Schlagworte: Osloer Str

Die Panke entlang (Teil 2)

Gedenkstein WiesenstrIm ersten Teil sind wir schon von der Mündung der Panke am Nordhafen bis zur Pankstraße entlanggewandert – durch eine Art Niemandsland, zwischen Wohnhauszeilen und alten Fabrikgebäuden. Jetzt geht es weiter durch Gesundbrunnen bis fast zum Bürgerpark Pankow.

Wir starten an der Pankstraße 83. Idyllisch fließt hier die kanalisierte Panke zwischen den Brücken der Pankstraße und der Wiesenstraße, entlang begrünter Hinterhöfe und Wohnhäuser der 1950er Jahre. Der erste nachweisbare Siedlungskern des Wedding, ein landwirtschaftliches Gut im Besitz der Stadt Berlin und später des Kurfürsten, erstreckte sich genau hier ab dem 13. Jahrhundert. Die letzten Gebäude des Weddinghofes verschwanden erst während des Mietskasernenbaus der Gründerzeit. Genauso schwer ist heute vorstellbar, dass am 1. Mai 1929 in der Kösliner Straße, die sich hinter den Neubauten befindet, Straßenschlachten tobten, die mindestens 19 zivile Todesopfer forderten. Dieses Gebiet war eine kommunistische Hochburg, die den Beinamen des Bezirks „Roter Wedding“ prägte. Nur ein Findlings-Gedenkstein an der Wiesenstraßenbrücke erinnert heute noch daran – die einst so stadtbildprägenden Mietskasernen sind hier jedenfalls verschwunden. Weiterlesen

Die Kolumne: Freiwilligenagentur braucht Hilfe

Wer sich in Wedding ehrenamtlich engagieren will, aber nicht weiß, wie er ein passendes Projekt finden soll, wendet sich an die FreiwilligenAgentur Wedding. Die vermittelt Suchende an 250 gemeinnützige Einrichtungen und Projekte. 2014 feierte die Agentur zehnten Geburtstag. Ein Jubiläum mit Beigeschmack: Jetzt gilt sie nicht mehr als förderwürdig, ihr droht das Aus. Nun sucht die FreiwilligenAgentur Freiwillige, die finanziell helfen. Vielleicht sind’s ja die gemeinnützigen Projekte und Einrichtungen, die bislang von der Vermittlungsarbeit so sehr profitierten …?

Autor: Ulf Teichert
Die Kolumne erscheint ebenfalls jeden Samstag im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Alte Werkstatt, 1. Hof (EG)
Osloer Straße 12, 13359 Berlin

Sprechzeiten: Dienstag, 17.00 – 19.00 Uhr & Donnerstag, 13.00 – 15.00 Uhr

Grüntaler Straße: Der Wandel kommt von Süden

Eckkneipe Beim Dicken Grüntaler Straße Gesundbrunnen
Foto: Samuel Orsenne

Lange war sie eine unauffällige Wohnstraße, nur wenige hundert Meter von der ehemaligen Zonengrenze an der Bornholmer Brücke entfernt. Doch seit einigen Jahren tut sich etwas in der Grüntaler Straße in Gesundbrunnen– vor allem an ihrem südwestlichen Ende. Neben neuen Bars gibt es auch einen Laden mit Büchern über elektronische Musik und die Möglichkeit, in eine Performance zu geraten. Weiterlesen

Family Centre Osloer Straße: colourful and lively from the start

What is a family centre? Dorothee Fischer can’t answer this question completely either. Generally speaking, a family centre is a spot for families offering counselling, activities and courses. Each family centre, funded by the Berlin Senate, is very individual, though. Dorothee Fischer contributes to this mix now – she is running the family centre at Osloer Straße (at Fabrik Osloer Straße), which was opened officially during the autumn break. Weiterlesen

Kulturerlebnisse in Wedding und Moabit…

UferhallenIm Rahmen des Kulturfestivals Wedding/Moabit hat das Kulturnetzwerk Wedding/Moabit um Jochen Küpper zu einer kleinen Pressetour durch ausgewählte Kulturinstitutionen beider Ortsteile geladen. Mit dabei waren nicht nur diverse Stadt- und Lifestyleblogger, sondern auch Eure Weddingweiser. Sinn und Zweck der Tour bestand darin, einen kleinen Vorgeschmack auf die Vielfalt der Veranstaltungen am Festivalwochenende zu bieten und einige wichtige Protagonisten vorzustellen.

