Mr. Hoang: Frisch und knackig am Nettelbeckplatz

Wie sich der Kiez rund um den Net­tel­beck­platz ver­än­dert, lässt sich viel­leicht auch an der Art der Restau­rants able­sen, die sich dort neu eta­blie­ren. Da, wo jahr­zehn­te­lang kroa­ti­sche Grill­spe­zia­li­tä­ten im „Dubrov­nik“ ange­bo­ten wur­den, ist nun ein viet­na­me­si­sches Restau­rant mit wesent­lich leich­te­rer Kost eingezogen.

GESCHLOSSEN Dodici Café Restaurant: Zwölf auf türkisch heißt “oniki”

Dodici Osloer Straße

Die meis­ten Kiez­be­woh­ner wer­den sich noch mit Weh­mut an die alte Post­fi­lia­le an der Oslo­er Stra­ße erin­nern. Von innen nicht son­der­lich nett anzu­schau­en und meis­tens völ­lig über­füllt, fehlt sie die­ser Tage doch drin­gen­der denn je. Heu­te erin­nert nur noch ein Brief­kas­ten an die­se Zeit. Statt des­sen haben sich die ehe­ma­li­gen Räum­lich­kei­ten der Post nach Umbau­ar­bei­ten, die über ein Jahr gedau­ert haben, zu einem auf­wen­dig gestal­te­ten Café-Restau­rant namens Dodi­ci (ita­lie­nisch für die Zahl zwölf) gemausert.

Spinner & Weber: Kreativraum hinter der roten Markise

Spinner und Weber

Die Brüs­se­ler Stra­ße ist reich an Knei­pen, Restau­rants und klei­nen Geschäf­ten. Eine rich­ti­ge Kiez­stra­ße eben. Mit dem Spin­ner & Weber ist ein Pro­jekt­raum im mitt­le­ren Teil der Brüs­se­ler Stra­ße und eine Art Ver­eins­haus hin­zu­ge­kom­men. Für Mit­glie­der des Trä­ger­ver­eins Rote Mar­ki­se e.V. gibt es einen Preis­nach­lass im Café- und Bar­be­trieb – der den­noch offen für alle Besu­cher ist.

“Pamfilya”: Selbsternannte Döner-Experten

Pamfilya

Wenn es um Ber­lins Fast-Food Num­mer Eins, den Döner Kebap, geht, wer­den ansons­ten fried­fer­ti­ge Mit­men­schen schnell dog­ma­tisch. Die­ser Döner, und nur die­ser, darf es sein. Das Pam­fi­lya, schon seit 1996 an die­ser Stel­le, gibt in Sachen Döner den Takt am Leo­pold­platz und an der Luxem­bur­ger Stra­ße an. Geschäfts­füh­rer F. Ars­lan schreibt auf sei­ner Web­site, dass der Dreh­spieß hier eine ganz beson­de­re Rol­le spielt: “Für unse­ren Döner ver­wen­de ich, als einer der Ers­ten und in Anleh­nung an das Ori­gi­nal, rei­nes Fleisch, das in dün­nen Schei­ben zuerst mari­niert, dann in koni­scher Form auf­ein­an­der geschich­tet wird. Dabei fiel die Wahl bewusst auf das mage­re Kalb­fleisch, das sowohl mit den Bei­la­gen, Sau­cen und den ver­schie­de­nen Brotar­ten harmonisiert.”

Na, da ist es dann wohl kein Wun­der, dass das Pam­fi­lya bei vie­len Grill­fans eine ganz beson­de­re Stel­lung ein­nimmt – vom “bes­ten Döner Ber­lins” wird bis­wei­len gespro­chen. Auch muss man sagen, dass sich das Ambi­en­te des Restau­rants, das sich eben nicht als Imbiss begreift und sehr vie­le kal­te und war­me tür­ki­sche (Grill)Spezialitäten anbie­tet, wohl­tu­end von so man­cher Döner-Ver­kaufs­stel­le im Wed­ding abhebt. Das macht sich auch beim Preis bemerk­bar. Ob er es wert ist, muss am Ende natür­lich jeder für sich selbst entscheiden.

