Schlagwörter: Lebensmittel

Rettet Obst, rettet Brot, rettet Gemüse!

Angebot einer Lebensmittelretterin auf der Weddingweiser Pinnwand. Screenshot: Hensel
Ganz privat gerettet: Angebot einer Lebensmittelretterin auf der Weddingweiser Pinnwand. Screenshot: Hensel

Im Internet läuft derzeit eine Crowdfunding-Aktion für den SirPlus Shop. Auf der Plattform Startnext sammeln Raphael Fellmer, Alexander Piutti und Martin Schott Geld, um einen Supermarkt für vor der Mülltonne gerettete Lebensmittel zu eröffnen. Nach wenigen Tagen kamen 50.000 Euro zusammen. Während die einen das Projekt toll finden, gibt es auch viele kritische Töne. Besonders auf der Weddingweiser Pinnwand wird heißt diskutiert.

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Sonntags geöffnet im Wedding

Von wegen Sonntagsruhe! Diese ist zwar vom Grundgesetz-Artikel 140 vorgesehen. Dennoch mussten 2013 stolze 28 Prozent der Arbeitnehmer gelegentlich oder regelmäßig am Wochenende in die Firma. In einer Millionenstadt wie Berlin werden sonntags auch nicht die Bürgersteige hochgeklappt. Im Wedding schon mal gar nicht! Weiterlesen

Neu im Wedding? Hier könnt ihr einkaufen

Einkaufen auf dem Leopoldplatz Markttag Wochenmarkt
Einkaufen auf dem Wochenmarkt

Der Wedding ist Durchgangsstation für viele, auch wenn so mancher Neuankömmling letztendlich in unserem schönen Stadtteil länger hängenbleibt. Und schnell wird jedem klar: Wer sich ein bisschen auskennt, kann hier großartig einkaufen und ein breit gefächertes Angebot an Märkten und Geschäften nutzen. Man muss nur wissen, wo es die unterschiedlichen Angebote zu entdecken gibt. Daher wird es Zeit für eine kleine Hilfestellung an alle Neu-Weddinger… Weiterlesen

Die Lebensmittelretter von der Pinnwand

Der Kühlschrank ist voll. Wird auch alles verbraucht? Foto: Hensel
Der Kühlschrank ist voll. Wird auch alles verbraucht? Foto: Hensel

Rettet die Wale, rettet den Regenwald, rettet das Huhn – das sind die drei Dinge, die der großen Suchmaschine als erstes einfallen, wenn es um Rettung geht. Auf der Weddingweiser Pinnwand gilt das nicht. In der öffentlichen Facebook-Gruppe werden hauptsächlich Lebensmittel gerettet. Jutta hat gerettete Suppe zu verschenken, Franziska hat geschroteten Grünkern abzugeben, Carmine viel Rucola und ein Toastbrot vor dem Müll bewahrt … Die Foodsaving-Community ist in Berlin sehr groß – und in Wedding und Gesundbrunnen offenbar besonders aktiv.

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4 Tipps für regionale Lebensmittel

Leopoldplatz Markttag WochenmarktSechs von zehn Befragten legen beim Einkauf Wert darauf, dass die Lebensmittel aus der Region kommen, fand das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Jahr 2014¹  heraus. Und der Handel nutzt dieses neu entstandene Bewusstsein des Kunden auch aus. Manchmal findet das Niederschlag im Verkauf von wirklich vor Ort produzierten Lebensmittel, wie dies beispielsweise ein Supermarkt in der Müllerstraße² praktiziert. Oder es wird ein Regionalsiegel vergeben und die Preisschilder enthalten eine Kennzeichnung des Herkunftsortes.

Mit etwas mehr Aufwand ist es jedoch möglich, gezielt tatsächlich in der Region produzierte Lebensmittel zu kaufen und oft auch den Produzenten selbst kennenzulernen.

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„Dickes Bee“: Gemeinsam kaufen und gut essen

bee1Seit 2011 gibt es „Dickes Bee“, eine Food-Coop. Das ist eine Gruppe von etwa 40 achtsamen Essern, die gemeinsam Lebensmittel bestellt: bio, regional, saisonal, vegetarisch, fair produziert. Der Lebensmittelerwerb wird dabei eine besondere Aktivität, an dessen Ende verantwortungsvoller, gesunder und schmackhafter Genuss und neue Freunde stehen. Simone Lindow (Text) und Benjamin Renter (Foto) trafen die Mitglieder Willem und Marijn, probierten Pastinaken-Chips und fragten nach.

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Bauer Reppin: Direkt vom Hof – in den Wedding!

Bauer Reppin 2Wen die Weddinger in ihr großes Herz geschlossen haben, den lassen sie nicht so leicht wieder ziehen. Ein bekannter Marktstand aus der alten Müllerhalle – wer erinnert sich nicht an ihren rauen Charme – ist durch den Abriss und Neubau der Markthalle als Einkaufszentrum heimatlos geworden. In der neuen Müllerhalle sind keine geeigneten Gewerbeflächen für ein solches Angebot vorhanden. Anfangs hat der Bauer Heiko Reppin aus der Altmark noch auf dem Bürgersteig vor der Müllerhalle Eier und Kartoffeln verkauft. Später gehörte sein Gemüsestand vier Jahre lang zum Inventar der schummrigen Einkaufshöhle, bis das legendäre Gebäude im Jahr 2012 seine Pforten für immer schloss. Doch die Stammkunden, überwiegend ältere Kiezbewohner des nördlichen Wedding, trauerten „ihrem“ Bauern nach. Für sie muss es kein Biogemüse sein, kein Wohlfühlambiente geben, keine Treuepunktaktion für die Bindung sorgen – sie wünschen sich einfach nur die bewährte Qualität aus der Region, ein freundliches Gespräch mit der Verkäuferin und verlässliche Preise.

