4 x Korea im Wedding

Wegen der vielen Geschmackserlebnisse wird die koreanische Küche auch bei uns immer beliebter. Die Gerichte sind würzig, scharf und heben sich von dem ab, was man landläufig als asiatisches Essen kennt. Das Nationalgericht Kimchi – marinierter, vergorener Chinakohl – hasst man oder man liebt es. Auch bei uns im Wedding kann man in die koreanische Esskultur eintauchen. Wir haben vier Orte herausgesucht.

O-Slow: Aromenreiche Überraschungen

Seit Jahren nutze ich die Schwedenstraße eher für Foto-Touren oder als Abkürzung, um in die Badstraße und zur Panke zu kommen. Gastronomisch gab es bis jetzt keinen wirklichen Anreiz, diese Straße direkt anzusteuern – bis jetzt.

 Fast schon versteckt liegt in der Nummer 3b das O-Slow, das im November 2018 eröffnet hat. Kein Außenschild weist auf dieses kleine Restaurant hin, welches eingequetscht zwischen den Häusern liegt.
 Um aromenreiches, frisches japanisches oder libanesisches Essen zu genießen, könnte man im Reisebüro ein Flugticket kaufen und sich in die nächste Maschine setzen. Oder man geht ins O-Slow, wo vorher viele Jahre ein Reisebüro war, und tritt die Reise vor Ort kulinarisch an.



ULT Ramen: In den Ramen gefallen

ULT Ramen lässt einen kurz orientierungslos. Ein langer Flur, dunkelgrüne und lilafarbene Wände. Keine Musik ist zu hören, nur das Gemurmel der Gäste und Löffel, die an Schüsseln schlagen. Ab und zu kläfft ein unsichtbarer Hund (oder bildet man sich das ein?). Man ist an einem Zwischenort gelandet, doch das ULT Ramen nimmt den Gast an die Hand und erklärt sich selbst: Im Menü und an den Wänden sind Zeichnungen zu finden, welche die Zutaten der einzelnen Gerichte entschlüsseln. Gemalt an die Wand: Eine Roboterfigur, die in der Ramenbrühe schwimmt. Es ist Ultraman, der Held einer japanischen Anime-Serie und Namensgeber des Restaurants. Ultra stark, ultra scharf, ULT Ramen.

KUSH: Brücke zwischen Orient und Afrika

An der oberen Müllerstraße ist außer dem tosenden Verkehrslärm nicht viel los. Wer würde da etwas ganz Besonderes vermuten? Hier hat sich eine Filiale des Kreuzberger sudanesischen Imbisses Basmah angesiedelt. Und wer glaubt, alle im Wedding bekannten Varianten von Falafel, Halloumi & Co. ausprobiert zu haben, sollte sich einmal auf die exotische, sudanesische Spielart dieser Küche einlassen.

5 x Italien im Wedding

Die Leichtigkeit, mit der Italiener auf der ganzen Welt mit ihrer Genusskultur umgehen, ist für Mitteleuropäer immer wieder beeindruckend. Zwar wurden viele ihrer Spezialitäten und Rezepte auch von uns übernommen und scheinen allen wohlbekannt. Doch es gibt auch authentische italienische Erlebnisse im Wedding. Das wird dadurch verstärkt, dass seit der letzten Wirtschaftskrise 2008 wieder mehr junge Italienerinnen und Italiener ziehen, auch und vor allem nach Berlin. Wir stellen euch fünf Orte vor.

Hanoi St.16: Fusions-Küche mit Straßenatmosphäre

Einmal Berlin – Hanoi und zurück bitte. Vietnamesisches oder indonesisches Essen kennt man. Aber bei diesem Lokal handelt es sich um etwas Besonderes. Schon aus der Entfernung erkennt man es. Das Logo prangt an einer aufrecht stehenden rot-weißen Schranke neben einem altem Propaganda-Lautsprecher. Auf den letzten Metern wandert der Blick über die Terrasse und entdeckt bunte Lampions, einen strahlend grünen Terrassenzaun, Massivholzmöbel und einen Roller. Wer denkt, dass das schon etwas Besonderes ist, wird spätestens beim Betreten des Restaurants sein wahres Wunder erleben.

2 in 1: Koreanischer oder japanischer Mittagstisch

koreanisch japanisches Restaurant
Fast läuft man daran vorbei

Im Wechsel: Endlich kann man unter der Woche in Gesundbrunnen gut und authentisch asiatisch essen. Dabei wechseln sich die koreanische und japanische Küche ab. Es gibt zwar jeweils nur ein Menü am Tag, doch das unscheinbare Mini-Restaurant mit zwei Namen in der Prinzenallee ist ein echter Geheimtipp.