Weddingmelder-Wochenschau #7/18

Das ist mal ein Thema, wo wir die echten Zeitungen zur Seite schieben können und die B.Z. in ihrer vollen Pracht entblättern: „Kaum Hirn, dafür umso mehr PS!“ Mit 185 Kilometer auf der Tachonadel ist ein Anwärter auf den Boulevard-Titel Limousinen-Mörder in den U-Bahnhof Reinickendorfer Straße „gekachelt“. Die ernsthafte Presse ruft aus: „illegales Autorennen“ (zum Beispiel Tagesspiegel). Ein Fragezeichen hängt lediglich die Berliner Zeitung hinten an. Doch vorn setzen alle Redaktionen von Bild bis rbb einstimmig ein „illegal“ hin. Niemand schreibt kriminelles, fahrlässiges oder (ein vom Maul des Volkes abgeschautes) krankes. Was sonst noch so los war, steht im Weddingmelder.

Kutschi: Einflugschneise in den nördlichen Wedding

Dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt liegt zwar nicht im Wedding, aber so dermaßen haarscharf an der Bezirksgrenze, dass auch viele Weddinger dort umsteigen, einkaufen oder essen gehen. Klar, dass wir vom Weddingweiser den Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf nicht ignorieren können. Seit jeher verkürzen die Berliner seinen sperrigen Namen zu Kutschi. Klingt ein bisschen schnoddrig und ein wenig lieblos. Aber es sagt bereits alles darüber, wie dieser Platz wahrgenommen wird.

Tour A durch Deutschlands ersten U-Bahn-Tunnel

AEG-Versuchstunnel U-Bahn
Holger Happel von den Unterwelten führt durch den AEG-Versuchstunnel. Foto: Andrei Schnell

Information 1895 bis 1897 baute die AEG einen Tunnel unter die Voltastraße und ließ durch diesen Wagen mit Elektromotoren fahren. „Der Tunnel kann somit als erster U-Bahntunnel Deutschlands angesehen werden“, schreibt der Verein Berliner Unterwelten e.V. auf seiner Webseite. Ab dem 8. April bietet der Verein erstmals regelmäßige Führungen durch diesen AEG-Versuchstunnel an. Jeden Sonnabend um 11 und um 13 Uhr geht es mit Tour A hinab in den Tunnel. 200 000 Euro hat der Verein in das Denkmal unter der Weddinger Erde investiert, um ihn möglichst orginalgetreu zeigen zu können.

U 6-Ersatzverkehr: „Wir haben beim Personal noch mal aufgestockt“

Schnell geht es nur bei der U 8 und der U 9

Die Hauptschlagader des Nahverkehrs im Wedding, die U 6, ist noch bis 29. Januar wegen Bauarbeiten zwischen S+U Wedding und Kurt-Schumacher-Platz unterbrochen. Ersatzbusse fahren theoretisch in dichtem Abstand, doch die BVG wird auf der Straße gehörig ausgebremst. Grund für uns, den BVG-Pressesprecher Markus Falkner einmal zu fragen, warum die Sperrung so lange dauert und ob beim Ersatzverkehr nachgebessert wird.

Weddingmelder-Wochenschau #1/17

Im schönsten aller Berliner Stadtteile geht das Jahr traditionell beschaulich los. Wer feste feiert, der muss eben nach Silvester auch mal ausschlafen – bevor am Montag schon wieder der Alltag vor der Tür steht. Vor selbiger kehrt und fegt die BSR währenddessen die zu Matsch geronnenen Böller-Reste zusammen. Wie kleine Hügel erheben sie sich im Straßenbild und werden so zur perfekten Unterlage für die ebenfalls bereits fleißig entsorgten Tannenbäume! Weihnachten? War letztes Jahr! Viel Wichtigeres erfahrt ihr wie immer in unserer Weddingmelder-Wochenschau.

U 6 schon wieder gesperrt – Chaos vorprogrammiert

Weil die BVG plant, drei Weichen im Bereich des U-Bahnhofs Seestraße zu erneuern, wird der Zugverkehr vom 16. bis 29. Januar zwischen Kurt-Schumacher-Platz und dem S-Bahnhof Wedding eingestellt. Als Ersatz fahren Busse. Oder sollte man lieber sagen: sie stehen auf der Müllerstraße? Gleich am ersten Tag brauchten Fahrgäste bis zu einer Stunde länger – um in einen Ersatzbus zu steigen!

Sperrung auf der nördlichen U 6

U-Bahnhof Afrikanische StraßeAchtung BVG-Fahrgäste im Berliner Norden, ihr müsst sehr tapfer sein! Am U-Bahnhof Afrikanische Straße wird ein Fahrstuhl eingebaut und Weichen werden erneuert. Um Baufreiheit zu haben, wird der U-Bahnverkehr der Linie U 6 vom Montag, 7. November bis einschließlich Donnerstag, 24. November dort unterbrochen. Es wird Ersatzbusse Richtung Tegel und Pendelverkehr bis zur Seestraße geben. Wer irgendwie kann, sollte den Bereich umfahren. Oder besser noch: umgehen.