„Wedding? Ich bleibe hier!“ gewinnt

Foto: Andaras Hahn

Am 15. Dezember wurden im City Kino Wedding die zwölf beim Wettbewerb „90 Sekunden Wedding“ eingereichten Kurzfilme gezeigt. Im Anschluss daran konnten die etwa hundert Zuschauer für ihren Lieblingsfilm abstimmen. Gewonnen hat ein Film, der in nur einer einzigen Kameraeinstellung den verkehrsumtosten Leopoldplatz zeigt, aber dennoch sehr eindringlich die Situation einer stadtbekannten Obdachlosen zeigt. 


Beiträge für „Mein Wedding“ auf der Müllerstraße gesucht

Eröffnung der Ausstellung "mein wedding 4" auf der Müllerstraße. Im Mittelpunkt steht Sharleen von der Leo-Leonni-Grundschule. Sie ist auf dem Plakat zu sehen. Foto: Hensel
Eröffnung der Ausstellung „mein wedding 4“ auf der Müllerstraße. Im Mittelpunkt steht Sharleen von der Leo-Lionni-Grundschule. Sie ist auf dem Plakat zu sehen. Foto: Hensel

Auch in diesem Jahr wird es wieder die Mittelstreifen-Ausstellung in der Müllerstraße geben. Bis zum 15. Juli können Kunstschaffende und Kreative auch aus dem Bereich Kitas und Schulen dafür bildnerische Werke unter dem Motto „Mein Wedding5“ einreichen. Die Ausstellungseröffnung ist voraussichtlich am Samstag, den 1. September um 11 Uhr in der Schiller-Bibliothek.

Ihr seid die Jury: Wählt den Publikumssieger unseres Kurzfilmwettbewerbs!

Logo90SekWeddingDie Einreichungen zum Kurzfilmwettbewerb 90 Sekunden Wedding liegen nun vor! Auf unserer Facebook-Seite könnt ihr alle Beiträge ansehen und an der Abstimmung über den Publikumspreis teilnehmen. Mit eurem „Like“ gebt ihr eure Stimme für den besten Kurzfilm ab. Der Beitrag, der bis Freitag, 23.9 umd 23 Uhr die meisten „Likes“ erzielt hat, gewinnt den Publikumspreis und wird auf jeden Fall einen Monat lang im City Kino Wedding als Vorfilm gezeigt.

FRISTVERLÄNGERUNG: Kurzfilme können bis 19. September eingereicht werden

kurzfilmwettbewerbLiebe Hobbyfilmer und Freunde der bewegten Bilder,

wir schenken euch eine zusätzliche Woche, um euren Beitrag für den Kurzfilmwettbewerb zu drehen. Bis zum Montag, 19. September könnt ihr euren 90 Sekunden Kurzfilm noch einreichen. Wir wissen, dass es manchmal mehr Zeit braucht als geplant, einen Kurzfilm zu drehen. Daran soll euer Projekt nicht scheitern. Für uns heißt das: Eine Woche mehr Vorfreude auf eure Filme!

Mit der Kamera durch den Wedding: Dreharbeiten für den Kurzfilmwettbewerb

p1030186Der Kurzfilmwettbewerb 90 Sekunden Wedding geht in die letzte Runde: Noch bis Montag, 12. September können Beiträge eingereicht werden. Auch Tatjana nutzt das Wochenende, um ihren Kurzfilm fertigzustellen. Sie hat mir erlaubt, ihr bei dem Projekt über die Schulter zu schauen.

Rathaus und Hochhaus bekommen ein vorzeigbares Umfeld

Rathausvorplatz Wedding
heutiger Zustand

Ein Straßenschild vor dem Alten Rathaus, direkt vor der Galerie Wedding, mit der Aufschrift „Limburger Straße“ zeigt in Richtung eines tristen Platzes mit überwucherten Freiflächen, überkommenen Stadtmöbeln und einer Gruppe von hoch gewachsenen Pappeln. Eine Straße ist da nicht mehr zu erkennen. Zumal mitten in der Sichtachse ein gläserner Verbindungsgang zwischen den Verwaltungsgebäuden verläuft, die sogenannte „Beamtenlaufbahn“…

Das soll sich neuesten Umgestaltungsideen zufolge ändern. Am 18. Juni entschied nämlich ein Preisgericht unter dem Vorsitz der Landschaftsarchitektin Gabriele Pütz, welcher Entwurf der Planung zugrundegelegt werden soll. Der erste Preis mit 9.000 Euro Preisgeld ging an das Berliner Landschaftsplanungsbüro ANNABAU. Der klar gegliederte Entwurf sei „eine Arbeit, der es gelingt, eine angemessene Verbindung zwischen Leopoldplatz und Beuth-Hochschule anzubieten“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Zentraler Ort für den Wedding

Planung Rathaus-Umfeld
Quelle: ANNABAU

Wesentliches Ziel des von der Senatsverwaltung ausgelobten Wettbewerbs ist es, einen urbanen Platz als zentralen Identifikationsort und vielseitig nutzbare Freiflächen zu schaffen. Der Ort hat nämlich viel Potenzial: die den heutigen (namenlosen) Platz umgebenden Gebäude werden bald ihre Funktion und ihr Gesicht stark verändern – so wird Ende 2014 in den sanierten Hochhausturm von 1964 das Job-Center Mitte einziehen und die mit Raumnot kämpfende Schillerbibliothek erhält einen aufsehenerregenden Neubau an der Brandwand auf der Südseite.

