„Spurensuche Kolonialer Sprengelkiez“ – deutscher Kolonialismus in Samoa und China

Sprengel-/Samoastraße

Warum gibt es im Wedding eine Samoastraße und einen Pekinger Platz? Aktuell wird in den Medien viel über deutschen Kolonialismus und Rassismus debattiert. Daher lud das Interkulturelle Gemeinwesenzentrum „Sprengelhaus“ in der Sprengelstraße 15 am 17. Juni zur Führung „Spurensuche Kolonialer Sprengelkiez“ ein. Unsere Autorin war mit von der Partie.

Kurze Schrift, langes Gedenken – Grabstätten berühmter Stenografen

Grabmal eines StenografenIn unmittelbarer Nachbarschaft zum Wedding, auf den Friedhöfen des Berliner Doms und des Französischen Doms an der Liesenstraße 6/7 gibt es fünf Grabstätten, die zwei Erfindern und drei Fachschriftstellern der Stenografie ein ewiges Andenken sichern sollen. Die Historikerin Ute Pothmann stellt uns die Stenografen vor.

Wasser marsch! – Straßenbrunnen im Wedding

Straßenbrunnen Foto Ute Pothmann
Tegeler Straße

Vor dem Haus Nr. 34 in der Tegeler Straße steht ein Straßenbrunnen. Er ist einer von gut 50 Schwengelpumpenbrunnen, die in den verschiedenen Weddinger Kiezen stehen. Die meisten dieser Brunnen kommen recht unspektakulär in der Form schlanker, unverzierter Säulen daher, deren zylindrische Baukörper überwiegend aus einem Stück fabriziert wurden. Doch die Unterschiede liegen, wie so oft, im Detail: Die Brunnen unterscheiden sich durch die Form der Handgriffe und die Form der Beschwerungskörper, die das Pumpen erleichtern. Sie unterscheiden sich durch die Form des Schwengelansatzes und des Wasseraustrittsrohrs sowie die Muldenform am Brunnenfuß, in der Fachsprache „Tränkstein“ genannt. Auch die Position von Schwengel und Rohr zueinander ist nicht immer gleich.

Spaziergang übern Friedhof – Alte Grabsteine an der Turiner Straße

GrabsteineAn der Turiner Str. 9-17 liegt ein Friedhof. Er wurde 1866 angelegt und ist unter dem Namen Garnisonsfriedhof bekannt. Hunderte Grabstätten erinnern an getötete Soldaten des Ersten (1914-1918) und des Zweiten (1939-1945) Weltkrieges. Sie erinnern durch rechteckige, steinerne Bodenplatten, die, jede für sich, in eine schmale, steinerne Umfassung eingelassen wurden. Zu lesen sind darauf die Namen der Toten, der Tag ihrer Geburt und der Tag ihres Todes. Es stehen aber auch das erste und das letzte Jahr des Krieges darauf. Wie die lebenden Soldaten einst in Reih und Glied standen, so sind auch die Grabplatten in Reih und Glied angeordnet.