Schlagwörter: Wahl

Weddingmelder-Wochenschau #36/17

Helfer
Noch so ein Helfer bei der Wahlentscheidung? Foto: Andrei Schnell

Es sind noch mehr als vier Wochen bis Weihnachten und doch gibt es schon überall Spekulatius. Und es sind noch zwei Wochen bis zur Bundestagswahl und doch gibt es schon überall Helferlein, die bei der Wahlentscheidung helfen wollen. Das ist der überausgewogene Wahl-O-Mat, bei dem die CDU „Ja“ bei sozialen Wohnungsbau ankreuzt. Das ist der schon etwas sinnvollere DeinWal – ok, der Titel ist etwas kindisch. Er funktioniert mit den tatsächlichen Abstimmungen der letzten vier Jahre. – Und nun auch noch die Nachhilfe vom Weddingweiser mit der Weddingmelder-Wochenschau, mal sehen, was da so drin steht: Weiterlesen

Wahlaufruf – Geh einfach hin.

Zum Wahllokal. Foto Andrei Schnell.
Zum Wahllokal. Foto Andrei Schnell.

Ich gehe wählen, weil es doch nicht sein kann, dass mein Großvater cooler ist als ich. Ich meine, mein Großvater war stolz auf sein Fernsehgerät in der guten Stube. Er musste aufstehen, wenn er statt ARD mal ZDF sehen wollte. Und wenn vier Jahre rum waren, dann zog er seinen Anzug an und ging ins Wahllokal, um seine Partei zu wählen. Mein Vater dann war stolz auf seine Fernbedienung. Vom Sofa aus steuerte er 32 Programme an. Aber da fing es schon an, dass nichts mehr im Fernsehen lief und die Wahl unwichtig wurde. Nun bin ich stolz. Auf meine App, die mir YouTube bietet. Nur der Brief, der mich zur Wahl aufruft, stellt mich vor ein Rätsel. Was ist da in 50 Jahren passiert? Vielleicht ist ganz viel passiert und heute ist alles anders. Aber vielleicht auch ist alles beim Alten, nur ich bin uncool. Deshalb schreibe ich einen persönlichen Wahlaufruf:

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FAQ zur Berlin-Wahl

Bürgerwahlen bei den Quartiersmanagements

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Die Quartiersmanagements fördern Kiezprojekte mit Mitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“.

Zum Beispiel sage ich, dass es mein Job ist, Texte auf eine Webseite zu stellen. Auf den meisten Partys kann sich unter dieser Tätigkeit jeder etwas vorstellen. Ich arbeite für das Quartiersmanagement. Von diesem Wort hat auf den meisten Partys nur genau einer etwas gehört. Dann erkläre ich und sage: „Naja, es gibt ja in Berlin so sozial schwache Viertel, zum Beispiel im Wedding.“ Ungläubiges Kopfschütteln. „Der Wedding? Ich dachte immer Marzahn …“ Weiterlesen

Die Nazarethkirchen- Gemeinde macht sich auf den Weg

Umbau Leopoldplatz IIIn allen evangelischen Kirchen in Berlin-Brandenburg wird dieses Jahr im Oktober der„Gemeindekirchenrat“ (GKR) gewählt. Der GKR führt die Geschäfte der Gemeinde und ab Oktober auch wieder in der Nazarethkirchengemeinde. Tatsächlich werden Kandidaten für den GKR gern gesehen, die Sinn für kaufmännische Angelegenheiten haben. Denn gerade am Leopoldplatz geht es um die Übernahme von Verantwortung und Entlastung der Pfarrer. Die Pfarrerin Judith Brock hat vor der Wahl der neuen Gemeindeleitung eine Veranstaltungsreihe initiiert: „Kirche im Kiez macht sich auf den Weg“. An drei Abenden im Juni sind nicht nur Gemeindemitglieder, sondern auch Partner, Nachbarn und Freunde der Evangelischen Nazarethkirchengemeinde am Leopoldplatz herzlich eingeladen, die Kirche auf neuen Wegen zu begleiten.

Der vordere Leopoldplatz wird aktuell umgebaut. Es handelt sich um die letzte Baumaßnahme aus dem Aktiven Stadtzentrum Müllerstraße am Leopoldplatz – der Platz erstreckt sich von der Müllerstraße über die Turiner Straße hinweg bis zur Maxstraße. Nach Umbau des vorderen Leopoldplatzes wird durch einheitliche Pflasterung deutlich erkennbar sein, wie groß der Vorplatz der alten Nazarethkirche ist. Es handelt sich um einen Platz, der naturgemäß einen öffentlichen Raum darstellt, aber der Kirche gehört und von Marktbetreibern, Kulturveranstaltern aller Art von der Kirche gepachtet wird. Die Evangelische Nazarethkirchengemeinde mit der schönen Schinkelkirche muss an diesem prominenten Ort – der Leopoldplatz ist eben nicht nur ein U-Bahn-Umsteigebahnhof, sondern der zentrale Veranstaltungsort des Wedding – sehr vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Vielleicht ist die ehemalige Gemeindeleitung auch an der Überforderung zerbrochen.

Es gibt bereits eine Arbeitsgruppe, die sich Gedanken macht, in welcher Weise das Ende der Baumaßnahmen bzw. die Eröffnung des Platzes im Herbst gefeiert wird, wie die Beteiligten und ihre Erfolge gewürdigt werden sollen. Es geht nicht nur um Baumaßnahmen, sondern auch um Anwohner, soziale Einrichtungen, verschiedene Gremien der Bürgerbeteiligung (Runder Tisch Leopoldplatz, Stadtteilvertretung Mensch Müller) und verschiedenste Akteure, die beruflich involviert sind (z. B. Praktikerrunde), um ein sozialverträgliches Miteinander am Ort für alle zu gestalten. Diese Gremien sind heute nicht mehr so wie vor drei bzw. vier Jahren, als das Aktive Stadtzentrum Müllerstraße an den Start ging.

Vielleicht können wir eines Tages rückwirkend bilanzieren, dass Baumaßnahmen und unterschiedliche Formen von Bürgerbeteiligung am Ort eine Funktion als Wegbereiter hatten, damit eine neue Gemeindeleitung jetzt tragfähige Geschäftsbeziehungen etablieren und ein Netz der sozialen Einrichtungen rund um den Ort sinnvoll weiterentwickeln kann.

Das Ende der Baumaßnahmen ist zugleich ein Anfang. Jeder ist herzlich eingeladen von Anfang an dabei zu sein und den einen oder anderen Baustein mitzugestalten für eine starke Kirche und ein vielfältiges Gemeindeleben am Leopoldplatz.

Autor: Brigitte Lüdecke

Einladung

5. Juni, 12. Juni, 19. Juni

19.00 Uhr

Alte Nazarethkirche