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Das Zuckermuseum verlässt den Wedding

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Das Zucker-Museum
Das Zucker-Muse­um

Nur noch 13 000 Besu­cher pro Jahr fan­den den Weg in das seit 1904 bestehen­de, ein­zig­ar­ti­ge Zucker­mu­se­um im frü­he­ren Insti­tut für Zucker­in­dus­trie in der Amru­mer Stra­ße 32. Die Samm­lung, die der Stif­tung Deut­sches Tech­nik­mu­se­um Ber­lin gehört,  schließt Ende des Jah­res und zieht in das Deut­sche Tech­nik­mu­se­um in Kreuz­berg. 2014  soll die seit mehr als zwan­zig Jah­ren in der jet­zi­gen Form bestehen­de Aus­stel­lung zur Kul­tur- und Wirt­schafts­ge­schich­te des Zuckers am neu­en Stand­ort eröff­net wer­den, berich­tet die Ber­li­ner Woche in ihrer Wed­din­ger Aus­ga­be. Die Flä­che wird dann mit 400 Qua­drat­me­tern etwas klei­ner sein. Dafür soll aber die Aus­s­stel­lung kom­plett neu kon­zi­piert und um den Bereich Lebens­mit­tel­tech­no­lo­gie erwei­tert werden.

Hin­ter­grund für den Umzug: der Haus­ei­gen­tü­mer, die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät (TU), gibt das über 100 Jah­re alte Gebäu­de des eins­ti­gen Insti­tuts für Zucker­in­dus­trie auf, in dem die Samm­lung des Zucker­mu­se­ums miet­frei unter­ge­bracht war. Zwei Insti­tu­te der TU nutz­ten seit 1978 das Haus. Das Deut­sche Tech­nik­mu­se­um kann die Kos­ten für eine Über­nah­me und Sanie­rung des Hau­ses von min­des­tens fünf Mil­lio­nen Euro nicht stem­men. Da kommt der Umzug mit 500 000 Euro wesent­lich preiswerter.

Link zum Deut­schen Zuckermuseum

Das Zucker-Muse­um doku­men­tiert die Kul­tur­ge­schich­te des Zuckers und ist das ältes­te Spe­zi­al­mu­se­um sei­ner Art in der Welt. Hier wird die Her­stel­lung des Zuckers, sei­ner Neben­pro­duk­te und sei­ner zahl­rei­chen Ver­wen­dungs­mög­lich­kei­ten anschau­lich demons­triert. Schwer­punk­te der Samm­lung sind: Doku­men­te zur Kul­tur­ge­schich­te des Zuckers, tech­ni­sche Gerä­te zur Her­stel­lung und sei­ner ana­ly­ti­schen Unter­su­chung, his­to­ri­sche Ver­kaufs- und Ver­pa­ckungs­for­men des Zuckers und Wir­kung des Zuckers im mensch­li­chen Körper.
Der Ein­tritt ist frei. Die Grup­pen­füh­rung kos­tet 20 Euro (deutsch­spra­chig) und 30 Euro (eng­lisch­spra­chig). Das Muse­um hat mon­tags bis don­ners­tags von 9 bis 16.30 Uhr und sonn­tags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

1 Comment

  1. Haben Sie viel­leicht Inter­es­se an einer klei­nen Zucker­stück­chen Samm­lung aus aller Welt aus mei­nem Reisemuseum?

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