Special Offers: Weddinger Bars noch günstiger genießen

Natürlich liebe auch ich Berlin (und vor allem den Wedding). Und natürlich mag ich auch die vielen Möglichkeiten, die die Stadt bietet. Denn sie bedeuten zunächst einmal Freiheit. Aber ich leide unter einem Luxusproblem: Ich treffe in meiner Freizeit ungerne Entscheidungen. Dabei ist es mir eigentlich oft egal. Egal, ob ich zum Kochen Jod- oder Meersalz verwende, meine Zähne mit blauer oder roter Elmex putze, oder in Bar A oder B lande. Trotzdem überlege ich oft hin und her, von hier nach da, um dann wieder bei „hin“ zu landen. Doch dieser Gedankenverschwendung möchte ich ein Ende setzten.

Was, wann, wo Wedding (34. Woche)

Veranstaltungstipps - InformationMeine Damen und Herren, liebe Weddinger und Weddingerinnen … wir präsentieren in dieser Woche das Sommerfest im Himmelbeet, das Wiesenburg-Festival, den Auftakt des philosophischen Stammtischs „Platons Tafelrunde“ und Ernsts Geburtstag. Denn Ernst von der gleichnamigen (aber leider geschlossenen) Kneipe im Sprengelkiez lädt den Wedding zu seinem Geburtstag ein. Das ist nett. Nur hoffentlich ist die Kurkuma Bar groß genug für seine Feier! Diese großen und kleinen Momente, die sind Alltag im Wedding. Ach ja, und die Lange Nacht der Museen hat auch wieder zwei Außenstellen im Wedding. Herzlich willkommen!

Fußball-Weltmeisterschaft 2018: Public Viewing im Wedding

Bunte Spuren im grauen Weddinger Winter

Foto: Annika KeilenMit grimmigem Gesicht schlage ich mich durch die Massen, die mit eiligen Schritten aus der S-Bahn huschen. Ihre Gesichter verstecken sich hinter Wollmützen und dicken Schals. Der Winter ist da. Nicht irgendein Winter, sondern der gefürchtete Berliner Winter –  grau und endlos. Von meinem Fenster am Nettelbeckplatz aus konnte ich genau verfolgen, wie die letzten Blätter ihre bunte Farbe verloren und in eine braune Biomasse übergingen. Übrig blieben Matsche, nackte Bäume und Hoffnung. Hoffnung auf die ein oder andere Oase, die es hilft auch bei eisigen Temperaturen den Weddinger Winter zu überleben. Am Nettelbeckplatz spreche ich eine Dame mittleren Alters an und frage sie nach farbenfrohen Orten im Wedding. „Ick kenn keenen bunten Ort hier. Hier is allet trüb. Aber viel Glück noch.“ Trotz dieser nicht so erfolgsverheißenden Antwort setzte ich meine Suche fort.

Malplaquetkiez: „Schönes strahlt aus“

Schraders Liebenwalder MalplaquetstrOlaf Fehrmann und sein Partner Jörg Müller leben seit Jahrzehnten im Kiez rund um die Malplaquet- und die Utrechter Straße. Mit ihren Geschäftsideen haben sie als Gastronomen ihr Umfeld in den letzten 15 Jahren sichtbar verändert. Im Interview mit dem Weddingweiser reden sie über die zurückliegenden knapp 20 Jahre im Kiez.

Malplaquetstraße: Die Ausnahmestraße

AKTUALISIERT 2018 Das Schöne am Wedding ist, dass er eigentlich überall gleich entspannt ist. Hier findet sich Berlin wie unter einem Brennglas, aber ganz ohne das Überdrehte von Prenzlauer Berg, den angestaubten Chic von Charlottenburg oder das Rollkoffer-Geklapper von Kreuzberg. An ganz wenigen Stellen jedoch trifft die typische Weddinger Schmuddeligkeit sogar auf angenehmen Lifestyle, ohne dass gleich ein Riesen-Hype daraus entsteht. Die Malplaquetstraße ist ein solcher Ort –  Ausnahmeerscheinung und typische Wohnstraße zugleich.

Wie so oft im Wedding sollte man sich vom schön klingenden französischen Namen der Straße nicht täuschen lassen: 1891 wurde die Straße, wie die Straßen im ganzen Kiez, nach Ereignissen und Personen des Spanischen Erbfolgekriegs (1701– 1714) benannt. Im nordfranzösischen Malplaquet fand mit 35.000 Toten sogar eine der blutigsten Schlachten der Neuzeit statt.

Kiez rund um den Leo und Osramkiez: Städtische Qualität

Neue und alte Nazarethkirche direkt hintereinander

 

Neue Nazarethkirche
Neue Nazarethkirche

Das namenlose Viertel an der Nazarethkirchstraße zwischen dem Leopoldplatz, der Müllerstraße, der Seestraße und der Reinickendorfer Straße besitzt von allen Weddinger Kiezen mit die geschlossenste Bebauung aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Die in ein Gewerbe- und Bürozentrum umfunktionierten Osram-Höfe, einst Europas größte Glühlampenfabrik (erbaut 1904-1910), schließen das Viertel nach Norden hin ab.