Luxem­bur­ger Str. 1

Web­site

 

“Da Giorgio”: Satt in der Grüntaler

Da Giorgio Grüntaler

Inter­es­san­te Geschäf­te und Bars, vie­le Spiel­plät­ze und vor allem viel Grün. Die brei­te Grün­ta­ler Stra­ße hat sich in den letz­ten Jah­ren zu einer leben­di­gen und viel­fäl­ti­gen Stra­ße gemau­sert, das ja, aber in der Grün­ta­ler essen? Dank die­ses Restau­rants ist das  auch kein Problem.

Tipperary: Pub am Traditionsstandort

Die Eck­knei­pe Tip­pera­ry Pub an der Trift- / Tege­ler Stra­ße ist ein tra­di­ti­ons­rei­cher Gas­tro-Stand­ort. Mit dem “Schup­ke” war hier über lan­ge Jah­re ein Café-Bar-Pio­nier ansäs­sig, der dazu bei­getra­gen hat, dass die Tege­ler Stra­ße heu­te eine rich­ti­ge Gas­tro-Mei­le gewor­den ist. Als Pub ver­sucht das Tip­pera­ry eine Markt­lü­cke im mit Essens- und Bar­an­ge­bo­ten aus­ge­spro­chen gut ver­sorg­ten Spren­gel­kiez zu schlie­ßen und etwas Ver­gleich­ba­res gibt es in den Kiezen rund um den Leo­pold­platz eher nicht. 

“Don Pasquale”: Keine schwere Kost an der Triftstraße

Don PasqualeSchon seit vie­len Jahr­zehn­ten befin­det sich hier am Anfang der Trift­stra­ße ein ita­lie­ni­sches Restau­rant, das über die Jah­re von ver­schie­de­nen Betrei­bern geführt wur­de – im Gegen­satz zu vie­len ver­gleich­ba­ren Restau­rants wird hier auch von ech­ten Ita­lie­nern gekocht. Benannt ist es nach der gleich­na­mi­gen Ope­ra buf­fa von Doni­zet­ti – als Oper also eher leich­te Kost. Der jet­zi­ge Betrei­ber ist seit 2013 in die­sem Lokal. Es ist rus­ti­kal im Stil einer länd­li­chen Trattoria/Osteria ein­ge­rich­tet und bie­tet tra­di­tio­nel­le ita­lie­ni­sche Fleisch‑, Fisch- und Pas­ta­ge­rich­te an. Dazu zählt natür­lich auch die gute alte Stein­ofen-Piz­za. Don Pas­qua­le ist nicht der ein­zi­ge Ita­lie­ner im Spren­gel­kiez, aber das Restau­rant ist auf jeden Fall einen Ver­such wert.

Trift­str. 38, 13353 Ber­lin, Deutsch­land
030 40532680
So – Fr ab 12.00 Uhr geöffnet

“Osteria bei Pino”: Italiener der alten Schule

Osteria da PinoEin tra­di­ti­ons­rei­cher Ita­lie­ner der alten Schu­le – das ist inzwi­schen fast schon eine Sel­ten­heit gewor­den. Jeden­falls ist bei Pino eine ech­te Insti­tu­ti­on im Kiez für Pas­ta und auch für Piz­za –  wenn man sie mit dickem Boden mag. Innen ist das Restau­rant gemüt­lich-kit­schig ein­ge­rich­tet und sehr per­sön­lich gestal­tet, was gut zu einem Restau­rant mit lan­ger Tra­di­ti­on passt. Und auch auf einer klei­nen Außen­ter­ras­se auf dem brei­ten Bür­ger­steig der Trift­stra­ße kön­nen es sich die Gäs­te gemüt­lich machen. All­zu teu­er ist das Essen, gemes­sen an der hohen Qua­li­tät auch nicht, und es lohnt sich schon ein­mal, dafür einen län­ge­ren Anfahrts­weg in Kauf zu neh­men. Wer den guten alten Ita­lie­ner an der Ecke mag, ist bei Pino sicher­lich gut aufgehoben.