GESCHLOSSEN Dodici Café Restaurant: Zwölf auf türkisch heißt „oniki“

Dodici Osloer Straße

Die meisten Kiezbewohner werden sich noch mit Wehmut an die alte Postfiliale an der Osloer Straße erinnern. Von innen nicht sonderlich nett anzuschauen und meistens völlig überfüllt, fehlt sie dieser Tage doch dringender denn je. Heute erinnert nur noch ein Briefkasten an diese Zeit. Statt dessen haben sich die ehemaligen Räumlichkeiten der Post nach Umbauarbeiten, die über ein Jahr gedauert haben, zu einem aufwendig gestalteten Café-Restaurant namens Dodici (italienisch für die Zahl zwölf) gemausert.

Spinner & Weber: Kreativraum hinter der roten Markise

Spinner und Weber

Die Brüsseler Straße ist reich an Kneipen, Restaurants und kleinen Geschäften. Eine richtige Kiezstraße eben. Mit dem Spinner & Weber ist ein Projektraum im mittleren Teil der Brüsseler Straße und eine Art Vereinshaus hinzugekommen. Für Mitglieder des Trägervereins Rote Markise e.V. gibt es einen Preisnachlass im Café- und Barbetrieb – der dennoch offen für alle Besucher ist.

„Pamfilya“: Selbsternannte Döner-Experten

Pamfilya

Wenn es um Berlins Fast-Food Nummer Eins, den Döner Kebap, geht, werden ansonsten friedfertige Mitmenschen schnell dogmatisch. Dieser Döner, und nur dieser, darf es sein. Das Pamfilya, schon seit 1996 an dieser Stelle, gibt in Sachen Döner den Takt am Leopoldplatz und an der Luxemburger Straße an. Geschäftsführer F. Arslan schreibt auf seiner Website, dass der Drehspieß hier eine ganz besondere Rolle spielt: „Für unseren Döner verwende ich, als einer der Ersten und in Anlehnung an das Original, reines Fleisch, das in dünnen Scheiben zuerst mariniert, dann in konischer Form aufeinander geschichtet wird. Dabei fiel die Wahl bewusst auf das magere Kalbfleisch, das sowohl mit den Beilagen, Saucen und den verschiedenen Brotarten harmonisiert.“

Na, da ist es dann wohl kein Wunder, dass das Pamfilya bei vielen Grillfans eine ganz besondere Stellung einnimmt – vom „besten Döner Berlins“ wird bisweilen gesprochen. Auch muss man sagen, dass sich das Ambiente des Restaurants, das sich eben nicht als Imbiss begreift und sehr viele kalte und warme türkische (Grill)Spezialitäten anbietet, wohltuend von so mancher Döner-Verkaufsstelle im Wedding abhebt. Das macht sich auch beim Preis bemerkbar. Ob er es wert ist, muss am Ende natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Luxemburger Str. 1

Website

 

Tipperary: Pub am Traditionsstandort

Die Eckkneipe Tipperary Pub an der Trift- / Tegeler Straße ist ein traditionsreicher Gastro-Standort. Mit dem „Schupke“ war hier über lange Jahre ein Café-Bar-Pionier ansässig, der dazu beigetragen hat, dass die Tegeler Straße heute eine richtige Gastro-Meile geworden ist. Als Pub versucht das Tipperary eine Marktlücke im mit Essens- und Barangeboten ausgesprochen gut versorgten Sprengelkiez zu schließen und etwas Vergleichbares gibt es in den Kiezen rund um den Leopoldplatz eher nicht.

„Don Pasquale“: Keine schwere Kost an der Triftstraße

Don PasqualeSchon seit vielen Jahrzehnten befindet sich hier am Anfang der Triftstraße ein italienisches Restaurant, das über die Jahre von verschiedenen Betreibern geführt wurde – im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Restaurants wird hier auch von echten Italienern gekocht. Benannt ist es nach der gleichnamigen Opera buffa von Donizetti – als Oper also eher leichte Kost. Der jetzige Betreiber ist seit 2013 in diesem Lokal. Es ist rustikal im Stil einer ländlichen Trattoria/Osteria eingerichtet und bietet traditionelle italienische Fleisch-, Fisch- und Pastagerichte an. Dazu zählt natürlich auch die gute alte Steinofen-Pizza. Don Pasquale ist nicht der einzige Italiener im Sprengelkiez, aber das Restaurant ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Triftstr. 38, 13353 Berlin, Deutschland
030 40532680
So – Fr ab 12.00 Uhr geöffnet

„Osteria bei Pino“: Italiener der alten Schule

Osteria da PinoEin traditionsreicher Italiener der alten Schule – das ist inzwischen fast schon eine Seltenheit geworden. Jedenfalls ist bei Pino eine echte Institution im Kiez für Pasta und auch für Pizza –  wenn man sie mit dickem Boden mag. Innen ist das Restaurant gemütlich-kitschig eingerichtet und sehr persönlich gestaltet, was gut zu einem Restaurant mit langer Tradition passt. Und auch auf einer kleinen Außenterrasse auf dem breiten Bürgersteig der Triftstraße können es sich die Gäste gemütlich machen. Allzu teuer ist das Essen, gemessen an der hohen Qualität auch nicht, und es lohnt sich schon einmal, dafür einen längeren Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen. Wer den guten alten Italiener an der Ecke mag, ist bei Pino sicherlich gut aufgehoben.