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Die Kolumne: Frei laufende Bio-Schweine

(C) H.L. Linsmaier
(C) H.L. Linsmaier

Ferienaktion im Labyrinth Kindermuseum

Manchmal frage ich mich, wohin das alles führen soll: Jetzt werden sogar schon unsere Kleinsten gezwungen, sich zu Selbstversorgern zu entwickeln. Kräuter säen, Tomaten pflanzen, Erdbeeren ernten. Vom 14. Juli an wird der Innenhof des Labyrinth Kindermuseums in der Osloer Straße zur Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Stadtkinder lernen, dass es Früchte gibt, die gegessen werden können, dass die Natur ein Ort ist, an dem sich Jungen und Mädchen durchaus wohlfühlen können. Wohin das führt? Irgendwann werden die Burger Kings und McDonald’s dieser Welt dicht machen, weil deren Essen keiner mehr will. Irgendwann werden Computerspielehersteller auf Gärtner umschulen, weil keiner mehr am Computer spielen mag. Und irgendwann wird unsere sauber asphaltierte Stadt überschwemmt sein mit Himmels- und anderen Beeten. Und Biker ärgern sich nicht mehr über unaufmerksame Autofahrer, sondern über frei laufende Bio-Schweine

Autor: Ulf Teichert

Sommerferienprogramm im Labyrinth Kindermuseum 14.7.-24.8.14

 

Die Kolumne: Frische Ideen für die Stadt – aus dem Kindermuseum!

Labyrinth1
Foto: Andrei Schnell

Jetzt bin ich aber mal gespannt! Seit 13. April ist das Labyrinth Kindermuseum in der Osloer Straße Ort der Erlebnisausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt„. Was nichts anderes heißt, als dass Mädchen und Jungen in die Rollen von Stadtplanern, Baumeistern und Architekten schlüpfen und, so heißt es, frische Perspektiven und kreative Ideen für ihr Lebensumfeld und die Stadt entwickeln. Mal abgesehen davon, dass ich mit Attributen wie frisch und kreativ alles verbinde, nur nicht die aktuelle Berliner Stadtplanung, erhoffe ich mir schon deswegen viel Zulauf für das Kindermuseum. Vor allem von Menschen wie Stadtbaudirektorin Regula Lüscher oder den einen oder anderen „großen“ Architekten und Stadtplaner. Von denen offensichtlich viele den kindlichen und auch deswegen frischen Blick auf ihre Stadt verloren haben. Und vielleicht findet sich unter den Jungtalenten ja eines, das eine zündende Idee für den neuen Berliner Flughafen hat. Das wäre doch zum Abheben…

Autor: Ulf Teichert

„Soldiner“: Selbstbewusst wie der Kiez

In den anderthalb Jahrzehnten, in denen es im Gebiet zwischen der Osloer Straße und der Nordbahn ein Quartiersmanagement (QM) gibt, hat sich im zuvor nur als „Problemzone“ bekannten Kiez so etwas wie eine eigene Identität herausgebildet. Das QM hat sich um die Jahrtausendwende nach der beide Pankeufer verbindenden Soldiner Straße benannt, und inzwischen ist das überschaubare Gebiet am Nordrand von Berlin-Gesundbrunnen als „Soldiner Kiez“ bekannt.

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Wir haben Post

Post-Osloer-StraßeDie Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen besitzen zwar jeweils so viele Einwohner wie die Städte Worms oder Konstanz – aber Postfilialen gibt es bei uns so wenige wie auf dem flachen Land. Zu diesem Thema hätten wir eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst.

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