Wie sich die Atzen gegen Fake News und Hate Speech stemmen

Auch auf der Weddingweiser-Pinnwand wird rege diskutiert – in der Regel respektvoll und wertschätzend, aber zum Teil auch beschimpfend und beleidigend. Viele beklagen seit längerem, dass unsere Gesellschaft durch Smartphones und Soziale Netzwerke verroht. Das Atze Musiktheater in der Luxemburger Straße 20 nimmt das nicht einfach so hin und führt Stücke mit Gegenwartsbezug für Grundschulkinder auf. Die Heranwachsenden erfahren mehr über Hate Speech, Fake News oder darüber, wie wichtig Empathie ist. Auch die neueste und bislang größte Produktion “Albirea – Nur ein Kind kann die Welt retten” kommt erstaunlich aktuell daher. Die Hauptdarstellerin erinnert sehr an die Klimaaktivistin Greta Thunberg. Ein anderes Stück widmet sich der elfjährigen Malala Yousafzai, die einem Taliban-Attentat zum Opfer viel. Ich möchte mehr erfahren und besuche “die Atzen” vor Ort.

Sagt dem Stau adé, Weddinger!

Reifen; Fahrrad. Foto: Sulamith Sallmann
Foto: Sulamith Sallmann

Meinung Irgendwo zwischen dem Virchow und der Müllerstraße kommt der Verkehr im Wedding durch Baustellen dauerhaft zum Erliegen. Nicht nur in den Stoßzeiten an Werktagen, sondern inzwischen auch am Wochenende. Alternative Verkehrsmittel? Eine Aktion des Klima-Bündnisses der europäischen Städte kommt gerade zur rechten Zeit: Stadtradeln.

Neue Häuser für den Telux

Abbildung: Larssonarchitekten

Eine Fachjury hat Ende November einen Entwurf für zwei Neubauten auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes Telux zwischen Tegeler und Luxemburger Straße ausgewählt. Unter den Vorschlägen der drei zuvor in einem Auswahlverfahren ermittelten Architektenbüros hat es sich für den von »Larssonarchitekten« aus Berlin entschieden, die über viel Erfahrung im Bau von Kindertagesstätten verfügen.

Der Leopoldplatz im Rückfall

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Aufenthaltsbereich auf dem Leo

Die Bänke sind leer. Drei Jahre nach der feierlichen Eröffnung des neugestalteten Leopoldplatzes wird der Aufenthaltsbereich für die Szene kaum noch genutzt. Sie nimmt den von ihr selbst mitgeplanten Ort nicht mehr an. Gründe dafür sind die neu auflebende Drogenszene, enttäuschte Hoffnungen, erlittene Kränkungen und vielleicht auch Angst vor der eigenen Courage. Hinzu kommt ein Rückgang an behördlicher Aufmerksamkeit und politischem Handlungswillen, nachdem der Platz aus den Negativ- Schlagzeilen verschwunden war: Der Leopoldplatz ist sozusagen allmählich auf dem Dienstweg versandet.

Kleinkrieg wie im Kindergarten

Das Sommertheater um die Weddinger Kinderfarm

Da haben sich zwei Gegner aneinander festgebissen und danach ganz gehörig verspekuliert. Bundesweite und regionale Medien freuen sich klammheimlich über diese Steilvorlage, wenn sie über die Ereignisse in der Weddinger Kinderfarm genussvoll als „Posse“ oder „Groteske“ berichten können. Die Weddinger, egal auf welcher Seite der beiden Kontrahenten sie stehen mögen, sind zumindest entsetzt. Und die wirklich Leidtragenden sind die Kinder und die Tiere, die unter die sprichwörtlichen Räder geraten.

7 namhafte Weddinger Unternehmen

glaskiste exrotaprintDer Wedding war nicht nur Wohnort von Arbeitern, sondern auch ein bedeutender Produktionsstandort. Klangvolle Namen lassen sich ebenso mit dem Stadtteil verbinden wie eher lokal bekannte Firmen. Schwerpunkte der Industrie waren im südlichen Teil des Wedding, im heutigen Ortsteil Gesundbrunnen und an der See- bzw. Osloer Straße. Nördlich der Seestraße gab es hingegen so gut wie keine Industrie. Doch die Zeiten, in denen es im Wedding Arbeitsplätze in Hülle und Fülle gab, sind vorbei. Einige wenige Beispiele aus einer langen Liste – die sich noch fortsetzen ließe – reichen aus, um Glanz und Niedergang der Industrie im Wedding und in Gesundbrunnen aufzuzeigen:

Weddinger Kinderfarm wird geräumt

Kinderfarm PonyhofHigh-noon im Wedding: Am 20. Juni soll die Kinderfarm geräumt werden. Und keiner weiß, wie es ausgeht. So richtig wohl fühlt sich Jugendstadträtin Sabine Smentek nicht in ihrer Haut. Auch deshalb wird sie am 20. Juni andere Termine wahrnehmen. Sie will nicht miterleben müssen, wie eine Gerichtsvollzieherin nebst einem Veterinär versuchen werden, die Weddinger Kinderfarm in der Luxemburger Straße in den Besitz des Bezirks rücküberführen zu wollen. Räumen wird das im Amtsdeutsch genannt.

Kolumne: Atze mal wieder vor dem Aus

Atze MusiktheaterNun ist der geneigte Weddinger noch immer ein wenig stolz darauf, dass die anderswo gepflegte staatlich alimentierte Hochkultur hier bislang nur kleine Kringel, aber sonst einen ziemlich Bogen ums Areal schlägt. Das mag gentrifizierungstechnisch von Vorteil sein, verursacht dabei aber um so mehr Wellenschlag, wenn selbst das Wenige an subventionierter Kunst und Kultur den Bach runter geht. So wie beim Musiktheater Atze.

Wie geht es weiter mit der Weddinger Kinderfarm?

Weddinger KinderfarmBereits am 3. September 2015 hat der Jugendhilfeausschuss entschieden: Es geht weiter für den so genannten Minitierpark auf der Luxemburger Straße und zwar mit einem neuen Träger. Als Sieger nebst drei weiteren Bewerbern ging der Verein „Kunterbunter Bauernhof Wedding“ hervor. Das wird besonders die zwei jüngsten Zugänge der Kinderfarm erfreuen. Erst im Juni bezogen die beiden Ferkel Peggy und Mini ihr neues Quartier im Sprengelkiez. Ist mit der Entscheidung des Jugendhilfeausschusses der Betrieb der Kinderfarm aber wirklich gesichert? Oder müssen sich nicht nur die beiden Ferkel Sorgen um die Zukunft machen?