Zwischen Willkommenskultur und Ärger im Bauch

Auf dem Platz vor der Stephanuskirche im Soldiner Kiez halten sich regelmäßig Roma-Familien auf. Das gefällt nicht allen. Foto: Hensel
Auf dem Platz vor der Stephanuskirche im Soldiner Kiez halten sich regelmäßig Roma-Familien auf. Das gefällt nicht allen. Foto: Hensel

Flüchtlinge gibt es nicht erst seit vorletztem Sommer. Schon seit neun Jahren leben zum Beispiel im Umfeld der Stephanuskirche im Soldiner Kiez mehrere Roma-Familien aus Rumänien. Sie sind Armutsflüchtlinge aus Bukarest, Sofia, Paris oder Mazedonien. Sie leben in den Autos an der Soldiner Straße und halten sich oft auf dem Platz vor der Kirche auf. Während manche Anwohner ihnen mit Verständnis begegnen, ärgern sich andere über die Probleme, die auch aus ihrer Anwesenheit entstehen.

bi’bak: Zwischen den Kulturen in einem alten Ford Transit

Die Ausstellung SILA YOLU („Heimatweg“) wird in einem alten Ford Transit gezeigt. Bis Anfang Oktober steht der vor dem bi'bak und an anderen Orten im Wedding. Foto: Malve Lippmann
Die Ausstellung SILA YOLU („Heimatweg“) wird in einem alten Ford Transit gezeigt. Bis Anfang Oktober steht der vor dem bi’bak und an anderen Orten im Wedding. Foto: Malve Lippmann

An verschiedenen Orten im Wedding ist derzeit eine Austellung in einem alten Ford Transit Bus zu sehen. SILA YOLU („Heimatweg“) hält bis Ende der Woche vor dem bi’bak in der Prinzenallee, im himmelbeet und in der Galerie Wedding. Es gibt ein Begleitprogramm mit Filmen, Lesungen und Vorträgen. Im März endet die Schau das bi’bak-Projektes mit einem einmonatigen Aufenthalt in Istanbul. Ein Interview mit den Machern erscheint in der nächsten Ausgabe des Kiezmagazins Soldiner und hier bereits vorab.

Zum Tag der Deutschen: Wie wird man eigentlich deutsch?

Wie Maja Lasić Deutsche wurde. Foto Andrei Schnell
Wie Maja Lasić Deutsche wurde. Foto Andrei Schnell

Gastautorin Maja Lasić kam mit 14 Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland. Zwischen Ankunft und Ankommen liegen 15 Schritte. Der Text ist eine gekürzte Version ihrer Beschreibung vom 27. Februar 2013.

„Schritt 1:
Du reist mit 14 ein. Du sprichst kein Wort Deutsch außer „Halt“, „Achtung“ und was sonst noch in Partisanenfilmen vorkommt. Du fühlst Dich fremd und willst nur zurück in Deine Heimat.

Das 7. interkulturelle Fußballturnier auf der Kokswiese

Interkulturelles FussballturnierÜber das verbindende Element des Sports oder besser gesagt: des Fußballs, sollen Berliner Sportliche mit den Sportfreunden unter den Flüchtlingen ins Gespräch kommen. Aus diesem Grund findet an diesem Samstag das 7. interkulturelle Fußballturnier „Solidarität mit Flüchtlingen – Jetzt!“ auf der Kokswiese statt. An dem Turnier werden insgesamt 25 Erwachsenen- sowie 12 Jugendteams teilnehmen. Auch für interessierte Familien sowie Einzelbesucher wird es ein reichhaltiges wie natürlich informatives Angebot geben.

„Dardaschat: Berlin und Syrien sprechen sich aus“

(C) Benjamin Vrucek
Foto: Benjamin Vrucak

Haben Deutsche und Syrer vielleicht doch mehr gemeinsam als wir vermuten? Der Verein SALAM e.V. lädt bereits zum zweiten Mal zu einem Kulturwochenende der Begegnungen ein. Dieses wird vom 15. bis 17. Juli im August-Bebel-Institut und in den Vereinsräumen in der Buttmannstraße in Gesundbrunnen stattfinden.

Kiez global oder Vom Ursprung der Kokosmilch

Gemeinsames Kochen im Freizeiteck in der Graunstraße. Die brasilianische Küche und Kultur ist hier das Thema. Foto: U. Wronski
Gemeinsames Kochen im Freizeiteck in der Graunstraße. Die brasilianische Küche und Kultur ist hier das Thema.

Die Brasilianerin Evelyne Leandro lebt im Brunnenviertel, ist aber deutschlandweit als Referentin für globales Lernen unterwegs. Hier erklärt sie, wie jeder am Kochtopf die Welt kennenlernen kann. Die nächste Gelegenheit dazu besteht am 8. April.

Seminare für ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Engagierte

Bücher für die Notunterkunft Gotenburger Straße. Foto: Hensel
Bücher für die Notunterkunft Gotenburger Straße. Foto: Hensel

Kooperation und Konflikt und der Rolle von Werten beim Engagement

Für zwei Seminare zur Beteiligung von Ehrenamtlichen und Flüchtlingen an der Berliner Flüchtlingspolitik, die von Wedding.hilft und dem Soldiner Kiez e.V angeboten werden, sind noch Plätze frei. Bei den beiden Seminaren stehen weniger die politischen Strukturen im Vordergrund, sondern die Vergewisserung der eigenen Möglichkeiten und Grenzen, wie sie sich aus den eigenen Ressourcen und Werten ergeben.

An(ge)kommen – Aktionswoche zum Thema Flucht

Paul Gerhardt Stift Klosterhof StadtteilzentrumSo wie andere Stadtteile, steht auch der Wedding vor der Herausforderung von Flucht und Migration. Daraus ergeben sich natürlich viele Fragen. Aus diesem Grund findet unter dem Titel „An(ge)kommen?!“ ab dem  18.  Januar 2016 im Stadtteil- und Familienzentrum Paul-Gerhardt-Stift eine Aktionswoche zur Situation von Flüchtlingen statt. Neben einem Konzert der syrischen Künstlerin Diala Hanana sowie dem Theaterstück „Letters home – Flüchtlinge erzählen“ rückt besonders die an Anwohner des so genannten Parkviertels gerichtete Informationsveranstaltung über die Situation der im Bezirk befindlichen Flüchtlinge in den Vordergrund.