„Krieg macht krank“ – Das Anti-Kriegs-Museum

Fassade eines Museums
Anti-Kriegs-Museum Fassade / Foto: Ariane Hussy

Im wichtigsten Ausstellungsstück des Anti-Kriegs-Museums kann man stehen. Ein Glockenspiel läutet, wenn man es betritt. Vitrinen reihen sich an den Wänden, große Augen schauen von Fotos, Wikipedia-Ausdrucke und Karten rascheln beim Reinkommen. Das wichtigste Ausstellungsstück hat eine lange Wanderung hinter sich, es ist oft umgezogen, wurde vertrieben und nicht gewollt und fand sich schließlich in der Brüsseler Straße 21 wieder. Das wichtigste Ausstelungsstück ist (da kann man keine galantere Pointe ziehen als die Wahrheit) das Anti-Kriegs-Museum selbst. Ein Museum für den Frieden, das dafür aber den Krieg zeigt.

Belebende Ideen für ein Skateboard Museum

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Eine Studentin stellt ihren Entwurf vor. Links steht ihr Dozent Johann Jörg. Insgesamt sind in seinem Seminar sechs Entwürfe entstanden. Foto: Hensel

Das Stattbad Wedding beherbergt vom 5. bis 8. November wieder ein neues kulturelles Projekt. Das leere Becken und die anschließenden Räumlichkeiten inspirieren mit ihrer gefliesten Kargheit dazu, sie mit Ideen zu füllen. Bei der aktuellen Ausstellung stammen diese Ideen von den Master-Studierenden des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der Technischen Universität. Sie zeigen sechs Ausstellungskonzepte für die Sammlung des Skateboard Museums.

Labyrinth Kindermuseum Berlin: Spielerisch die Welt entdecken

(C) Labyrinth Kindermuseum
(C) Labyrinth Kindermuseum

Überall wuselt es. Ein kleines Mädchen im Sari huscht vorbei, um ihrer Freundin stolz einen lustigen roten Hut zu überreichen. Durch die großen Fenster der ehemaligen Zündholzmaschinenfabrik fällt Weddinger Sonnenlicht auf ein großes, blau-weißes Zelt, eine sogenannte Jurte. Unter deren Stoffdach erzählt Jonas seiner Mama eine Geschichte über die Nomaden, Völker, die von einem Ort zum nächsten wandern.

Das Zuckermuseum verlässt den Wedding

Das Zucker-Museum
Das Zucker-Museum

Nur noch 13 000 Besucher pro Jahr fanden den Weg in das seit 1904 bestehende, einzigartige Zuckermuseum im früheren Institut für Zuckerindustrie in der Amrumer Straße 32. Die Sammlung, die der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gehört,  schließt Ende des Jahres und zieht in das Deutsche Technikmuseum in Kreuzberg. 2014  soll die seit mehr als zwanzig Jahren in der jetzigen Form bestehende Ausstellung zur Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des Zuckers am neuen Standort eröffnet werden, berichtet die Berliner Woche in ihrer Weddinger Ausgabe. Die Fläche wird dann mit 400 Quadratmetern etwas kleiner sein. Dafür soll aber die Aussstellung komplett neu konzipiert und um den Bereich Lebensmitteltechnologie erweitert werden.

Hintergrund für den Umzug: der Hauseigentümer, die Technische Universität (TU), gibt das über 100 Jahre alte Gebäude des einstigen Instituts für Zuckerindustrie auf, in dem die Sammlung des Zuckermuseums mietfrei untergebracht war. Zwei Institute der TU nutzten seit 1978 das Haus. Das Deutsche Technikmuseum kann die Kosten für eine Übernahme und Sanierung des Hauses von mindestens fünf Millionen Euro nicht stemmen. Da kommt der Umzug mit 500 000 Euro wesentlich preiswerter.

Link zum Deutschen Zuckermuseum

Das Zucker-Museum dokumentiert die Kulturgeschichte des Zuckers und ist das älteste Spezialmuseum seiner Art in der Welt. Hier wird die Herstellung des Zuckers, seiner Nebenprodukte und seiner zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten anschaulich demonstriert. Schwerpunkte der Sammlung sind: Dokumente zur Kulturgeschichte des Zuckers, technische Geräte zur Herstellung und seiner analytischen Untersuchung, historische Verkaufs- und Verpackungsformen des Zuckers und Wirkung des Zuckers im menschlichen Körper.
Der Eintritt ist frei. Die Gruppenführung kostet 20 Euro (deutschsprachig) und 30 Euro (englischsprachig). Das Museum hat montags bis donnerstags von 9 bis 16.30 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.