Tagescafé Baobab in der Soldiner Straße

Das Café Baobab von außen
Noch neu in der Soldiner 41 ist das Baobab. Foto: Andrei Schnell

Noch neu ist das Café Baobab in der Soldiner Straße 41. Die Betreiber Györgyi Bòka und Victor Matekole hatten zwar am 15. Dezember 2017 ihren ersten Tag mit offenen Türen, doch komplett fertig sind sie noch nicht mit allem. Sie haben den Weddingweiser gebeten, mit einem Artikel zu warten. Ja, wenn bloß Geduld eine Stärke dieser Plattform wäre, seufz. Hier ist unser erster Artikel mit allen Infos, die jeder erhalten kann, der einfach mal im ersten veganen Café im Soldiner Kiez vorbeischaut. Wobei wir finden, dass ein Besuch sich schon jetzt lohnt.

Das letzte Jahr Kugelbahn Wedding

Außenansicht der Kugelbahn in der Grüntaler Straße. Foto: Sandy Stöckel
Foto: Sandy Stöckel

Die Kugelbahn Wedding ist ein Faszinosum. Ihre Architektur ist so selten und ausgefallen wie ein kostenloser Parkplatz in Prenzlauer Berg. Der verglaste Flachbau, ihr Interieur und die 50 Jahre alte Kegelbahn im Keller erinnern an ein amerikanisches 60er Jahre Film-Set. Rustikal und kultig. Besonders, weil die Konstruktion der Kegelbahn im Keller – vorne schmal, im Mittelteil ausgehöhlt, hinten breiter – eine echte historische Rarität ist. Der Keller bietet nicht nur Platz für Präzisionssportart, sondern auch eine kleine Bühne für Konzerte, Lesungen oder Comedy. Allen, die es bis jetzt noch nicht hingeschafft haben, sei geraten das in naher Zukunft nachzuholen, denn die beliebte Location in der Grüntaler Straße schließt Ende des Jahres.

Das Malör – Crêperie und Kaffeekeller

Blick ins Malör. Foto: Sandy Stöckel
Blick ins Café. Foto: S. Stöckel

Dank einer Taube fand eine der französischsten Erfindungen seit dem Croissant Einzug in den Wedding. Die herzhafte Version von Crêpes – sogenannte Galettes – markieren einen neuen kulinarischen Lichtblick im Bellermannkiez.  Mit dem Malör ist ein DIY-inspiriertes Cafe in die Straße gezogen, das sich von außen durch seine aufmerksam zusammengeschusterte Holz-Deko hervortut.

Gastro-Hotspots im Sprengel- und im Brüsseler Kiez

Auf den ersten Blick haben die beiden Nachbarkieze höchstens die Beuth Hochschule gemeinsam. Abgegrenzt durch die laute Seestraße, die Müllerstraße und den Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal hat sich im Sprengel- und im Brüsseler Kiez an drei Hotspots aber ein gastronomisches Eigenleben entwickelt, wie es sonst kaum ein Gebiet im Wedding besitzt.

Moritz Bar: Die Bar, auf die der Kiez gewartet hat

An manchen Stellen ist der Putz herausgebrochen und das Mauerwerk zu sehen, die Glühbirnen über dem bogenförmigen Tresen hängen nackt, aber effektvoll, von der Decke herunter. Eine Diskokugel versteckt sich gleich über der Tür. Eine Bar, die neugierig macht. So eine sympathische „Spelunke“ hat dem Kiez gerade noch gefehlt. Bis dahin fiel die Adolfstraße nämlich nicht gerade durch Ausgehmöglichkeiten auf.

5 Bars zwischen Leo und Panke

Ausgehen im Wedding ist wie eine Schatzsuche. Ohne eine gute Schatzkarte, Mund-zu-Mund-Propaganda oder einen guten Lokalblog geht da gar nichts. Dabei gibt es genug Auswahl. Man muss sich nur trauen, von den Hauptstraßen in unscheinbare Nebenstraßen auszuweichen. Richtige Kneipenmeilen, wo sich ein Hotspot an den anderen reiht, gibt es im Wedding auch nicht. Zum Glück – so haben auch die Bars im westlichen Wedding ihren Kreis an Stammgästen aufgebaut und sind nicht auf Touristengruppen und Laufkundschaft angewiesen. Die Barlandschaft im Wedding ist nicht einheitlich. Kaum eine Bar will jedem Publikum gefallen. Man muss sie sich erarbeiten. Diesmal bleiben wir zwischen dem Leo und der Panke.