr an der Kin­der­er­zie­hung betei­li­gen oder im Tren­nungs­fall nur pünkt­li­cher Ali­men­te zah­len? „Die Väter heut­zu­ta­ge wol­len mehr Ver­ant­wor­tung über­neh­men“, stellt Sel­cuk Say­dam fest, „und das auch schon in der Schwan­ger­schaft.“ Seit Anfang des Jah­res ist er Väter­lot­se des Bezirks Mit­te und schaut auf die Papas im Bezirk. Vom Fami­li­en­zen­trum der Fabrik Oslo­er Stra­ße aus sam­melt er zunächst, wel­che Ange­bo­te es für Väter gibt und bringt die zusam­men, die auf dem Gebiet aktiv sind.

Schreibabys: Paula Diederichs hilft Eltern aus der Krise

Paula Diederichs mit einem Baby.Manch­mal hilft nur noch Pau­la. Pau­la Diede­richs ist für Müt­ter und Väter da, deren Neu­ge­bo­re­ne schein­bar ohne jeden Grund dau­er­haft schrei­en. Die Lei­te­rin der SchreiBa­by­Am­bu­lanz ist stadt­weit bekannt und nicht nur im Wed­ding eine sehr gefrag­te Per­son. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat die SchreiBa­by­Am­bu­lanz in der Nach­bar­schafts­E­ta­ge der Fabrik Oslo­er Stra­ße ihr 20-jäh­ri­ges Jubi­lä­um gefeiert.

Ich komm’ nicht klar damit! Ein Beratungsgespräch

Heike Fahrnländer (rechts) bei einem Beratungsgespräch in der MachBar. Foto: MachBar
Hei­ke Fahrn­län­der (rechts) bei einem Bera­tungs­ge­spräch in der Mach­Bar. Foto: MachBar

Am Antrag fürs Arbeits­lo­sen­geld II schei­tern vie­le. Wer Glück hat, fin­det Hil­fe – so wie in der Mach­Bar. Das Team vom Bera­tungs­la­den hilft zum Bei­spiel mit den Brie­fen vom Amt und beim Aus­fül­len von Anträ­gen. Seit zehn Jah­ren gibt es die Mach­Bar von der gemein­nüt­zi­gen Schild­krö­te GmbH in der Put­bus­ser Stra­ße 29 im Brun­nen­vier­tel. Der Bedarf an Bera­tung ist groß. Seit 2006 hat das Team ins­ge­samt 12.000 Bera­tun­gen durch­ge­führt. Wir haben bei einer Bera­tung zugehört.

“Rechtsambulanz”: Recht bekommen – eine Frage des Geldes?

Rechtsambulanz WeddingWer ohne anwalt­li­che Bera­tung gegen Ent­schei­dun­gen von Behör­den vor­ge­hen möch­te, schei­tert oft schon an büro­kra­ti­schen Hür­den und wird dann mit sei­nen Pro­ble­men allei­ne gelas­sen. Dies gilt vor allem für das Sozi­al­recht. Bedürftige, deren Anträ­ge auf Hartz IV, Woh­nungs­geld oder Grund­si­che­rung abge­lehnt wer­den, sind oft nicht in der Lage, die Kos­ten für einen Anwalt zu tra­gen. Genau die­sen Men­schen möch­te der Ver­ein „Recht­sam­bu­lanz Sozi­al­hil­fe e.V.“ zur Sei­te stehen.

„Blumen Seerose“, die kreative, florale Welt in der Seestraße

Seerose BlumenladenEr ist schon sehr lan­ge mein abso­lu­ter Favo­rit, der klei­ne ver­steck­te Blu­men­la­den in der See­stra­ße 45. Nel­ken mit Schlei­er­kraut und Krepp­krem­pen sucht man hier ver­ge­bens. In der „Blu­men See­ro­se“ ent­ste­hen Kunst­wer­ke aus Blü­ten, Blät­tern, Zwei­gen, Früch­ten und ande­ren schö­nen Acces­soires. Die wasch­ech­te Wed­din­ge­rin Gül­can Özsa­hin führt das Geschäft seit 1995. Ivon­ne Schü­ler stieß im Jahr 2000 zum Team dazu. Die bei­den Frau­en arbei­ten nicht nur seit Jah­ren im Wed­ding, sie leben auch im Kiez. Wie ande­re alt­ein­gesse­ne Kiez-Bewoh­ner und Geschäfts­leu­te sehen auch Gül­can Özsa­hin und Ivon­ne Schül­ler den aktu­el­len Umbruch im Wed­ding mit gemisch­ten Gefüh­len entgegen.