Eine Verbindung zwischen Genter und Müllerstraße

Der Clou am Gewinnerentwurf ist die Verbindung zwischen der eher etwas steinlastigen Müllerstraßen-Seite und der wesentlich grüneren Rückseite des Hochhausturms: eine Art „Lesegarten“ vor der neuen im Bau befindlichen Bibliothek und direkt neben dem zukünftigen Job-Center-Hochhaus macht die bislang ziemlich unwirtliche und unzugängliche Fläche überhaupt erst zu einem öffentlichen Raum.

(Quelle: ANNABAU)
Quelle: ANNABAU

Die Bau- und Realisierungskosten werden mit 2,1 Mio € für ca. 14.700 m² Freiraum aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm ‚Aktive Stadtzentren‘, sowie aus Städtebaufördermitteln des Bezirkes finanziert. Geplant ist die weitestgehende Fertigstellung des Umfeldes 2014/2015.

Übrigens bleibt die Pappelgruppe vor der heutigen Bibliothek (im ehemaligen Sitzungssaal der BVV) erhalten – sie sollen nämlich an den Rummelplatzbetreiber und Artisten „Onkel Pelle“ erinnern, der an dieser Stelle Anfang des 20. Jahrhunderts einen Vergnügungspark betrieb.

Unter der Voraussetzung, dass die Mittel dafür zur Verfügung stehen, soll der die Blickachse verstellende Verbindungsgang zwischen Rathausaltbau und dem zukünftigen Job-Center abgerissen werden. An der dadurch wieder wahrnehmbaren „Limburger Straße“ entsteht statt dessen ein baumbestandener beleuchteter Fuß- und Radweg – in der Hoffnung, dass die Beuth-Hochschule und der ganze Brüsseler Kiez eine grüne Wegeverbindung zur Müllerstraße erhält und dieser Übergangsbereich ganz neu belebt wird.

Sieht gut aus für den Wedding

Sollte die neue Bibliothek genau so spektakulär aussehen wie auf den Visualisierungen, sollte durch die Sanierung des Rathausturmes und des BVV-Saals die Eleganz der Sechzigerjahre-Architektur wieder erkennbar sein und sollten die neu gestalteten Freiflächen Lust darauf machen, an diesem Ort länger zu verweilen als unbedingt nötig – es wäre ein Gewinn für den ganzen Wedding und ziemlich gut investiertes Geld.

Link zum Wettbewerbsergebnis

Der erste Spatenstich ist am 9. Mai 2015 erfolgt.

 

Weddingwoche #24: Wenn alle Brünnlein fließen…

Foto: QM Brunnenviertel-Brunnenstraße
Foto: QM Brunnenviertel-Brunnenstraße

Es gibt den Neptun- und den Bärenbrunnen, den Schillerbrunnen und die Pferdetränke. Und dann gibt es in Berlin tatsächlich zwei Brunnen, die noch keinen Namen haben. Und die plätschern ausgerechnet in der Brunnenstraße vor sich hin. Ein unhaltbarer Zustand! Fand zumindest Brunnenbesitzer Degewo und verabredete mit dem Quartiersmangement Brunnenviertel-Brunnenstraße, dass bis zum Kiezfest im September zwei Namen für die Wasserspeier gefunden werden sollen. Jetzt also sind Ideen gefragt. Wer mitmachen will, meldet sich mit seinen Vorschlägen im Stadtteilladen Swinemünder Straße 64. Zu gewinnen gibt es übrigens auch etwas.

Nun bin ich mir nicht sicher, ob mir tatsächlich etwas fehlt, weil ich die Brunnen vor den Gebäuden Brunnenstraße 64 und 74 nicht mit ihrem Namen ansprechen kann. Was aber höchst wahrscheinlich daran liegt, dass ich sowieso recht wenig mit Brunnen kommuniziere. In Zeiten, da ganze Fußballstadien nach Sponsoren benannt werden, kann man sich’s hier allerdings einfach machen: Ich bin für Degewo-Brunnen Eins und Zwei. Hab ich jetzt gewonnen?

Foto: QM Brunnenviertel-BrunnenstraßeAutor: Ulf Teichert

Nachtrag: zwischenzeitlich wurden die Gewinner aus 56 Namensvorschlägen gekürt:

der Brunnen vor dem „Volta“ heißt BRUNO,

der Brunnen vor dem „Supermarkt“ BRUNELLA

(Oktober 2013)