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Handel im Wandel: 45 Jahre Reichelt an der Müllerstraße

Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es. Doch wenn sich auf 100 Metern Müllerstraße mit Kaufland, Real, Aldi, Lidl und Reichelt fünf Supermärkte befinden, kann das nicht lange gut gehen. Da kommt es darauf an, sich von seinen Mitbewerbern  zu unterscheiden….

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Gar nicht niedlich! Ratten auf Spielplätzen

Ratten auf Berliner Spielplätzen sind keine Seltenheit. Insbesondere in der Nähe von Gewässern fühlen sich Ratten besonders wohl. Wenn es dann noch genügend zu Essen gibt, ist das für die kleinen Nager schon fast ein Paradies. Und auf Spielplätzen gibt es im und neben dem Mülleimer oft reichlich zu essen. Gar nicht niedlich findet das die Müllkampagne Pankstraße. Deswegen lädt das Kooperationsprojekt (bestehend aus dem Bureau für Kulturangelegenheit, Kollegen2,3, dem Projektbüro stadt&hund sowie dem Verein panke.info) am Dienstag den 3. Juni zu einer Veranstaltung ein.

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„Kichererbsen“ – Lust auf Werkeln in der Küche

Zwei lachende grüne Kuller über der Eingangstür, ein helles, von Grüntönen dominiertes Ladengeschäft – ein solches Ambiente ist ungewöhnlich in diesem Teil von Berlin-Mitte. Doch bei näherer Betrachtung entpuppt sich der aufwändig gestaltete Raum als Kochstudio, die „Kichererbsen“.

„Je früher man etwas über Ernährung lernt, desto besser – und am besten schon als Kind!“

Petra HellmichDie ErnährungspyramidePetra Hellmich erlebt es immer wieder, wie neugierig Kinder jeden Alters darauf sind, Essen selbst zuzubereiten. Die Ernährungsberaterin und Diätassistentin muss sich dabei nur an ihre eigene Kindheit zurückerinnern: „Ich hatte schon mit fünf Jahren meinen kleinen, voll funktionierenden Elektroherd“, erzählt die 44-jährige Berlinerin. „Meine Mutter ließ mich schon früh alleine kochen, und auch von meiner Oma habe ich viele Rezepte gelernt.“ Die gute Hausmannskost wie süß-saure Linsen mit Kartoffeln gehört für Petra Hellmich zu den Kindheitserinnerungen. Ebenso wie auch die frischen Zutaten aus Omas Garten in Reinickendorf. Nach dem Abitur war für sie klar: auch beruflich sollte es um’s gute Essen gehen. Einfach nur Köchin sein hätte Petra Hellmich aber nicht gereicht, daher entschied sie sich für eine Ausbildung zur Diätassistentin. 15 Berufsjahre folgten, im Krankenhaus und als Dozentin an der Krankenpflegeschule – gleichzeitig bildete sich Petra Hellmich an der Charité zur Ernährungsberaterin weiter.  „Als mein Job gekündigt wurde, ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf und verwirklichte meinen Traum“, erzählt Petra Hellmich. Im Afrikanischen Viertel, wo sie aufgewachsen und zur Schule gegangen ist und noch heute wohnt, verwandelte sie einen leeren Laden in die Lehrküche mit Gastraum, als die sich die „Kichererbsen“ heute zeigen.

Das Konzept klingt einfach: Petra Hellmich möchte Firmen, Erwachsene und Kinder statt mit grauer Theorie lieber mit Kocherlebnissen ansprechen.

„Ich lege Wert auf Qualität, und die zeige ich den Kursteilnehmern. Ganz nebenbei, mit viel Freude, kann man auch als Erwachsener noch eine Menge über die Lebensmittel lernen.“

Für die Kinder greift die Ernährungsberaterin gerne auf Handpuppen zurück – die beiden Kichererbsen aus Stoff zeigen, wie wichtig gutes Essen ist. Bei den Kichererbsen können Kindergruppen auch im Rahmen von privaten Geburtstagsfeiern kochen und das zubereitete Essen gemeinsam verzehren. Da kann es auch schon mal passieren, dass plötzlich Sterne in die Suppe gezaubert werden – „aus Möhren, die ich vorher ausgestochen habe“, erzählt Petra Hellmich lachend.

Im Gastraum ist genug PlatzGranatapfel statt KichererbsenDas, was die „Kichererbsen“ ausmacht, ist die ansteckende Lust der Inhaberin, ihr Wissen über Lebensmittel und Kochen weiterzugeben, Anregungen zu geben und Kursteilnehmer jeden Alters für’s Nachmachen zu begeistern. Persönlich liegt Petra Hellmich viel daran, ihre Arbeit genau an dieser Stelle im Wedding auszuüben – schon als Schülerin am Lessing-Gymnasium war sie oft im (inzwischen geschlossenen) Eiscafé in der Otawistraße direkt neben ihrem heutigen Kochstudio. Ernährung muss für Sie vor allem Spaß machen und darf gerne auch ein Gemeinschaftserlebnis sein. Nicht dogmatisch, trotzdem aber gesund. Genau dafür stehen die frischen grünen Kichererbsen im Logo.

Kichererbsen Berlin

Kochkurse, Ernährungsberatung, Angebot für Familienfeste und Kindergeburtstage

Otawistr. 1 / Ecke Müllerstraße

U-Bahnhof Rehberge

Tel.86434430

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